Crowdfunding für Autoren

Was ist Crowdfunding?

Im Crowdfunding finanziert die Crowd, also „die Menge“, ein Produkt, ein Projekt oder eine Geschäftsidee.
Die Idee ist nicht nur sehr naheliegend, sondern auch ziemlich alt. Schon der Sockel der Freiheitsstatue wurde mit Einzelspenden finanziert.
In den letzten Jahren hat sich das Crowdfunding für immer mehr Projekte und Gruppen durchgesetzt, zum Beispiel bei Spieleentwicklern, Filmemachern, Musikern, Podcastern, Zeichnern oder Bloggern.
Meist gibt der Projektstarter einen bestimmten Betrag und einen Zweck an, beispielsweise die Produktion einer CD, und hofft, dass er genügend Menschen findet, die an sein Projekt glauben. Gemäß dem Spruch „Kleinvieh macht auch Mist“ helfen auch Kleinstbeträge von wenigen Euro oder Dollars, wenn sie von ausreichend Menschen bezahlt werden.

Was habe ich als Geldgeber davon?

Oft gibt es kleinere oder größere/besondere Geschenke für die Geldgeber oder Vorzugsbehandlungen, wie etwa ein Extrakonzert, besondere Grafiken oder exklusive Inhalte. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, die „Donations“ sollen aber die Hemmschwelle der Spender senken und natürlich auf irgendeine Weise attraktiv sein.
Andere Geldgeber hingegen sind begeisterte und teilweise langjährige oder intensive Nutzer oder Fans eines Angebots (Band, Podcast, digitales Medium). Sie zeigen durch die Unterstützung dem Künstler/Produzenten ihre Wertschätzung, ohne einen zusätzlichen Gegenwert zu erwarten.

Ich habe mich zum Beispiel am Crowdfunding des Unverpackt-Ladens in Siegen beteiligt.
Das Projekt finde ich wichtig und sehe es als Bereicherung meiner Heimatstadt, deshalb habe ich sehr gern einen größeren Betrag gespendet. Ohne die Beteiligung aus der Bevölkerung wäre die Verwirklichung des Unverpackt-Ladens nicht möglich gewesen (die Eröffnung steht kurz bevor).
Mein persönlicher Gewinn ist hier ganz einfach: Ich kann beim Lebensmittelkauf auf noch mehr unnötigen Verpackungsmüll verzichten und hoffe außerdem auf einen Leuchtturmeffekt. Vielleicht verändert der Laden ja das Bewusstsein der Verbraucher oder gar der Geschäfte im Umfeld.
Mehr zu den Themen unverpackt einkaufen, Minimalismus und Entrümpeln könnt ihr übrigens in meinem Ratgeber „11 Schritte ins Glück“ nachlesen.

Crowdfunding für Autoren

Bisher sind mir zwei Variationen bei Autoren begegnet:
– die Vorfinanzierung konkreter Kosten wie etwa Lektorat, Korrektorat oder Covergestaltung im Selfpublishing-Bereich
– die Finanzierung laufender Kosten

Auf Portalen wie etwa Kickstarter oder Startnext findet in der Regel klassisches Crowdfunding statt. Die Aktionen sind vorher genau definiert, man bestimmt Betrag, Ziel und Zeitraum der Aktion. Die Geldgeber können sich mit einem Betrag ihrer Wahl beteiligen und erhalten oft ein Dankeschön, dessen (monetärer oder ideeller) Wert mit dem ausgegebenen Betrag steigt.
Abgebucht wird das Geld in der Regel erst dann, wenn die Aktion erfolgreich war. Kommt der festgesetzte Betrag innerhalb des angegebenen Zeitraums nicht zustande, wird das Geld entweder nicht eingezogen oder zurückgezahlt. Man zahlt also nur im Erfolgsfall.

Portale wie Patreon oder SteadyHQ setzen nicht auf konkrete Aktionen, sondern auf langfristige und regelmäßige Finanzierungen. Dafür sind die monatlich eingesetzten Beträge entsprechend niedrig. Statt einmal 25 Euro zahlt man dann monatlich zwei Euro.
Diese Version ist unter Künstlern und Freischaffenden besonders beliebt und mittlerweile relativ weit verbreitet – insbesondere im englischsprachigen Raum beziehungsweise in „internetaffinen“ Bereichen (Podcasts, Spiele, Blogs).

Meine Seite bei Steady

Nach einigen Überlegungen habe ich mich für Crowdfunding über Steady entschieden. Dort habe ich mir eine Seite eingerichtet – Klick auf Siegenkrimi -, auf der ich meine Arbeit vorstelle und konkrete Ziele definiert habe.
Ziel 1 ist ein monatlicher Betrag von 10 Euro, um die laufenden Kosten für diesen Blog zu decken.
Man kann auf der Plattform verschiedene Pakete buchen, und je nach monatlichem Betrag bekommt man entsprechende Gegenleistungen von mir (z.B. Überraschungspost, die Mitbestimmung meiner nächsten Wanderziele, Vorab-Leseproben oder Platz in der Danksagung meines nächsten Krimis).

Meine Versprechen an euch:
Ich werde regelmäßig über meine Arbeit an den Romanen berichten und euch weiterhin Schönes und Interessantes aus der Region zeigen.
Und dieser Blog bleibt kosten- und werbefrei. Ihr könnt also weiterhin hier lesen und müsst nichts bezahlen – aber ab jetzt habt ihr die Möglichkeit, mich zu unterstützen, wenn ihr wollt.

Eine Anmeldung auf Steady lohnt sich übrigens mehrfach, denn dann könnt ihr mit einem einfachen Klick auch Projekte wie Mimikama, BildBlog oder Der Postillon unterstützen. Außerdem wurde die Plattform von den Krautreportern ins Leben gerufen.

Ich freue mich auf euren Besuch auf meiner Steady-Seite!

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Ende der Sommerpause

Hier war es in den letzten zwei Monaten relativ still, dafür gibt es aber rückblickend einiges zu erzählen.

Zum Einen war ich gleich zwei Mal im Urlaub – einmal zum Wandern in Vorarlberg in Österreich und einmal zum Abschalten auf der wunderschönen Insel Fanö in Dänemark.
Zum Anderen hat mein Liebesroman-Ich einen neuen Roman veröffentlicht, der natürlich entsprechend viel Aufmerksamkeit und Zeit verdient (und bekommen!) hat.
Und ganz nebenbei war ich natürlich wieder im heimischen Siegerland unterwegs und habe ein paar Wanderwege genossen.

Demnächst erfahrt ihr mehr über den Kinderwanderweg „Der kleine Rothaar“ bei Bad Laasphe, den Wanderhöhepunkt „Auf Bergmannspfaden“ bei Wilnsdorf und eine weitere Etappe des Pilgerweges/Elisabethpfades von Siegen nach Hainchen.

Außerdem plane ich gerade ein völlig neues – und für mich sehr spannendes! – Projekt. Aber auch darüber erfahrt ihr demnächst mehr.

Ich freue mich über euren Besuch und grüße euch bis zum nächsten Mal!

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Interview im Kriminetz

„Gibt es hier eine Sommerpause?“, höre ich euch schon fragen.
Eigentlich nicht.
Mein anderes Ich musste allerdings den demnächst anstehenden Romantic-Thriller beenden, damit er termingerecht ins Lektorat gehen konnte. Deshalb war es hier ein wenig still.
Ab Ende August werde ich mich intensiv und ausschließlich um den neuen Siegerland-Krimi kümmern, damit er auch wirklich Anfang nächsten Jahres erscheinen kann!

Interview im Kriminetz

Claudia Schmid vom Kriminetz hat ein schönes Interview mit mir geführt – über Verbrechen im Siegerland, Autorennetzwerke, das Literaturcamp in Heidelberg und Pilgern auf dem Jakobsweg.
Hier geht es zum Interview im Kriminetz: Sieben Fragen an Melanie Lahmer.
Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen und ein paar schöne Sommertage – bis bald!

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Pilgerwege im Siegerland

»Pilgern beginnt vor der Haustür«

Alles geben – auch für Wanderer

Diesen Spruch nahm ich mir zu Herzen, packte meinen Rucksack und ging los.
Wir haben hier im Siegerland nämlich eine Besonderheit unter den Pilgerwegen vorzuweisen: Der Jakobsweg, der aus Richtung Marburg kommt und nach Köln und Aachen und im weiteren Verlauf bis nach Santiago de Compostela weiterführt, ist auch in der Gegenrichtung ein Pilgerweg. Denn von Köln kommend in Richtung Marburg heißt er Elisabethpfad, zu Ehren der heiligen Elisabeth, und endet folgerichtig an der Elisabethkirche in Marburg. Der zweite Streckenverlauf des Elisabethpfades beginnt in Eisenach und endet ebenfalls in Marburg.
Siegen liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen Köln und Marburg und so stand ich vor der Wahl, entweder den Jakobsweg nach Köln zu nehmen oder den Elisabethpfad nach Marburg.

Der Jakobsweg

Vergessener Pilgerstab am Wegesrand

Nimmt man den Jakobsweg, beginnt die vierte von sieben Etappen in Siegen am oberen Schloss und führt über den Stadtwald, Oberfischbach, Freudenberg und Friesenhagen zum Crottorfer Schloss in Rheinland-Pfalz. Die knapp 25 Kilometer lange Strecke führt überwiegend durch Waldgebiete und ist deshalb auch im Sommer gut begehbar.
Ortsunkundigen empfehle ich eine ordentliche Karte, denn die Wegbeschilderung ist teilweise suboptimal, überwiegend aber gut. In Oberfischbach/Niederndorf und Hohenhain übersah ich wohl ein paar Aufkleber und habe mich teilweise ordentlich verlaufen. Nette Anwohner halfen mir dann weiter und zeigten mir den richtigen Weg (wobei ich in Hohenhain kurz vorm Aufgeben war. Die Füße taten weh, die Beschilderung war verwirrend und die Stechattacken der allgegenwärtigen Pferdebremsen nervten kolossal).

Einkehrmöglichkeiten gibt es unterwegs an der Autobahnraststätte (sofern man das mag) und in Freudenberg, je nach Wochentag und Uhrzeit eventuell auch in Oberfischbach. Ich empfehle, ausreichend Verpflegung mitzunehmen, insbesondere Wasser. Bänke und Rastmöglichkeiten gibt es rund um die Orte mehrere, im Wald hingegen kaum. Da muss man sich ein nettes Plätzchen suchen.

Die alte Brüderstraße

Elisabethpfad und Pilgerweg

Der Pilgerweg orientiert sich an der alten Brüderstraße von Siegen nach Köln, die sich bis ins Mittelalter zurückdatieren lässt. Sie war Teil der Brabanter Straße, die Leipzig und Flandern verband. Die Annahme, der Handelsweg habe schon zur Zeit der Kelten existiert, um das im Siegerland geschürfte Eisenerz nach Köln zu bringen, hat sich bisher nicht bestätigt.
Mich reizt an den Pilgerwegen weniger der konfessionelle Hintergrund, sondern ihre historische Bedeutung (auch wenn das natürlich nicht zu trennen ist). Der aktuelle Streckenverlauf ist am historischen nur orientiert, denn manche Straßen sind gar nicht mehr begehbar (wie die A45), oder der alte Verlauf streifte Gebäude und Grenzverläufe, die heute nicht mehr existieren.
Trotzdem hat sich der Weg über Freudenberg, Denklingen, Drabenderhöhe und Overath als Weg für Pilger, Fußgänger und Berittene über Jahrhunderte bewährt.

Vom Oberen Schloss nach Heisberg

Blick auf Heisberg

Der erste Teil beginnt am Oberen Schloss in Siegen, führt bergab in Richtung Berufskolleg Technik und geht dann steil die Straße hinauf in den Stadtwald. Der ist noch immer von Bombenkratern gezeichnet, obwohl die Bombardierung Siegens schon fast 75 Jahre zurückliegt (16.12.1944). Es dauert fast eine Stunde, bis endlich die Geräusche der Stadt verstummen und man oberhalb von Seelbach und Achenbach die Ruhe genießen kann. Teilweise führt der Weg entlang des historischen Rundwegs Achenbach, den ich hier beschrieben habe.
An einigen Stellen muss man Obacht geben, weil der Flowtrail Siegen dort entlangführt und man Gefahr läuft, von Mountain-Bikern umgefahren zu werden. Deshalb gibt es ausreichend Warnschilder, damit man nicht versehentlich in die Rennstrecke gerät.
Oben auf der Kuppe des Starken Bubergs hat man einen schönen Fernblick Richtung Westerwald und Rothaargebirge.
Leider läuft man dann eine weitere halbe bis dreiviertel Stunde an der Autobahn entlang und quert sie auf großzügig angelegten Asphaltstraßen, was diesen Teil des Pilgerweges sehr unattraktiv macht.
Dafür erreicht man kurz danach den kleinen Ort Heisberg, wo ich eine erste Rast einlegte.

Von Heisberg nach Freudenberg

Pilgerkühlschrank in Oberfischbach

Von Heisberg erreicht man relativ schnell Oberfischbach, wo ich meine erste Ehrenrunde drehte. Irgendwie habe ich die Aufkleber falsch interpretiert und bin letztlich in Niederndorf gelandet. Ich war schon kurz davor, an einem der Häuser zu klingeln, um nach dem Weg zu fragen, als jemand mit Motorroller vorbeifuhr. Also hielt ich ihn an und ließ mir meinen Irrtum erklären und die richtige Richtung aufzeigen.
Meine Grummeligkeit verflog, als ich das absolute Highlight des gesamten Weges entdeckte: einen Pilgerkühlschrank!
Nette Anwohner stellen gegen einen kleinen Unkostenbeitrag gekühlte Getränke zur Verfügung sowie Blasenpflaster, Taschentücher und Sport-Tape. Dem beigefügten Gästebuch kann man entnehmen, wie begeistert die vorbeiziehenden Pilger und Wanderer von dem Pilger-Kühlschrank sind. Außerdem war ich doch erstaunt, wie viele Menschen tatsächlich durch Deutschland pilgern und dabei auch durchs Siegerland kommen.
Der weitere Verlauf der Strecke führt durch das schöne Dirlenbachtal hindurch bergab bis nach Freudenberg. Freudenberg liegt, entgegen seinem Ortsnamen, im Tal. Der Abstieg oberhalb des Freilichtmuseums in die Ortsmitte ist ziemlich steil und asphaltiert und damit eine arge Belastung für die Knie. Dafür führt der Weg dann weiter durch den alten Flecken, dessen Ansicht wohl den meisten Menschen bekannt ist.
Hier streift man auch Teile des Fachwerkweges Freudenberg, den ich als Wanderhöhepunkt am Rothaarsteig definitiv empfehlen kann.

 

Von Freudenberg nach Krottorf

Nach der Talquerung in Freudenberg geht es an der Bethesda-Klinik vorbei wieder bergauf in den Euelsbrucher Wald. Dort kann man mehrere Kilometer leicht bergan gehen und ist vor der Sonne geschützt. Nach einiger Zeit erreicht man die Kuppe und verlässt den Wald nach Hohenhain.
Hier ließ mich die Wegbeschilderung im Stich, sodass ich erstmal in die falsche Richtung lief. Meine Karte war zu grob, um mir weiterzuhelfen. Als ich der Verzweiflung – und der Aufgabe meines Projektes – nahe die blau-gelben Aufkleber des Pilgerweges suchte, kam unverhoffte Hilfe von einem Hundebesitzer. Der hatte zwar auch keine Aufkleber gesehen, wusste aber immerhin, wie ich auf die Hammerhöhe kam.
Der eigentliche Wegeverlauf geht vermutlich an der Kreisstraße entlang, ich nahm aber einen kleinen Umweg und damit auch wieder Teile des Fachwerkweges Freudenberg.

Gedenktafel zur Hexenverbrennung bei Friesenhagen

Zurück im Wald, ging es zuerst bergab und anschließend wieder bergauf an der Kapelle zur schmerzenden Mutter vorbei zur Kapelle St. Anna, von wo man einen schönen Blick über das Wildenburger Land hat. Der Berg diente im 17. Jahrhundert der Hexenverbrennung, woran ein hölzernes Schild erinnert.
Anschließend läuft man wieder bergab nach Friesenhagen und quert den Ort, ehe man in den Wald und auf den Kreuzigungsweg »Die sieben Fußfälle« zurückkehrt. Wer mag, kann sich vor den Steinkreuzen zu Boden werfen – ich ging mit schmerzenden Füßen daran vorbei, denn ich wäre vermutlich nicht mehr aufgestanden, wenn ich dort gelegen hätte.
Kurz darauf geht es mitten ins Gebüsch und auf einen schmalen Pfad entlang des Crottorfer Wasserschlosses, das man von dort aber leider nicht sehen kann.
Nach wenigen Minuten überquert man einen kleinen Bach und läuft auf einer Wiese direkt am Schloss entlang (von dem man aber immer noch nicht viel sieht). Wenn man noch ein paar Meter an der Kreisstraße entlanggeht, erreicht man das Tor des Crottorfer Schlosses und damit den Endpunkt der vierten Etappe des Pilgerweges von Marburg nach Köln.

Schlösserweg und Elisabethpfad

Blick von roter Kapelle ins Wildenburger Land

Der Pilgerweg entlang der alten Brüderstraße ist in diesem Abschnitt identisch mit dem Schlösserweg von Dillenburg nach Düsseldorf, weshalb man sich immer an der Markierung X19 orientieren kann – und teilweise auch sollte.
Ich habe mich für die Richtung Siegen → Crottorfer Schloss und damit den Pilgerweg entschieden, in umgekehrter Richtung folgt man dem Elisabethpfad, der aber deutlich schlechter ausgeschildert ist (manchmal mit roten Aufklebern, meist aber mit gelben Pfeilen).

Ich wünsche allen Wanderern und Pilgern eine gute Reise und eine schöne Zeit in der Region Siegen-Wittgenstein!

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Lesungen – auch bei euch zu Hause!

Wohnzimmerlesungen

Lesungen machen mir furchtbar viel Spaß und ich freue mich bei jeder neuen Veröffentlichung darauf. Es ist einfach schön, mit den Leserinnen und Lesern in Kontakt zu kommen und über die Bücher und ihre Entstehungsgeschichte zu plaudern.
Das geht natürlich nicht nur in Kombination mit Buchhändlern und offiziellen Veranstaltern, sondern auch im kleineren Rahmen für Privatleute, also euch!
Das Ganze nennt sich Wohnzimmerlesung, kann aber natürlich auch in der Küche oder der Schrebergartenhütte stattfinden.

Ab sofort könnt ihr mich auch im kleinen und privaten Rahmen für Lesungen engagieren:
für Geburtstage, Jubiläen oder Hochzeiten, als Geschenk, für euch und eure krimibegeisterten Freunde – in eurem Wohnzimmer, im Garten, auf der Terrasse, auf dem Hausboot, …

Ihr braucht einfach nur Platz für eure Gäste (und natürlich die Gäste), und ich komme dann mit Büchern, meinem Signierkuli und frisch geölter Stimme zu euch.
Für Privatpersonen gibt es einen Sonderpreis, ihr könnt mich aber natürlich auch als Veranstalter buchen.
Ich freue mich jedenfalls auf viele neue Lesungsorte – meldet euch einfach über das Kontaktformular!
 
Foto: Gemeindebücherei Neunkirchen/Siegerland
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Gastautorin im Tolino Media-Blog

Hier blieb es in der letzten Zeit etwas ruhig – dafür habe ich aber für den Tolino Media-Blog einen Gastbeitrag geschrieben:

Ja zum Nischenthema!

Du bist allein im Wald, die Bäume stehen immer dichter, je weiter du gehst. Das Unterholz unter deinen Füßen raschelt, dünne Äste kratzen durch dein Gesicht. Doch das bemerkst du nur am Rande, denn du bis auf einer Mission: dein erster Geocache.
Weiterlesen …

Ich erzähle bei Tolino Media von der grundlegenden Idee, ein paar Knochen in ein Geocaching-Versteck zu legen, und davon, wie mich die Idee der Knochenfinder später in ein Künstlerdorf im Münsterland gebracht haben.

In der kommenden Woche zieht es mich mal wieder ins Siegener Umland, genauer gesagt: auf den Elisabethpfad. Aber davon erzähle ich euch später!

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Knochenfinder – Taschenbuch am 08.06.18

Der Countdown läuft – in drei Tagen ist es soweit!

Die vollständig überarbeitete Neuauflage von „Knochenfinder“ erscheint als Taschenbuch.
Ihr könnt das Buch natürlich auch jetzt schon in eurer Lieblingsbuchhandlung vorbestellen:
ISBN: 978-396111452

Bis bald im Wald!

 

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Willkommen auf der neuen Seite!

Herzlich willkommen auf meiner neuen Siegerland-Krimis-Seite!

Seit April habe ich mich hinter den Kulissen intensiv mit der DSGVO auseinandergesetzt und schnell beschlossen, dass das der Startschuss für den längst überfälligen Umzug meines alten Blogs auf ein neues System sein soll.
Nun ja, ganz so einfach, wie ich mir das vorgestellt habe, war es nicht.
Und weil ich auch an anderen Stellen noch mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, war ich manches Mal wirklich verzweifelt. Aber wie sagt man so schön? Wat mutt, dat mutt.
Trotzdem habe ich es tatsächlich einigermaßen pünktlich geschafft, den neuen Blog mit dem viel handlicheren Titel „Siegerland-Krimis“ aus der Taufe zu heben – und das andere technische Problem konnte ich auch noch zufriedenstellend lösen.

Neue Facebook-Gruppe

Die Beiträge aus dem alten Blog werde ich nach und nach auf diese Seite verlinken, sodass ich ihn erst ausdünne und in absehbarer Zeit ganz aus dem Netz nehmen werde. Aber das macht nichts, denn die Musik spielt ja jetzt hier. Und ich freue mich, wenn ihr weiterhin so zahlreich mitlest.
Außerdem habe ich heute ganz neu eine Facebook-Gruppe Siegerland-Krimis gegründet, die wir hoffentlich bald mit viel Leben füllen werden.
Ich freue mich auf euch!
Zur Facebook-Gruppe

Und jetzt spendiere ich erst mal einen Drink für alle Umzugshelfer und einen Willkommensschluck für alle Besucher.

Nehmt euch, schaut euch um, fühlt euch wie zu Hause!

 

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Die Wisent-Wildnis in Wittgenstein

Wisente in Wittgenstein

Weil ich letzte Woche einen Beigtrag über Fünf Jahre Wisent-Wildnis in Wittgenstein schrieb, musste ich natürlich umgehend zur Wisent-Wildnis bei Bad Berleburg fahren.

Wisent in Wisent-Welt

Das Gelände der Wisent-Wildnis liegt auf 590 m Höhe zwischen den Orten Bad Berleburg-Wingeshausen und Schmallenberg-Jagdhaus. Schon von Weitem erkennt man die zwei riesigen Metall-Wisente im Eingangs-Bereich, kann das Gelände also kaum verfehlen.
Wenn man Glück hat, kann man sogar schon vom Parkplatz aus einen Blick auf die Wisente werfen.

Wer aber die Möglichkeit haben möchte, den imposanten Vierbeinern Aug‘ in Aug‘ gegenüberzustehen, nimmt lieber den etwa 3 km langen Weg durch das Gehege. Der Eintritt ist moderat; 5,50 € für Erwachsene (ab 1,50 m Körpergröße) und 3,50 € für Kinder (unter 1,50 m Körpergröße), Kinder unter 1 m sind sogar kostenlos. Der Weg selbst ist eher anspruchsvoll und für Kinderwagen nicht geeignet, man kann aber am Eingang Kindertragen leihen.

Dachsbau Wisent-WeltDie Wisent-Herde

besteht aktuell aus acht Tieren (fünf Bullen und drei Kühe) und befindet sich auf einem eingezäunten Areal. Die Landschaft ist fürs Rothaargebirge typisch, man wandert auf Waldwegen zwischen Fichten, trifft auf einen riesigen Windbruch (ich tippe auf Kyrill 2007), wandert bergauf und bergab und sollte trittfest sein. Wanderschuhe werden empfohlen.

Wir hatten das Glück, die Wisente ziemlich schnell zu entdecken. Während der Mittagssonne lagen sie im Schatten am Waldrand, rupften ab und zu ein paar Stängel Gras und legten sich zum wiederkäuen nieder. Neben dem Weg lagen geschälte Baumstämme, auf denen man sich niederlassen und die Wisente mit Kamera oder Fernglas beobachten konnte.

 

Ruhende Wisente

Der Rundweg ist sehr abwechslungsreich, und immer wieder gibt es tolle Einblicke in das Wisent-Areal und über die Wipfel des Rothaargebirges. Am Ende des Weges warten die typischen geschwungenen Rothaarsteig-Waldsofas als Schaukeln auf die Wanderer und bieten die Möglichkeit, gemütlich schaukelnd die Wisente zu beobachten.

Wisent ganz nah

Grasende Wisente

Bei dieser Gelegenheit entdeckten wir, dass die Wisente mittlerweile ihren Ruheplatz im Schatten aufgegeben und sich näher an die Zäune begeben haben. Also gingen wir an unseren ersten Aussichtspunkt zurück, und tatsächlich kam ein Wisent ganz dicht an den Zaun. Besonders auffällig ist das laute Schnauben, ansonsten bewegen sich die Tiere trotz ihres massigen Körpers sehr ruhig. Kurz darauf kam noch ein zweites Wisent zu uns, und wäre nicht der Elektrozaun auf ihrer Seite gewesen, dann hätten sie vermutlich noch ihre Zungen durch den Zaun gesteckt. Die zottigen Säugetiere sind zwar groß und mächtig, wirken aber mit ihren dunklen Augen sehr sanft. Trotzdem war ich beruhigt zu wissen, dass es sich bei den Wisenten um Vegetarier handelt, die sich in der Regel von Gras ernähren.

Wisent am Zaun Wisent-Welt

Nach und nach kamen alle acht Wisente dicht an den Zaun und trotteten dann gemütlich über die für sie erstellte, „Dachsbau“ genannte Naturbrücke. So konnte ich mehrere Fotos und Videos machen und habe mich mal wieder geärgert, keine gute Kamera zu haben. So muss ich eben mit den Handy-Fotos Vorlieb nehmen.
Die Tiere ließen sich von den menschlichen Beobachtern überhaupt nicht beeindrucken und stampften schnaubend und grasend zwischen den Fichtenstümpfen umher, die an den großen Sturm Kyrill vom Januar 2007 erinnern.

Die Wisent-Wildnis

ist ein Erlebnis für die ganze Familir und bewegungsintensive Kinder kommen auf ihre Kosten. Die Wahrscheinlichkeit, die Wisente zu entdecken, ist sehr hoch, und am Ende kann man sich noch gemütlich in der Wisent-Hütte niederlassen. Außerhalb des Bezahlgeländes befindet sich ein toller Kinderspielplatz mit riesiger Wasserbaustelle und vielen Kletter- und Balancier-Möglichkeiten. Alles ist naturbelassen, und sogar Gummistiefel in unterschiedlichen Größen gibt es zum kostenlosen Verleih.

Fazit:
Der Tag in der Wisent-Wildnis war wie ein Tag Urlaub, und ich komme gerne wieder!

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Fünf Jahre Wisent-Wildnis in Wittgenstein

Wisent-Wildnis

Heute vor fünf Jahren, am 11. April 2013, startete ein ganz besonderes Artenschutzprojekt: die „Wisent-Wildnis“ in Wittgenstein.
Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit wurden insgesamt acht Wisente (Europäischer Bison) in den Wäldern rund um Bad Berleburg im Rothaargebirge ausgewildert.

Das 20 Hektar große umzäunte Auswilderungsgehege wurde zu einem Schaugehege ausgebaut, in dem eine aktuell aus acht Tieren bestehende Herde lebt. Die Wittgensteiner Wisent-Wildnis zieht jährlich mehr als 30.000 Besucher an und wird von der Wisent-Welt Wittgenstein e.V. betrieben.

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Wisente in Europa

1921 starb in Polen der letzte freilebende Wisent in Europa, 1922 waren alle freien Wildbestände erloschen, in Gefangenschaft lebten nur noch 56 reinblütige Wisente. Deutsche und polnische Zoologen taten sich zusammen, um den Wisent in Europa vor dem Aussterben zu bewahren. Daraus entstand 1928 das Wisentprojekt im Saupark Springe (südlich von Hannover). Anfangs nur als Gehege für die Wisente gedacht, trieb die Parkleitung ab den 1950er Jahren den Umbau zu einem Wildgehege für Besucher voran.

Ursprünglich gab es zwei Wisent-Unterarten: den Bergwisent und den Flachland-Wisent.
1927 hat man im Kaukasus der letzte Bergwisent erschossen, womit die Bergwisente endgültig ausstarben. Die heute lebenden Wisente sind entweder „Mischformen“ aus Berg- und Flachland-Wisent oder reine Flachland-Wisente.
In der Zucht unterscheidet man heute zwischen reinerbigen Flachland-Wisenten, einer Kreuzung aus Flachland- und Bergwisenten (Flachland-Kaukasus-Linie) und einer Kreuzung aus Flachland- und Bergwisenten mit amerikanischen Bisons (Hochland-Linie).

Die im Rothaargebirge lebenden Wisente gehören der Flachland-Kaukasus-Linie an.

Auswilderungen

1952 wurden im Gebiet des heutigen Bialowieza-Nationalparks an der polnisch-weißrussischen Grenze erstmals wieder Wisente ausgewildert. Im Jahr 2004 lebten dort 1955 Wisente in 31 Populationen und machten etwa 60% der Weltpopulation aus.

Bereits in den 1940er Jahren siedelte man eine Hybridlinie im Kaukasus an, die eine Zeitlang mit 1400 Tieren die weltgrößte Population darstellte. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verringerte sich auch der Wisentbestand auf 240 Tiere, doch die Population wächst wieder deutlich an.

1998 hat man Wisente in der Sperrzone von Tschernobyl ausgewildert, wo sie sich nun langsam vermehren. Weitere Auswilderungen gab es 2004 in der Slowakei, 2012 in Rumänien und 2013 wurden mit den Wittgensteiner Wisenten die vorerst letzten Tiere ausgewildert (Wikipedia).

2014 schätzte man den Weltbestand an Wisenten auf 5.200 Tiere, von denen etwa zwei Drittel in freier Wildbahn oder in Großreservaten leben. Im Jahr 2009 gab es weltweit etwa 4.000 Wisente (Wikipedia).

In Brandenburg, im Schweizer Jura, in den Niederlanden, Dänemark und in Frankreich diskutieren Naturschützer und Zoologen Auswilderungen und bereiten sie teilweise bereits vor.

Wisent in Mecklenburg-Vorpommern

Die Wisent-Wildnis in Wittgenstein

Die Wittgensteiner Wisente lebten ab 2010 in einem 20 Hektar großen Auswilderungsgehege, bevor sie dann am 11. April 2013 endgültig in Freiheit entlassen wurden. Mehrere Hochschulen begleiten das Projekt wissenschaftlich.

Die Wisentgruppe bestand aus Wisentbulle Egnar, fünf Wisentkühen und zwei Jungtieren.
Im Mai und Juni 2013 kamen im Rothaargebirge die ersten frei lebenden Wisentkälber seit mehreren hundert Jahren zur Welt.
Durch weitere Geburten – aber auch Abgänge – leben derzeit 17 Tiere in den Wäldern des Rothaargebirges. Sie sind nach wie vor die einzige Wisent-Population Deutschlands, die in freier Wildbahn lebt.

Aufgrund des riesigen Areals ist es sehr unwahrscheinlich, die Tiere bei Wanderungen oder Spaziergängen anzutreffen.
Das ehemalige Auswilderungsgehege ist mittlerweile Schaugehege für eine aus acht Tieren bestehende Population, die man mit ein wenig Glück auch beobachten und fotografieren kann und die jährlich mehr als 30.000 Menschen ins Rothaargebirge lockt.

Konflikte

Wisente sind die größten und schwersten Landsäugetiere Europas.
Ausgewachsene, freilebende Bullen bringen bis zu 500 kg auf die Waage, Wisentkühe etwa 400 kg. Die Kopf-Rumpf-Länge eines Wisentbullen kann bis zu drei Metern betragen, die Widerristhöhe etwa 1,80 Meter.
Es ist klar, dass diese imposanten Tiere – vor allem als Herde – Spuren in den Wäldern hinterlassen.
Vor allem Schälschäden brachten einige Waldbauern gegen die wilden Tiere auf.
Schon mehrmals mussten sich Gerichte mit den Wisenten beschäftigen, weshalb das Wisent-Projekt immer wieder auf der Kippe steht.
Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 wird vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe über die juristischen Auseinandersetzungen zwischen den privaten Waldbauern und dem Wisent-Verein als Träger entschieden.
Im Grunde geht es um die Frage, ob die Wisentgruppe als „herrenlos“ eingestuft wird und die Schäden deshalb von den Waldbauern hingenommen werden müssen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich auf der Seite der Wisent-Welt umschauen und sein Glück im Schaugehege in Bad Berleburg versuchen.
Im vergangenen Winter wurde ein sehr sehenswertes Video veröffentlicht, in dem die frei lebende Herde eine verschneite Straße im Rothaargebirge überquert: Wisente in Südwestfalen.

Nachtrag Ende Mai 2018:
Aktuell scheint sogar der Abschuss der Wisente aus Sicht der Kläger denkbar: Waldbauern sehen Abschuss der Wisente als letztes Mittel in der Westfalenpost.

Beeindruckend, oder?

Wisent-Familie

Die Bilder sind von @pixabay und zeigen unter anderem Wisente in Mecklenburg-Vorpommern

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