Selber machen II: Körperpflege und Kosmetik – #11StepsChallenge Tag 7

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#11StepsChallenge Tag 7, selber machen: Körperpflege und Kosmetik

Herzlich willkommen zum siebten Tag der #11StepsChallenge!

Gestern ging es in der Selbermacher-Reihe um Lebensmittel, heute widmen wir uns der Körperpflege.

Mangels Platz kann ich an dieser Stelle nur kleine Ausschnitte bieten, aber im Ratgeber »11 Schritte ins Glück« findet ihr noch viel mehr Tipps und Tricks für »Selbermacher«.

Selbstgemachte Seifen und Cremes

Haare

Konventionelle Shampoos enthalten nicht nur (teilweise) Mikroplastik, auch ihre Verpackung ist kritisch. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, die Haare kostengünstig und umweltschonend zu pflegen:

Haarseife und festes Shampoo
Feste Shampoos sehen aus wie Pflegeseifen, sind aber Shampoos. Man kann sie ganz einfach wie eine Körperseife benutzen und entweder das Shampoo in der Hand aufschäumen oder über die Haare reiben, aufschäumen und anschließend wieder wie gewohnt auswaschen.
Anstelle fester Shampoos kann man auch Haarseifen verwenden. Die erfordern aber eine andere Nachbearbeitung, denn man sollte dem Haar immer mal wieder eine »saure Rinse« gönnen. Das ist eine Spülung aus Wasser und Zitronensaft oder Apfelessig, die man nach dem Waschen über die Haare laufen lässt.
So werden die Haare weich und duftig.

Roggenmehl
Haarewaschen mit Roggenmehl klingt erstmal ein wenig seltsam, ist aber in letzter Zeit zu einer der beliebtesten NoPoo-Varianten geworden.
Die im Roggenmehl enthaltene Stärke reinigt die Haare, die Vitamine sowie Mineralien wie Eisen und Zink stärken und kräftigen das Haar. Viele dieser Inhaltsstoffe finden sich in abgewandelter Form auch in herkömmlichen Haarshampoos.
Die Anwendung ist simpel: Man muss einfach nur ein Schälchen voll Roggenmehl mit Wasser vermischen, bis eine cremige Paste entstanden ist. Die Paste verteilt man im Haar, lässt sie einen Moment einwirken und spült sie gründlich wieder aus.
Roggenmehl ist sanft zur Kopfhaut und macht die Haare wunderbar weich und leicht kämmbar. Außerdem fetten sie deutlich seltener nach.

Water only
Bei der »Water only«-Methode werden die Haare nur mit Wasser gewaschen und man verzichtet komplett auf Reinigungs- oder Pflegeprodukte.
Nach dem Waschen bürstet man die Haare mit einer weichen Bürste, um den körpereigenen Talg, das Sebum, in die Haare zu streichen. Anfangs ist das sehr ungewohnt und die Haare fühlen sich fettig an. Die Kopfhaut braucht eine Weile zur Umstellung und um die Talgproduktion zurückzufahren.
Durch chemische Zusätze in gewöhnlichen Shampoos wird die Kopfhaut stark strapaziert und ausgetrocknet, weshalb sie oft mit erhöhter Talgproduktion reagiert. Bei der »Water only«-Methode wird dieser Kreislauf durchbrochen und die Talgproduktion auf ein gesundes Maß zurückgefahren, was allerdings ein wenig Zeit braucht. Doch es lohnt sich, durchzuhalten, denn die Haare sind nach wenigen Wochen gesünder und weicher als je zuvor!
»Water only« ist übrigens für Babys und Kinder besonders geeignet, weil bei ihnen die Talgproduktion noch schwächer ausgeprägt ist als bei Erwachsenen.

Rasierhobel mit Pinsel und Seife

Körper

Zur Körperpflege nutze ich schon seit Jahren Seife, die ich überwiegend auf Mittelalter- und Bauernmärkten kaufe. Die Seifen riechen meist besser und liegen schön in der Hand, neben der Einsparung von Müll und Mikroplastik sind sie für mich also auch ein haptisches Vergnügen.
Ich habe natürlich auch schon selbst Seifen hergestellt; das ist zwar etwas aufwändig, macht aber Spaß und man kann sich die für den eigenen Hauttyp und die eigenen Duftvorlieben passende Seife selbst herstellen. Außerdem hält sie sehr lange und ist ein wunderbares Geschenk!

Deo kann man ganz einfach aus Kokosöl, Natron, Speisestärke – und nach Wunsch einem Duft – herstellen.
Die Variante zum Sprühen ist auf Wasserbasis und kann einfach in einen ausgedienten Deosprüher gefüllt werden.

Morgen geht es um Reinigungsmittel für Küche und Haushalt.

Tag 1 – Müll reduzieren

Tag 2 – Plastik vermeiden

Tag 3 – Bewusst einkaufen

Tag 4 – Reparieren

Tag 5 – Leihen und tauschen

Tag 6 – Selber machen I: Lebensmittel

Noch mehr Tipps und Tricks sowie ausführliche Hintergrundinfos findet ihr im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

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Selber machen I: Lebensmittel – #11StepsChallenge Tag 6

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Herzlich willkommen zum sechsten Tag der #11StepsChallenge!

Heute beginnt die dreitägige »Selbermacher«-Reihe.

Mit ein bisschen Fantasie und guten Rohstoffen lässt sich vieles von dem, was wir gedankenlos kaufen, selbst herstellen. Marmelade steht ganz weit oben auf der Selbermacher-Liste, aber auch die Zubereitung von Schokocremes, herzhaften Aufstrichen und sogar Ketchup, Mayonnaise und Gemüsebrühe ist ein Kinderspiel.

Süße Brotaufstriche

Die Klassiker unter den selbstgemachten Brotaufstrichen sind Marmeladen und Konfitüren, aber auch Gelees.
Während der Saison kann man Obst nach Lust und Laune verarbeiten und in großen Mengen kaufen, sofern man nicht selbst anbaut. Für Marmeladen kann man auch nicht mehr ganz so hübsches Obst verwenden, das man häufig noch billiger bekommt.
Im Winter, oder wenn man gerade kein Obst zur Verfügung hat, kann man aus Säften Gelee zubereiten.

Viele Nuss-Nougat-Cremes sind wegen ihres teilweise hohen Gehalts an Palmöl und Zucker in Verruf geraten.
Aus Zutaten wie gemahlenen Haselnüssen, Kokosöl, -milch oder -flocken, Honig oder Agavendicksaft oder Kakaopulver lassen sich leckere, günstige und gesunde Schokoaufstriche herstellen.
Die Zubereitung dauert meist nur wenige Minuten.

Marmeladenglas, Glas mit getrocknetem Gemüse

Herzhafte Aufstriche

Viele der Aufstriche aus dem Supermarkt enthalten weniger Gemüse und gesunde Zutaten, als der Name verspricht. Dabei ist es so einfach, eigene Aufstriche zu kreieren:
Mit einer streichbaren Basiszutat wie Frischkäse, Quark, Joghurt oder Butter/Margarine kannst du alle erdenklichen Zutaten vermischen und sie nach Lust und Laune würzen.

Wegen der Vielzahl an Anleitungen mit sehr unterschiedlichen Geschmacksrichtungen verzichte ich an dieser Stelle auf ein bestimmtes Rezept und ermuntere dich, einmal selbst im Internet zu forschen und dein Lieblingsrezept zu entdecken.
Viel Vergnügen!

Im Buch »11 Schritte ins Glück« bekommt ihr außerdem noch eine Anleitung zum Backen von Sauerteigbrot und eine für Gemüsebrühe.

Machst du Marmelade selbst? Hast du dafür ein Lieblingsrezept, oder bist du eher spontan und kreativ?

Morgen gibt es Tipps für Körperpflege und Kosmetik.

Tag 1 – Müll vermeiden

Tag 2 – Plastik reduzieren

Tag 3 – Bewusst einkaufen

Tag 4 – Reparieren

Tag 5 – Leihen und tauschen

Noch mehr Rezepte, Tipps und Anwendungsideen findet ihr im Ratgeber
11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger.

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Leihen und tauschen – #11StepsChallenge Tag 5

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#11StepsChallenge Tag 5, leihen und tauschen

Herzlich willkommen zum fünften Tag der #11StepsChallenge!

Gestern sprachen wir über das Reparieren von Gebrauchsgegenständen.
Es ist super, wenn man seinen alten Mixer wieder zum Laufen gebracht hat oder die Lieblingshose wieder anziehen kann.
Aber leider lässt sich nicht alles reparieren oder flicken, manche Dinge müssen einfach ersetzt werden – aber man muss sie trotzdem nicht neu kaufen.
Die #11StepsChallenge hat zum Ziel, Müll und Plastik zu reduzieren und sich von Unnötigem zu trennen.
Doch wie verhindere ich, dass ich mein Leben in den nächsten Wochen erneut zumülle und in zwei Jahren wieder da stehe, wo ich bis vor kurzem noch stand?

Was kann ich tun?

Hier hilft minimalistisches Denken:
Ich muss gar nicht alles selbst besitzen, denn viele Dinge kann ich ganz einfach ausleihen oder tauschen. Was mit Büchern, DVDs, Bohrmaschinen und Fahrrädern problemlos funktioniert, lässt sich auch auf Bügeleisen, Schnellkochtopf und Schlitten anwenden. Und man lernt seine Nachbarn besser kennen!
Für Baumaschinen, Großgeräte und kleine Gartenhelfer gibt es Mietstationen, in vielen Städten ist Car-Sharing weit verbreitet, aber auch medizinische Geräte und Hilfsmittel kann man in Apotheken oder bei Krankenkassen mieten oder leihen.
Leihen schont den Geldbeutel und verhindert unnötigen Besitz.

Tausche Wolle gegen Stoff

Wie wäre es, einfach mal mit der Freundin ein paar Kleidungsstücke zu tauschen, vielleicht auch nur zeitweise?
Im Internet gibt es spezielle Plattformen wie Kleiderkreisel und Mamikreisel, auf denen Kleidung, Schmuck und Accessoires getauscht, verschenkt oder verkauft werden können.
Du hast zu- und deine Freundin abgenommen? Tauscht doch einfach, statt euch neu einzukleiden!
Du brauchst beruflich ein Faxgerät, deinem Bruder ist sein All-in-one-Gerät dann doch zu viel, ihm reicht ein einfacher Drucker? Frag doch mal, ob er tauschen möchte.

Mit meinen Freundinnen tausche ich oft Kleidung; viele Stücke, die einer von uns nicht mehr passen oder gefallen, werden von einer anderen mit Freude getragen. Manchmal hängen ja sogar gemeinsame Erinnerungen daran … :)

Wie macht ihr es: Kauft ihr Kleidung oder Werkzeuge lieber neu, oder leiht oder tauscht ihr auch?

Morgen beginnt die dreitägige »Selbermacher-Reihe«!

Tag 1 – Müll reduzieren

Tag 2 – Plastik vermeiden

Tag 3 – Bewusst einkaufen

Tag 4 – Reparieren

Mehr Tipps und Tricks findet ihr im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“

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Reparieren – #11StepsChallenge Tag 4

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#11StepsChallenge Tag 4, reparieren

Herzlich willkommen zum vierten Tag der #11StepsChallenge!

Hand aufs Herz: Wann hast du zuletzt etwas repariert?

Zugegeben: Der Berg zu flickender Wäsche wächst bei mir eher, als zu schrumpfen. Trotzdem setze ich mich ab und zu hin und nähe eingerissene Knie an Hosen und Strumpfhosen zusammen oder stopfe Löcher in Socken und T-Shirts. Nicht immer schön, aber immerhin funktionell.

Viele Kleidungsstücke sind dermaßen billig, dass sich das Stopfen und Flicken manchmal wirklich kaum noch lohnt, denn sie gehen ohnehin nach kürzester Zeit wieder kaputt. Hier wäre ein Umdenken in Richtung hochwertigerer Kleidung wünschenswert, denn je weniger Klamotten man kauft, desto weniger Müll produziert man (auf die Herstellungsbedingungen möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, das würde den Rahmen sprengen).

Leider sind auch viele Elektrogeräte nicht mehr für ein langes Leben gebaut und lassen sich nur schwer oder gar nicht reparieren. Oder man weiß schlicht nicht, wie.

Was kann ich tun?

In vielen Städten gibt es »Repair-Cafés«. Dort kann man mit seinem Elektrogerät hingehen und unter fachkundiger Anleitung versuchen, es wieder zum Laufen zu bringen.
Repair-Cafés werden oft von Senioren geleitet oder initiiert. Sie wissen häufig noch den Wert der Dinge zu schätzen, haben in ihrem Leben schon ziemlich viel repariert und geflickt und können Wissen und Erfahrung an jüngere Generationen weitergeben. Viele haben in ihrem Berufsleben in handwerklichen Berufen gearbeitet oder sind einfach begabte Tüftler. Außerdem trifft man dort nette Leute mit einer vergleichbaren Lebenseinstellung und kann sein nachhaltiges Netzwerk weiter ausbauen.
Wer kein Repair-Café in der näheren Umgebung hat, kann auch auf Video-Tutorials zurückgreifen. Für beinahe jedes Problem findet man im Internet eine Lösung.

Habt ihr schon mal Video-Anleitungen zurate gezogen?

Morgen geht es ums Leihen und Tauschen.

Tag 1 – Müll reduzieren

Tag 2 – Plastik vermeiden

Tag 3 – Bewusst einkaufen

Mehr Tipps und Tricks findet ihr im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

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Bewusst einkaufen – #11StepsChallenge Tag 3

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#11StepsChallenge Tag 3, bewusst einkaufen

Herzlich willkommen zum dritten Tag der #11StepsChallenge!

Bisher ging es um die Reduzierung von Müll und die Vermeidung von Plastik.
Heute gehen wir einen Schritt zurück, nämlich zu unserem Kaufverhalten.

Etwa 70% unserer Kaufentscheidungen treffen wir spontan und emotional – trotz Einkaufszettel.
Wenn wir etwas kaufen, das wir uns wünschen oder etwas, das wir brauchen (oder zu brauchen glauben), wird unser Belohnungszentrum angesprochen. Es schüttet Dopamin aus, was Glücksgefühle in uns auslöst. Das Gleiche passiert beim Sex, bei einem guten Essen, beim Anblick eines lächelnden Babys oder beim Sport. Wir alle kennen diese Gefühle, und wir wollen sie erleben. Sie sind der Motivator für fast all unsere Handlungen (denn mal ehrlich: Würde man sich ohne dieses anschließende Glücksgefühl morgens um sieben bei Nieselregen in Joggingklamotten um den Baggersee quälen?).
Deshalb kennen auch die meisten von uns Frustshopping oder Frustschokolade und den Wunsch, sich mit einem guten Essen, einem neuen Buch oder der lang ersehnten bunten Tasche zu belohnen. Wir sind also quasi »Dopamin-Junkies«.
Und besonders leicht, zumindest im Vergleich zum morgendlichen Joggen, bekommen wir unsere Droge beim Einkaufen.

Jeder Sinnesreiz, der aktiviert wird, beeinflusst unsere Wahrnehmung, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.
Deshalb spielen beim Einkauf nicht nur die Anordnung der Artikel und ihr Preis eine Rolle, sondern das ganzheitliche Erlebnis: die Zusammenstellung der Farben, die Temperatur im Laden, angenehme Gerüche, ansprechende Musik und zur Jahreszeit oder zum Kaufanlass passende Dekoration. Wir werden in Kauflaune gebracht, ohne dass wir es merken.

Was kann ich tun?

Es hilft sehr, sich dieser Mechanismen bewusst zu sein und einen Schritt zurückzutreten. Brauche ich dieses Produkt wirklich, oder glaube ich nur, es zu brauchen?

Smarticular haben ein sehr schönes Schaubild estellt, nämlich die sogenannte »Konsumpyramide«, nach der man sich gut richten kann:

Der Kauf neuer Produkte steht also erst an letzter Stelle, vorher sollte man Dinge reparieren, leihen, tauschen oder gebraucht kaufen.
Das spart nicht nur viel Geld, sondern auch jede Menge Ressourcen.
Und weil ein Bild mehr sagt als tausend Worte, lasse ich die Grafik von Smarticular (deren Seite ich euch übrigens wärmstens empfehle!) einfach wirken.

Wie sieht euer Konsum aus?
Wo liegen eure wunden Punkte?

Morgen geht es ums Reparieren.

Tag 1 – Müll reduzieren

Tag 2 – Plastik vermeiden

Noch mehr Tipps und Tricks findest du im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

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Plastik vermeiden – #11StepsChallenge Tag 2

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#11StepsChallenge Tag 2, Plastik vermeiden

Herzlich willkommen zum zweiten Tag der #11StepsChallenge!

Gestern ging es um die Reduzierung von Müll, heute wenden wir uns ganz konkret dem Plastik zu.
Kunststoffe haben unbestreitbar Vorteile und sind an einigen Stellen auch wirklich eine gute Alternative.
Aber: nicht in dem Ausmaß wie bisher.

Im gesamten Sport- und Outdoorbereich sind leichte und schnell trocknende Kunststoffe ein Gewinn, denn niemand wird heutzutage mit einem Rucksack aus Loden oder Leder losziehen und ein Zelt aus schwerem Segeltuch durch die Gegend wuchten.
Doch für den Alltag und einen Spaziergang in der Stadt sind atmungsaktive und wetterfeste Materialien überflüssig, und je häufiger sie getragen und gewaschen werden, desto mehr Mikropartikel geben sie in das Wasser und die Umwelt ab.
Leider enthalten sehr viele Kleidungsstücke Kunststoffe, die durch Waschmaschine, Trockner und Abrieb in der Umwelt landen. Bis zu einem Drittel der Mikroplastikpartikel im Meer kommt aus unserer Kleidung!

Was kann ich tun?

Deshalb ein paar Tipps bei der Kleidung:

  • auf die Materialien achten (Fleecejacken sind purer Kunststoff!)
  • nicht alles muss nach dem Tragen gewaschen werden, manchmal reicht auch auslüften
  • funktionale Outdoorkleidung ist im Alltag oft überdimensioniert

Das Bewusstsein für Mikroplastik in Kosmetik ändert sich, auch die Gesetzgebung passt sich dem an. Das ist ein guter Fortschritt, und an Tag 7 der #11StepsChallenge zeige ich euch, welche Körperpflegeprodukte ihr mit wenigen Zutaten ganz einfach selber machen könnt.
Doch Obacht!
Da es keine einheitliche Definition von Mikroplastik gibt, können Hersteller jederzeit behaupten, ihr Produkt sei frei von Mikroplastik, auch wenn das gar nicht stimmt.
Greenpeace hat eine Liste der bedenklichen Zutaten erstellt:

Außerdem helfen Apps bei der Auswahl der richtigen Kosmetik.

Plastik finden wir zuhauf in unseren Küchen, Badezimmern, Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmern. Für sehr viele Produkte gibt es plastikfreie Alternativen.
Zur Vorratshaltung loser Lebensmittel nutzen wir Marmeladen- oder Gurkengläser, unterwegs kommen Saucenfläschchen als Trinkflaschen zum Einsatz (evtl. mit Stoff umwickelt, damit sie nicht so leicht zerbrechen), auch die selbst gemachte Kosmetik bewahren wir in Schraubgläsern auf. Schulbrote kann man statt in Plastik- auch in Edelstahldosen packen.
Vor allem in den Kinderzimmern findet sich viel Plastikschrott, der noch dazu schnell kaputtgeht. Hier helfen ein kritischer Blick und auch die Hinterfragung der Einkaufs- und Schenkgewohnheiten.

plastikfreies Pausenbrot

Auf das bewusste Einkaufen werde ich morgen, an Tag 3, noch genauer eingehen.

Wie ist es bei euch?
Seid ihr euch des vielen Plastiks in eurer Umgebung bewusst?
Habt ihr schon angefangen, Plastik zu reduzieren?
Erzählt doch mal!

Tag 1 – Müll reduzieren

Mehr Tipps und Tricks findet ihr im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

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Müll reduzieren – #11StepsChallenge Tag 1

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#11StepsChallenge Tag eins: Müll reduzieren

Herzlich willkommen zum ersten Tag der #11StepsChallenge!

Beginnen wir gleich mit dem Hauptthema: Müll reduzieren.
Denn alles, was in den nächsten Tagen noch passiert, hat die Reduktion von Müll zum Ziel.
Wir alle kennen die Bilder und Videos von den schwimmenden Plastikinseln im Meer. Die meisten von uns glauben, dass das »fremder« Müll ist und nicht der eigene. Doch leider sorgt ein florierender Müll-Markt dafür, dass unser sorgfältig getrennter Verpackungsmüll über die Weltmeere geschifft wird und im schlimmsten Fall eine ganz eigene Insel bildet.
Niemand kann sicher sagen, dass es nicht der eigene Müll ist, an dem die Tiere auf den traurigen Bildern verendet sind.

Oft höre ich von Leuten, dass sie die Verantwortung für die Berge aus Verpackungsmüll allein an die Hersteller abschieben. Das ist zum großen Teil natürlich richtig, trotzdem ist es nicht die alleinige Wahrheit. Denn auch wir tragen mit unserem Konsumverhalten deutlich zu dem Problem bei.
Dabei ist es gar nicht so schwer, bewusster einzukaufen.

Was kann ich tun?

Obst und Gemüse kann man meist lose kaufen. Zum Abpacken braucht man keine Plastiktüten, sondern kann eigene Netze dafür verwenden. Die kann man entweder schon fertig kaufen (teilweise sogar in der Obstabteilung der Supermärkte, schaut euch einfach mal um!) oder von zu Hause mitbringen. In der Regel wiegen sie nicht viel, sodass sie bei der Preisberechnung keine große Rolle spielen.
Ich selbst nutze alte Wäschenetze, man kann aber auch aus z.B. Gardinen eigene Netze nähen.

Käse und Wurst kaufe ich an der Theke.
In immer mehr Geschäften kann man sich die Ware in mitgebrachte Behälter umfüllen lassen, man muss nur mal freundlich nachfragen. Das Bewusstsein ändert sich zunehmend, eine regionale Supermarktkette in Südwestfalen (Dornseifer) wirbt sogar eigens dafür.
Darüber hinaus bestehen die Umverpackungen oft aus nur zwei Komponenten (Papier und dünne Folie), die man leicht voneinander trennen kann. Käseverpackungen zum Wiederverschließen bestehen aus so vielen miteinander verschweißten Komponenten, dass man sie nicht mehr recyclen kann.
Außerdem gibt es an der Theke meist Sonderangebote, sodass der Einkauf dort häufig billiger ist als aus dem Regal.

Dann gibt es natürlich noch die Klassiker: Wochenmarkt, Bioladen und Hofladen.
Da konnte man schon immer verpackungsarm einkaufen und die Lebensmittel in mitgebrachte Behälter oder Taschen füllen lassen.
In den letzten Jahren gibt es in immer mehr Städten sogenannte Unverpackt-Läden, in denen viele Produkte lose und zum Abfüllen angeboten werden. In meiner Heimatstadt Siegen ist der Unverpackt-Laden gerade in der Entstehung, weitere Fortschritte findet ihr zum Beispiel auf der Facebook-Seite Unverpackt Siegen: Klick.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in die Möglichkeiten der Müllreduzierung beim Lebensmitteleinkauf, aber sie helfen merklich.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Was klappt bei euch gut, wo seht ihr für euch noch Verbesserungspotenzial?

In Teil 2 geht es um die Vermeidung von Plastik.

Buchcover 11 Schritte ins Glück

Mehr Tipps und Tricks findet ihr im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

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11 Schritte ins Glück – die #11StepsChallenge

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Vom 07.-18. März werde ich euch jeden Tag einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit aufzeigen.

Hier im Blog, auf meiner Facebook-Seite, bei Twitter und in meinen Instagram-Storys.
Ich freue mich sehr, wenn ihr euch selbst mit Bildern oder Beiträgen beteiligt, wenn ihr den Hashtag nutzt und weiterverbreitet, sodass wir einander gegenseitig unterstützen und mit guten Ideen inspirieren können.

Denn gemeinsam sind wir stark!

#11StepsChallenge

Tag 1 – Müll reduzieren

Tag 2 – Plastik vermeiden

Tag 3 – Bewusst einkaufen

Tag 4 – Reparieren

Tag 5 – Leihen und tauschen

Mehr Tipps und Tricks und vor allem jede Menge Hintergrundinfos gibt es „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

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Die Coverentwürfe für den neuen Siegerland-Krimi sind da!

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Hach, ich würde das Cover für meinen nächsten Siegerland-Krimi am liebsten schon überall zeigen, aber das geht aus verschiedenen Gründen noch nicht.


Einer davon ist, dass ich mich nicht zwischen zwei Entwürfen entscheiden kann.
In meiner Facebook-Gruppe „Siegerland-Krimis“ – und damit in einem halbwegs persönlichen Rahmen – werde ich sie allerdings in den nächsten Tagen zur Auswahl stellen und ihr dürft dann abstimmen, welche Variante euch besser gefällt.
Ihr könnt gern jederzeit der Gruppe beitreten, ich freue mich immer auf neue Leute. Wer nicht bei Facebook ist, hat leider ein bisschen Pech und muss warten, bis die Entscheidung getroffen ist.
Bevor dann alles ganz öffentlich wird, zeige ich das Cover aber schon im nächsten Newsletter. Der wird demnächst noch unbenannt, weil „Newsletter“ irgendwie aufdringlich und nach Werbung klingt.
Aber eigentlich ist er eine Art digitales Magazin und ich finde, das sollte sich auch im Namen niederschlagen.
Abonnieren könnt ihr ihn aber natürlich nach wie vor unter dem Namen „Krimi-Newsletter“. Einfach hier: Klick.

Wir lesen uns!

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Netphener Keltenweg

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@keltenweg

Der Keltenweg bei Netphen


An einem der letzten heißen Tage im ewigwährenden Sommer 2018 habe ich mir den Netphener Keltenweg vorgenommen.
Der Weg ist 15,1 km lang und bekommt in meinem Wanderführer 3,5 von 4 Punkten für den Anspruch – was ich im Nachhinein genauso bewerten würde.

Parkplatz Leimbachtal

Mein Startpunkt war der Wanderparkplatz im Leimbachtal, kurz hinter Netphen an der B 62. Die Muskulatur konnte ich direkt mit einem kurzen Anstieg aufwärmen, dafür hatte ich einen schönen Blick über das Leimbachtal im Oktobernebel.
Entlang des gut ausgeschilderten Weges erzählen immer wieder Tafeln vom Leben einer fiktiven Keltenfamilie, gezeichnet von Matthias Kringe, der auch die berühmten Dilldappen erschuf.
Wie im Siegerland üblich, führt der Weg auf breiten Pfaden durch die Wälder und ab und an erwischt man tolle Ausblicke.

Mein Frühstück nahm ich nach dreieinhalb Kilometern an einer Keltentafel ein – und wie man sieht, kommt man von hier aus auch nach Santiago de Compostela und Avalon … ;)
Nach einem weiteren kurzen Anstieg und einer ungeplanten Extrarunde ging es erstmal wieder mehr als zwei Kilometer bergab nach Afholderbach. Dort lohnt sich eine Verschnaufpause, denn der Weg auf die Alte Burg hat es in sich. Fast 300 Höhenmeter wollen überwunden werden, meist auf breiten befestigten Wegen, später dann auf schmalen Pfaden durch den Wald.

 

Alte Burg

Auf der Kuppe des Berges (633 m) befindet sich eine alte keltische Wallanlage (aus der La-Tène-Zeit, etwa 500 v. Chr.); zwei Wälle sind deutlich sichtbar und müssen überwunden werden, um das Plateau mit einem wunderschönen Buchenwald zu erreichen. Dieser war im Herbst besonders hübsch, allerdings finden sich dort viele unschöne Zivilisationsspuren: Beinahe jede Buche wurde eingeritzt, was ich sehr schade finde.
Nach kurzer Verschnaufpause ging es in Richtung Eschenbach bergab. Etwas abseits des Weges gibt es einen wunderschönen Aussichtspunkt auf die Obernau-Talsperre, die wegen des trockenen Sommers sehr wenig Wasser führte. Im weiteren Verlauf öffnete sich der Wald und überraschte mich mit einem grandiosen Panoramablick auf die Talsperre und das umgebende Netpher Land. Ich ärgerte mich maßlos, dass ich ausgerechnet an diesem Tag das Fernglas vergessen hatte und dass ich nur Handyfotos machen kann, denn der Bereich unterhalb der Alten Burg ist prädestiniert für tolle Panorama-Bilder.

Schöne Geste

Ein paar Meter weiter musste ich dann vor lauter Glück laut loslachen: Am Weg stand eine Ruhebank, ausgestattet mit Gästebuch, Pflastern, Taschentüchern, Bonbons zur Stärkung, einem Gästebuch – und einem Fernglas!
Sollte der mir unbekannte »Bankspender« irgendwann mal auf dieser Seite landen: Herzlichen Dank für diese tolle Geste, sie macht diesen Ort zu etwas ganz Besonderem!
Der Abstieg nach Eschenbach war danach ein Kinderspiel, und der Weg zurück zum Parkplatz führte mittels Treppe sogar über eine Kuhweide – in den Alpen üblich, hier im Siegerland eher ungewöhnlich.

Fazit

Für mich war es bisher der anstrengendste Wanderhöhepunkt entlang des Rothaarsteigs, aber die Ruhe des Buchenwaldes auf der Alten Burg sowie die teilweise grandiosen Ausblicke auf das Netpher Land sind die Anstrengung definitiv wert.

 

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