Lesung und Vortrag in Hilchenbach

Teile diesen Beitrag
Lesung und Vortrag in Hilchenbach, 26.6.19 um 19 Uhr

Mittwoch, 26. Juni 2019 – 19 Uhr

Buchhandlung Bücher buy Eva
Am Markt 5
57271 Hilchenbach

Kontakt:
02733 7420
info@buecherbuyeva.de

In dem Vortrag geht es natürlich um Minimalismus, Zero Waste, plastikfrei und Nachhaltigkeit ganz allgemein.

Neben vielen Hintergrundinformationen werde ich auch Material mitbringen und vorstellen, mit dem ihr ganz einfach eure Umstellung beginnen könnt.
Mein Augenmerk liegt dabei auf den kleinen Schritten und dem, was man ganz bequem im Alltag umsetzen kann.
Denn jeder Schritt ist wichtig!

Eintritt: 8 Euro

Teile diesen Beitrag

Caminho Portugues – Tag 2

Teile diesen Beitrag

Vom Campingplatz Angeiras über Vila do Conde nach Rates

Atlantikküste mit Sandstrand und Holzsteg

Meine erste Nacht als Pilgerin war leider ganz furchtbar.
Weil der Bungalow nicht isoliert war, fror ich wie der sprichwörtliche Schneider. Mein Sommerschlafsack war viel zu dünn, denn an der Atlantikküste sind die Nächte auch im Mai noch empfindlich kalt. Außerdem war irgendwo in der Nähe ein Open-Air-Konzert, denn bis 2:30 Uhr waren Musik und Jubel zu hören. Ich konnte erst schlafen, als draußen Ruhe herrschte und ich sowohl meine Sporthose als auch eine Jacke im Schlafsack angezogen hatte.

Tag 2 auf dem Caminho Portugues - von Angeiras über Vila do Conde nach Rates
Holzstege, kilometerweit

So kam ich dann immerhin auf etwa drei Stunden Schlaf. Erholsam ist jedenfalls etwas Anderes und im Nachhinein frage ich mich, ob der folgende Tag mit mehr Erholung besser geworden wäre.
Da es erst ab sieben Uhr Frühstück gab, konnte ich mir ausreichend Zeit beim Rucksackpacken lassen. Hier hatte ich definitiv noch Optimierungsbedarf, schließlich musste alles, was ich mithatte, irgendwie reinpassen, das Gewicht sollte gut verteilt und obendrein auch noch das Wichtigste griffbereit sein.
Dass der Kaffee in Portugal lecker sein soll, war mir schon zu Ohren gekommen. Aber dass er so lecker ist, hatte ich nicht erwartet. Schon nach der ersten Tasse fragte ich mich, wie ich jemals wieder die Plörre in Deutschland trinken sollte (Spoiler: Es geht, aber ich suche noch nach dem ultimativen Rezept).

Holzstege

Die ersten beiden Stunden am Meer waren fantastisch.
So früh am Morgen waren nur wenige Menschen unterwegs, die Luft war frisch und noch nicht zu heiß, das Meer brandete gegen das Ufer und die bizarren Felsformationen waren ein wahrer Augenschmaus.

Atlantikküste: Sandstrand mit Holzsteg
Zwischen Angeiras und Vila do Conde

Doch je später es wurde, desto voller war auch der Weg. Immer wieder musste ich Joggern und Radfahrern ausweichen, die Sonne brannte, und irgendwie reichte es langsam mal mit den Holzstegen.
Der Caminho Portugues hat zwei Hauptstrecken: Die noch relativ neue Variante da Costa, auf der ich mich gerade befand, und den »alten Weg«, den Camino Central im Landesinneren. Es gibt mehrere Möglichkeiten, von der Küstenvariante auf den zentralen Weg zu wechseln. So faszinierend die Atlantikküste auch war, so interessierte mich doch das Landesinnere mehr und ich erwartete größere Abwechslung entlang des Weges und unter den Sohlen.

Also entschied ich, in Vila do Conde auf den Camino Central zu wechseln.
Doch vorher wollte ich mich noch gebührend von der Küste verabschieden und ging in ein Café, um bei einem schönen Kaffee noch einmal sinnierend auf den Atlantik zu blicken. Doch wer saß bereits dort? Birgit!
Wir beschlossen, den Weg in Richtung Rates gemeinsam zu suchen. Draußen vor dem Café saßen auch noch Regina, Marianne und Heike, meine pfälzischen Tischnachbarinnen vom Vorabend. Irgendwie fühlte es sich gut an, in der Fremde immer wieder auf bekannte Gesichter zu treffen.

Asphalt

In Vila do Conde teilte sich der Weg: Links ging es weiter an der Küste, rechts in Richtung Landesinneres. Soweit die Theorie.
Die Praxis war weniger einfach, denn direkt im ersten größeren Ort lernte ich ein Problem kennen, das sich bis einschließlich Santiago weiterführen sollte: In Städten fehlen Pfeile.
Außerorts gibt es so viele Markierungen, dass man sich eigentlich kaum verlaufen kann (hüstel, dazu später mehr), innerorts, wo die Pfeile wirklich wichtig wären, fehlen sie größtenteils.

Aqueduto de Santa Clara in Vila do Conde
Aqueduto de Santa Clara in Vila do Conde

Mittlerweile waren wir zu dritt und nahmen nicht nur den gelben und den roten Wanderführer zu Hilfe, sondern auch noch eine App. Nach anfänglicher Verwirrung fanden wir dann tatsächlich den richtigen Weg, und von da an lief wieder jede für sich.
Die Strecke zog sich. Die Sonne brannte. Die Portugiesen waren schreckliche Autofahrer. Der Weg führte durch ein Industriegebiet. Es wurde immer heißer. Ich wünschte mir die Holzstege zurück, um nicht Kilometer um Kilometer auf Asphalt laufen zu müssen. Immer wieder musste ich mich mit meinem Rucksack an Hauswände oder Mauern pressen, um nicht mit 70 km/h umgenietet zu werden. Die zahlreichen Warnhinweise entlang des Weges beeindruckten die Autofahrer jedenfalls nicht.

„Busy road“

Ach, hatte ich schon erwähnt, dass es heiß war?
Es war furchtbar. Kein Ort, keine Menschen, kein Café, dafür Autofahrer im Kamikazemodus auf Straßen ohne Gehwege. Warum nur waren so viele Menschen im Internet so begeistert von diesem Weg? War ich vielleicht einfach von meiner Mittelgebirgsheimat verwöhnt? Kannten die anderen womöglich keine besseren Wege?

Kopfsteinpflaster

Der überhitzte Asphalt unter meinen Füßen wurde nur vom berühmt-berüchtigten Kopfsteinpflaster abgelöst.
Die Hitze, die rücksichtslosen Autofahrer und die wenig ansprechende Streckenführung machten mich mürbe und ich wollte nur eines: ein Bett. Ich würde sogar ein teures Hotelzimmer nehmen, damit dieser Tag endlich ein Ende hätte. Nur noch über diese Autobahnbrücke, dann würde ich das erstbeste Bett in Arcos nehmen.
Aber wie war das noch mit den Plänen?
Hinter einer Biegung sah ich auf einmal Pilger aus einem Waldstück kommen. Der Camino Central! Menschen mit Rucksack, Pilgerhut und Wanderstöcken spazierten gut gelaunt auf einem Feldweg, und irgendwie sahen sie deutlich entspannter aus, als ich mich fühlte. Als dann auch noch die langweiligen aufgemalten gelben Pfeile durch glänzende Kacheln mit Jakobsmuschel ersetzt wurden, konnte ich auf einmal ungeahnte Kräfte freisetzen.
Ein Ehepaar aus Kalifornien begleitete mich noch von Arcos bis nach Rates, ich konnte mein Englisch ein wenig aufpolieren und bemerkte kaum, wie sich Kopfsteinpflaster und Asphalt abwechselten.

Zitronenbaum hinter alter Mauer
Duftende Zitronenbäume

Diese 5 km fühlten sich mehr nach Pilgern an als alles, was ich bis dahin auf dem Weg erlebt hatte. Als ich dann endlich nach 25 km die öffentliche Herberge in Rates erreichte, war ich den Tränen nahe. Auf die körperliche Erschöpfung folgte ein wunderbarer, herzlicher Empfang und ich spürte erstmals so etwas wie »Pilgerfeeling«.
Die elf Betten in dem Schlafsaal sah ich als Herausforderung an und freute mich erstmal auf die Dusche und ein kühles Bier. Birgit war schon längst da, wir tranken Bier und aßen Oliven im Innenhof der Herberge und gingen später zu sechst ein Pilgermenü essen. Anschließend saßen wir noch bis nach Einbruch der Dunkelheit im Innenhof, quatschten, lachten, blödelten und ich lernte wieder neue Leute kennen.
Ich ahnte, dass Pilgern doch etwas anderes war, als in der Mittagshitze auf langweiligen Straßen zu laufen.

Teile diesen Beitrag

Der Caminho Portugues – Teil I

Teile diesen Beitrag

Heute vor einem Monat flog ich von Köln nach Porto, um das wunderbare Abenteuer Jakobsweg zu starten.

@caminhoPortuguesTag1


Elfeinhalb Tage lang bestand mein Alltag nur aus walk, eat, sleep, repeat – immer auf der Suche nach den gelben Pfeilen, die mir den Weg wiesen.
Zwölf Mal stand ich morgens auf, zog mich an, rollte meinen Schlafsack zusammen, schnallte meinen Rucksack auf und ließ mich von gelben Pfeilen und Jakobsmuscheln auf blauem Grund durch Portugal und Galicien führen.
Zwölf Tage lang lief ich bei angenehmen Temperaturen, aber auch bei sengender Hitze und im strömenden Regen von Herberge zu Herberge und von Kilometerstein zu Kilometerstein.
Zwölf Abende verbrachte ich mit netten Menschen, gutem Essen, kühlem Bier und interessanten Gesprächen, ehe ich müde und zufrieden in meinen Schlafsack krabbelte.
Zwölf Nächte gelang es mir, mit Schlafbrille und Ohropax in Mehrbettzimmern zu schlafen, obwohl es im Schlafsack entweder zu heiß oder zu kalt war.

Tag 0: Wer braucht schon Pläne?

Freitagnachmittag landete mein Flieger in Porto.
Es war mein erster Flug und, wenn ich ehrlich bin, nicht unbedingt ein Highlight meines bisherigen Lebens.

@HafenPorto
Hafen Porto mit Ponte Dom Luis I.

Doch die Altstadt von Porto und das anstehende Abenteuer Jakobsweg ließen den Flug schnell vergessen.
Zur Einstimmung auf den Camino buchte ich lange im Voraus ein Bett in einem Viererzimmer in einem Hostel in der Altstadt, unmittelbar am Hafen bei der weltberühmten Brücke Ponte Dom Luis. Jedes Bett hatte einen Vorhang sowie Steckdose und Licht, sodass es trotzdem noch ein wenig Intimsphäre gab.
Den Nachmittag und den Abend verbrachte ich damit, durch die Altstadt zu spazieren, die ausgelassene Stimmung am Hafen zu genießen und die erste – und wichtigste! – Lektion meines Camino zu lernen: Pläne sind in Ordnung – man muss sich aber nicht dran halten.

@Porto bei Nacht
Porto bei Nacht

Eigentlich wollte ich meinen ersten Tag auf dem Camino mit dem ersten Stempel in meiner Credencial beginnen. Das Pilgerbüro in der Kathedrale in Porto öffnet morgens um neun Uhr, und nach dem offiziellen Startschuss wollte ich mit der historischen Straßenbahn bis an den Atlantik fahren und von dort aus grob in Richtung Santiago laufen.
Da ich aber schon am Freitag bei meinen Stadtspaziergang mehrmals an der Kathedrale vorbeikam, holte ich mir den Stempel schon vorher.
Dadurch konnte ich am Samstag direkt die erste Tram um neun Uhr zur Küste nehmen. Obwohl diese Bahn immer sehr voll sein soll, war um diese Uhrzeit noch wenig los und alle bekamen einen Sitzplatz. So schaukelten und quietschten wir also Richtung Atlantik, immer vorbei am Duoro, an Häusern, Palmen, Schiffen, Autos – und jeder Menge Pilgern. In diesem Moment war ich froh, mich für die Variante mit der Bahn entschieden zu haben, um diese 5 km zwischen Straßen und Schienen abzukürzen.
Dass in dieser Bahn drei Pilgerinnen saßen, mit denen ich noch viele besondere Augenblicke auf dem Camino teilen würde, ahnte ich in diesem Moment nicht.

Tag 1: Portos Atlantikküste

Die Ankunft am Atlantik war der Hammer.
Anders kann ich es nicht beschreiben, deshalb lasse ich lieber ein paar Bilder sprechen.

Während es in Siegen schneite, schien in Porto die Sonne und pfiff mir der Wind um die Ohren. Ich war sehr gespannt, was in den nächsten zwei Wochen auf mich zukommen würde. Zwischen den sportlichen und sommerlich gekleideten Portugiesen liefen immer wieder Pilger mit großen Rucksäcken auf der Promenade vor und hinter mir. Doch niemand wünschte mir »Bom Caminho«, wie ich es im Internet gelesen hatte. Vielleicht waren Pilger auf diesem Abschnitt einfach doch zu gewöhnlich, um sie weiter zu beachten.
Ich ging nicht besonders schnell und blieb immer wieder stehen, um Fotos zu machen oder besondere Momente zu genießen. Meine Mittagspause verbrachte ich auf einem Felsen mit Blick auf das Meer und fühlte mich frei, erwartungsfroh und auch ein klein wenig unsicher. Würde ich auch immer ein Bett finden? Was müsste passieren, um den Weg abzubrechen? Wie weit würde ich kommen und würde ich fit bleiben?
Santiago de Compostela war noch fast 250 km entfernt und ich hatte keine Ahnung, wie ich diese Distanz meistern sollte.

Überraschung auf dem Campingplatz

Nachmittags wurde es zunehmend beschwerlich, die Sonne knallte vom Himmel, der Wind ging mir auf die Nerven und ich hatte Angst, kein Bett mehr zu bekommen.
Nach etwa 20 km verließ ich in Angeiras den Weg, um mir das erste Mal auf dem Camino spontan einen Schlafplatz suchen. Das erwies sich allerdings als sehr viel einfacher als gedacht, denn der Rucksack mit der Pilgermuschel und die Credencial öffneten mir vom ersten bis zum letzten Tag viele Türen.
Auf dem Campingplatz konnte ich für elf Euro ein Bett in einem kleinen Bungalow mieten. An der Rezeption sagte man mir, dass man das zweite Bett an eine andere alleinreisende Pilgerin vermieden würden, falls noch eine käme.

Bungalow auf dem Campingplatz Orbitur Angeiras

Kein Ding, dachte ich mir und ging duschen und meine Klamotten waschen. Nach einem kalten Bier ging ich zum Restaurant, um dort mein erstes Pilgermenü zu mir zu nehmen. Gelesen hatte ich davon schon viel, entsprechend neugierig war ich.
Die meisten Tische waren entweder noch komplett leer oder schon voll belegt. An einem kleinen Tisch saßen drei Pilgerinnen, die mir schon an der Endhaltestelle der historischen Straßenbahn aufgefallen waren und Deutsch sprachen.
Ich setzte mich dazu, wir kamen ins Gespräch und tauschten unsere Reiseführer aus, da wir unterschiedliche Bücher besaßen (für Insider: Ich habe den roten Wanderführer, weiter verbreitet ist aber der gelbe). Plaudernd gingen wir zurück zu unseren Bungalows (wir waren quasi Nachbarinnen) und ich sah, dass in der Zwischenzeit das zweite Bett belegt war. Meine erste Frage an die Frau in meinem Alter war die nach der Sprache und siehe da: schon wieder eine Deutsche. Wie praktisch, da mein Englisch einigermaßen eingerostet ist.
Wir kamen ins Gespräch und als ich erzählte, dass ich das erste Mal in meinem Leben überhaupt geflogen war, stutzte mein Gegenüber und fragte mich: »Bist du Melanie?«
Ich nickte verwundert und überlegte, wem ich denn schon meinen Namen verraten hätte. Mir fielen eigentlich nur die drei Pfälzerinnen vom Abendessen ein, aber das passte irgendwie nicht.
»Ich bin Birgit von Facebook!«
Lachend fielen wir uns in die Arme und ich lernte die nächste Lektion: Kein Zufall ist so abwegig, dass er nicht doch eintreten kann.
Birgit und ich sind in der gleichen Facebook-Gruppe über den Caminho Portugues und sie schickte mir vor einiger Zeit eine Freundschaftsanfrage, da wir zur gleichen Zeit unterwegs sein würden. Normalerweise nehme ich gar keine Freundschaftsanfragen von Fremden an, wegen des Weges habe ich aber eine Ausnahme gemacht.
Und dann landet von all den vielen Menschen auf dem Caminho Portugues ausgerechnet Birgit in meinem Bungalow!
So fand ich gleich am ersten Tag Gefährtinnen, die mich noch eine ganze Weile begleiten sollten.

Teile diesen Beitrag

MädelsKramMarkt in Siegen

Teile diesen Beitrag

Am kommenden Samstag, 13. April 2019, findet in Siegen der nächste MädelsKramMarkt statt – diesmal im Gebäude der ehemaligen Mayerschen Buchhandlung, also mitten in der Innenstadt!

Diesmal bin ich mit einem Bücherstand dabei und werde nicht nur meine Siegerland-Krimis verkaufen, sondern auch Restauflagen von Kurzkrimi-Anthologien sowie jede Menge Nachhaltigkeits-Ratgeber „11 Schritte ins Glück“.

Selbstverständlich signiere ich die Bücher auch, außerdem bin ich für Fragen oder „einfach so“ für euch da.

Und dass in einer Woche Ostern ist, wisst ihr ja, oder?
*lach*
Jedenfalls könnt ihr den ganzen Tag über ganz viel Selbstgemachtes, Eigenkreationen, leckeres Essen, Kreatives und Dekoratives bestaunen und kaufen.
Ich freue mich auf euch!


Teile diesen Beitrag

Nachhaltig leben – #11StepsChallenge Tag 11

Teile diesen Beitrag

Heute ist Tag elf der #11StepsChallenge und damit kommt auch mein letzter Beitrag.

Ich hoffe, ihr konntet etwas für euch mitnehmen und manche Themen vielleicht neu denken und wahrnehmen.
Die gesamte Challenge bleibt online und ist damit jederzeit zum Nachlesen – egal, wann man davon hört oder liest. Einfach den Hashtag anklicken.

Wie wichtig eine Kehrtwende in unserem Konsumverhalten ist, zeigt auch die #fridayforfuture-Bewegung. Es geht nicht nur um uns, sondern auch – und vor allem – um unsere Kinder und alle nachfolgenden Generationen.
Auch unsere Kinder müssen für nachhaltige Themen sensibilisiert werden – und wir sind ihre Vorbilder!

Natürlich muss vor allem die Politik mitziehen, aber wir alle, jede/r einzelne von uns, kann etwas tun. Jeder Schritt zählt!
Wenn man zwischendrin mal eine Flaute hat oder doch wieder zu viel Müll und Kram angesammelt hat: Macht nichts. Einfach die eigenen Fortschritte betrachten und weitermachen. Es ist nicht immer einfach, aber es wird uns an vielen Stellen leichter gemacht als noch vor ein paar Jahren: Es gibt immer mehr Unverpackt-Läden, viele Supermärkte reduzieren Umverpackungen oder verkaufen Wurst, Fleisch und Käse in mitgebrachten Behältern.
Es geht, und es geht voran!

Die meisten Themen konnte ich natürlich nur anreißen, aber wenn ihr euch für die Hintergründe und noch viel, viel mehr Tipps und Tricks interessiert, empfehle ich euch ganz eigennützig den Ratgeber »11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger«. Da findet ihr alles Wesentliche für den Einstieg und könnt vor allem immer offline nachschlagen, wenn ihr Input braucht oder Rezepte sucht.
Außerdem enthält er eine Linkliste und Hinweise auf nützliche Internetseiten.

Wie auch immer: Ich freue mich über jede/n der/die mitmacht und das Konsumverhalten verändert.

Ich bedanke mich ganz herzlich für euer Interesse an der Challenge und für eure Beiträge auf den unterschiedlichen Kanälen!

Tag 1 – Müll vermeiden
Tag 2 – Plastik reduzieren
Tag 3 – bewusst einkaufen
Tag 4 – Reparieren
Tag 5 – Leihen und tauschen
Tag 6 – Selber machen I: Lebensmittel
Tag 7 – Selber machen II: Körperpflege und Kosmetik
Tag 8 – Selber machen II: Reinigung und Haushalt
Tag 9 – Schwangerschaft und Kleinkindzeit
Tag 10 – Ausmisten und entrümpeln

Noch viel mehr Tipps, Tricks und Hintergründe findet ihr im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

Teile diesen Beitrag

Entrümpeln und ausmisten – #11StepsChallenge Tag 10

Teile diesen Beitrag

Herzlich willkommen zum zehnten Tag der #11StepsChallenge!

Na, habt ihr schon mal entrümpelt oder ausgemistet?
Und seid ihr weit gekommen?

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich einige Anlaufzeit brauchte, um mich von Dingen trennen zu können. Wirklich »klick« gemacht hat es erst, als nach mehrmonatigem Ausmisten im vergangenen Jahr ein neues Zimmer zur Verfügung stand.
Der Dachboden war – wie es wohl ziemlich typisch ist – randvoll mit Kisten gestellt. Es war so viel und unübersichtlich und wurde Jahr für Jahr mehr, dass ich gar nicht wusste, wo ich anfangen sollte.
Also habe ich mir erstmal eine Kiste vorgenommen. Und dann noch eine. Und noch eine – und versank im Chaos. Ein System musste her.
So habe ich mich mit den unterschiedlichen Declutter-, Entrümpelungs- und Ausmist-Methoden vertraut gemacht.

Eine davon ist das Drei-Kisten-System:

Räume eine Schublade, Schrank, Kiste oder Regal leer. Hol‹ alles raus!
So bist du gezwungen, jedes Teil in die Hand zu nehmen und ihm einen Platz zuzuweisen (wie bei Marie Kondo kannst du dich dann auch gerne bedanken).
Überlege dir gut, in welche der drei Kisten du den Gegenstand legen möchtest:

Kiste 1 für die Dinge, die du auf jeden Fall brauchst oder definitiv behalten willst.
Kiste 2 für die Dinge, die noch okay sind, die du aber nicht brauchst oder nicht mehr haben willst. Diese Dinge kannst du später verschenken oder verkaufen.
Kiste 3 für die Dinge, die kaputt, leer, verdorben oder aus anderen Gründen unbrauchbar sind.

Die Dinge in Kiste 1 bekommen nun einen Platz zugewiesen. Das ist wichtig, damit du beim Aufräumen immer weißt, wo etwas hingehört und du es nicht irgendwo ablegst, wo es Staub ansetzt.

Wichtig: Räume Kiste 2 möglichst schnell weg, damit du nicht Gefahr läufst, die aussortierten Dinge doch wieder hervorzuholen!

Kiste 3 kommt kompromisslos in den (sortierten) Müll.

So kannst du dich durch die einzelnen Räume arbeiten. Das dauert zwar eine Weile, aber nach einiger Zeit hast du Übung im Wegwerfen und es wird dir immer leichter fallen.

Den frei gewordenen Raum auf dem Dachboden haben wir übrigens ausgebaut und hergerichtet, und jetzt habe ich endlich ein eigenes Zimmer und einen Rückzugsraum nur für mich.
Außerdem fällt es mir seitdem viel leichter, auch die anderen Ecken und Zimmer zu entmüllen und mich von Dingen zu trennen.

Das Schönste aber ist: Wir haben jetzt mehr Platz, mehr Zeit und mehr Ruhe.
Das Aufräumen und Saubermachen geht mit weniger Kram viel schneller und die gesamte Familie ist entspannter und weniger gestresst, wenn nicht so viel Zeug herumsteht oder -liegt.
Ich habe von den Effekten natürlich gelesen, aber es ist toll, sie selbst zu erleben. Ja, es funktioniert wirklich!

Also ran an die Kisten!
:)

Morgen ist auch schon der elfte und letzte Tag der #11StepsChallenge …

Tag 1 – Müll reduzieren

Tag 2 – Plastik vermeiden

Tag 3 – Bewusst einkaufen

Tag 4 – Reparieren

Tag 5 – Leihen und tauschen

Tag 6 – Selber machen I: Lebensmittel

Tag 7 – Selber machen II: Körperpflege und Kosmetik

Tag 8 – Selber machen III: Reinigung und Haushalt

Tag 9 – Schwangerschaft und Babyzeit

Noch mehr Tipps, Tricks und interessante Hintergründe findest du im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

Teile diesen Beitrag

Selber machen III: Reinigung und Haushalt – #11StepsChallenge Tag 8

Teile diesen Beitrag

Herzlich willkommen zum achten Tag der #11StepsChallenge!

Der dritte und letzte Selbermacher-Teil dreht sich um Reinigungsmittel und Haushalt.

Da schon unsere Großeltern einen sauberen Haushalt und saubere Wäsche hatten, können ihre Methoden nicht die schlechtesten gewesen sein.
Im Grunde braucht man nur drei Basiszutaten, um Küche, Bad und Wohnung zu reinigen. Und ganz einfach beduften lassen sie sich auch noch.

Küche und Bad

Essigreiniger lässt sich denkbar einfach herstellen:
Mische Essig und Wasser im Verhältnis 2:1 und fülle die Flüssigkeit in eine alte Sprühflasche. Wenn du magst, kannst du noch ätherische Öle hinzufügen.

Die Herstellung von Essig-Orangen-Reiniger ist genau so einfach:
Einfach die Schalen von Zitrusfrüchten in einem Schraubglas sammeln und mit Essig auffüllen. Nach zwei bis vier Wochen sollte sich der Essig dunkler verfärben und nach Orangen riechen. Fertig!

Mit den beiden Essigreinigern kannst du nahezu alles in Küche und Bad reinigen. Aufpassen solltest du allerdings bei Naturstein und bei Silikonfugen und Gummidichtungen. Hier entweder noch stärker verdünnen oder auf einen Reiniger auf Natron- oder Zitronensäure-Basis zurückgreifen.

Auf Natron-Basis lassen sich Allzweckreiniger und Spülmittel herstellen:
Raspele zuerst Kernseife mit einer Reibe, dann füge zwei Teelöffel davon in etwa 500 Milliliter Wasser und erwärme beides, bis sich die Kernseife auflöst. Nach dem Abkühlen kannst du noch zwei Teelöffel Natron hinzufügen und ätherische Öle, falls du den Allzweckreiniger beduften willst.

Für einen halben Liter Spülmittel brauchst du einen Teelöffel Natron, 100 Milliliter Flüssigseife (Rezept im Kapitel »Kosmetik«) und etwa 400 Milliliter Wasser. Einfach alles zusammen in eine Flasche geben und kräftig schütteln, fertig.
Wenn du magst, kannst du noch ätherisches Öl hinzufügen.

Essig, Zitronenschalen und Einmachglas

Wäsche

Rosskastanien und Efeu enthalten Saponine, das sind chemische Verbindungen mit seifenartigen Eigenschaften. Deshalb kann man ganz einfach und beinahe kostenneutral gut funktionierende Waschmittel daraus herstellen.

Welche Hausmittel wendest du an? Hast du noch weitere Ideen?

Morgen stehen Schwangerschaft und Babyzeit im Mittelpunkt!

Teil 1 – Müll reduzieren

Teil 2 – Plastik vermeiden

Teil 3 – Bewusst einkaufen

Teil 4 – Reparieren

Teil 5 – Leihen und tauschen

Teil 6 – Selber machen I: Lebensmittel

Teil 7 – Selber machen II: Kosmetik und Körperpflege

Mehr Tipps und Tricks und vor allem viele Hintergrundinfos gibt es im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

Teile diesen Beitrag

Selber machen II: Körperpflege und Kosmetik – #11StepsChallenge Tag 7

Teile diesen Beitrag
#11StepsChallenge Tag 7, selber machen: Körperpflege und Kosmetik

Herzlich willkommen zum siebten Tag der #11StepsChallenge!

Gestern ging es in der Selbermacher-Reihe um Lebensmittel, heute widmen wir uns der Körperpflege.

Mangels Platz kann ich an dieser Stelle nur kleine Ausschnitte bieten, aber im Ratgeber »11 Schritte ins Glück« findet ihr noch viel mehr Tipps und Tricks für »Selbermacher«.

Selbstgemachte Seifen und Cremes

Haare

Konventionelle Shampoos enthalten nicht nur (teilweise) Mikroplastik, auch ihre Verpackung ist kritisch. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, die Haare kostengünstig und umweltschonend zu pflegen:

Haarseife und festes Shampoo
Feste Shampoos sehen aus wie Pflegeseifen, sind aber Shampoos. Man kann sie ganz einfach wie eine Körperseife benutzen und entweder das Shampoo in der Hand aufschäumen oder über die Haare reiben, aufschäumen und anschließend wieder wie gewohnt auswaschen.
Anstelle fester Shampoos kann man auch Haarseifen verwenden. Die erfordern aber eine andere Nachbearbeitung, denn man sollte dem Haar immer mal wieder eine »saure Rinse« gönnen. Das ist eine Spülung aus Wasser und Zitronensaft oder Apfelessig, die man nach dem Waschen über die Haare laufen lässt.
So werden die Haare weich und duftig.

Roggenmehl
Haarewaschen mit Roggenmehl klingt erstmal ein wenig seltsam, ist aber in letzter Zeit zu einer der beliebtesten NoPoo-Varianten geworden.
Die im Roggenmehl enthaltene Stärke reinigt die Haare, die Vitamine sowie Mineralien wie Eisen und Zink stärken und kräftigen das Haar. Viele dieser Inhaltsstoffe finden sich in abgewandelter Form auch in herkömmlichen Haarshampoos.
Die Anwendung ist simpel: Man muss einfach nur ein Schälchen voll Roggenmehl mit Wasser vermischen, bis eine cremige Paste entstanden ist. Die Paste verteilt man im Haar, lässt sie einen Moment einwirken und spült sie gründlich wieder aus.
Roggenmehl ist sanft zur Kopfhaut und macht die Haare wunderbar weich und leicht kämmbar. Außerdem fetten sie deutlich seltener nach.

Water only
Bei der »Water only«-Methode werden die Haare nur mit Wasser gewaschen und man verzichtet komplett auf Reinigungs- oder Pflegeprodukte.
Nach dem Waschen bürstet man die Haare mit einer weichen Bürste, um den körpereigenen Talg, das Sebum, in die Haare zu streichen. Anfangs ist das sehr ungewohnt und die Haare fühlen sich fettig an. Die Kopfhaut braucht eine Weile zur Umstellung und um die Talgproduktion zurückzufahren.
Durch chemische Zusätze in gewöhnlichen Shampoos wird die Kopfhaut stark strapaziert und ausgetrocknet, weshalb sie oft mit erhöhter Talgproduktion reagiert. Bei der »Water only«-Methode wird dieser Kreislauf durchbrochen und die Talgproduktion auf ein gesundes Maß zurückgefahren, was allerdings ein wenig Zeit braucht. Doch es lohnt sich, durchzuhalten, denn die Haare sind nach wenigen Wochen gesünder und weicher als je zuvor!
»Water only« ist übrigens für Babys und Kinder besonders geeignet, weil bei ihnen die Talgproduktion noch schwächer ausgeprägt ist als bei Erwachsenen.

Rasierhobel mit Pinsel und Seife

Körper

Zur Körperpflege nutze ich schon seit Jahren Seife, die ich überwiegend auf Mittelalter- und Bauernmärkten kaufe. Die Seifen riechen meist besser und liegen schön in der Hand, neben der Einsparung von Müll und Mikroplastik sind sie für mich also auch ein haptisches Vergnügen.
Ich habe natürlich auch schon selbst Seifen hergestellt; das ist zwar etwas aufwändig, macht aber Spaß und man kann sich die für den eigenen Hauttyp und die eigenen Duftvorlieben passende Seife selbst herstellen. Außerdem hält sie sehr lange und ist ein wunderbares Geschenk!

Deo kann man ganz einfach aus Kokosöl, Natron, Speisestärke – und nach Wunsch einem Duft – herstellen.
Die Variante zum Sprühen ist auf Wasserbasis und kann einfach in einen ausgedienten Deosprüher gefüllt werden.

Morgen geht es um Reinigungsmittel für Küche und Haushalt.

Tag 1 – Müll reduzieren

Tag 2 – Plastik vermeiden

Tag 3 – Bewusst einkaufen

Tag 4 – Reparieren

Tag 5 – Leihen und tauschen

Tag 6 – Selber machen I: Lebensmittel

Noch mehr Tipps und Tricks sowie ausführliche Hintergrundinfos findet ihr im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

Teile diesen Beitrag

Selber machen I: Lebensmittel – #11StepsChallenge Tag 6

Teile diesen Beitrag

Herzlich willkommen zum sechsten Tag der #11StepsChallenge!

Heute beginnt die dreitägige »Selbermacher«-Reihe.

Mit ein bisschen Fantasie und guten Rohstoffen lässt sich vieles von dem, was wir gedankenlos kaufen, selbst herstellen. Marmelade steht ganz weit oben auf der Selbermacher-Liste, aber auch die Zubereitung von Schokocremes, herzhaften Aufstrichen und sogar Ketchup, Mayonnaise und Gemüsebrühe ist ein Kinderspiel.

Süße Brotaufstriche

Die Klassiker unter den selbstgemachten Brotaufstrichen sind Marmeladen und Konfitüren, aber auch Gelees.
Während der Saison kann man Obst nach Lust und Laune verarbeiten und in großen Mengen kaufen, sofern man nicht selbst anbaut. Für Marmeladen kann man auch nicht mehr ganz so hübsches Obst verwenden, das man häufig noch billiger bekommt.
Im Winter, oder wenn man gerade kein Obst zur Verfügung hat, kann man aus Säften Gelee zubereiten.

Viele Nuss-Nougat-Cremes sind wegen ihres teilweise hohen Gehalts an Palmöl und Zucker in Verruf geraten.
Aus Zutaten wie gemahlenen Haselnüssen, Kokosöl, -milch oder -flocken, Honig oder Agavendicksaft oder Kakaopulver lassen sich leckere, günstige und gesunde Schokoaufstriche herstellen.
Die Zubereitung dauert meist nur wenige Minuten.

Marmeladenglas, Glas mit getrocknetem Gemüse

Herzhafte Aufstriche

Viele der Aufstriche aus dem Supermarkt enthalten weniger Gemüse und gesunde Zutaten, als der Name verspricht. Dabei ist es so einfach, eigene Aufstriche zu kreieren:
Mit einer streichbaren Basiszutat wie Frischkäse, Quark, Joghurt oder Butter/Margarine kannst du alle erdenklichen Zutaten vermischen und sie nach Lust und Laune würzen.

Wegen der Vielzahl an Anleitungen mit sehr unterschiedlichen Geschmacksrichtungen verzichte ich an dieser Stelle auf ein bestimmtes Rezept und ermuntere dich, einmal selbst im Internet zu forschen und dein Lieblingsrezept zu entdecken.
Viel Vergnügen!

Im Buch »11 Schritte ins Glück« bekommt ihr außerdem noch eine Anleitung zum Backen von Sauerteigbrot und eine für Gemüsebrühe.

Machst du Marmelade selbst? Hast du dafür ein Lieblingsrezept, oder bist du eher spontan und kreativ?

Morgen gibt es Tipps für Körperpflege und Kosmetik.

Tag 1 – Müll vermeiden

Tag 2 – Plastik reduzieren

Tag 3 – Bewusst einkaufen

Tag 4 – Reparieren

Tag 5 – Leihen und tauschen

Noch mehr Rezepte, Tipps und Anwendungsideen findet ihr im Ratgeber
11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger.

Teile diesen Beitrag

Leihen und tauschen – #11StepsChallenge Tag 5

Teile diesen Beitrag
#11StepsChallenge Tag 5, leihen und tauschen

Herzlich willkommen zum fünften Tag der #11StepsChallenge!

Gestern sprachen wir über das Reparieren von Gebrauchsgegenständen.
Es ist super, wenn man seinen alten Mixer wieder zum Laufen gebracht hat oder die Lieblingshose wieder anziehen kann.
Aber leider lässt sich nicht alles reparieren oder flicken, manche Dinge müssen einfach ersetzt werden – aber man muss sie trotzdem nicht neu kaufen.
Die #11StepsChallenge hat zum Ziel, Müll und Plastik zu reduzieren und sich von Unnötigem zu trennen.
Doch wie verhindere ich, dass ich mein Leben in den nächsten Wochen erneut zumülle und in zwei Jahren wieder da stehe, wo ich bis vor kurzem noch stand?

Was kann ich tun?

Hier hilft minimalistisches Denken:
Ich muss gar nicht alles selbst besitzen, denn viele Dinge kann ich ganz einfach ausleihen oder tauschen. Was mit Büchern, DVDs, Bohrmaschinen und Fahrrädern problemlos funktioniert, lässt sich auch auf Bügeleisen, Schnellkochtopf und Schlitten anwenden. Und man lernt seine Nachbarn besser kennen!
Für Baumaschinen, Großgeräte und kleine Gartenhelfer gibt es Mietstationen, in vielen Städten ist Car-Sharing weit verbreitet, aber auch medizinische Geräte und Hilfsmittel kann man in Apotheken oder bei Krankenkassen mieten oder leihen.
Leihen schont den Geldbeutel und verhindert unnötigen Besitz.

Tausche Wolle gegen Stoff

Wie wäre es, einfach mal mit der Freundin ein paar Kleidungsstücke zu tauschen, vielleicht auch nur zeitweise?
Im Internet gibt es spezielle Plattformen wie Kleiderkreisel und Mamikreisel, auf denen Kleidung, Schmuck und Accessoires getauscht, verschenkt oder verkauft werden können.
Du hast zu- und deine Freundin abgenommen? Tauscht doch einfach, statt euch neu einzukleiden!
Du brauchst beruflich ein Faxgerät, deinem Bruder ist sein All-in-one-Gerät dann doch zu viel, ihm reicht ein einfacher Drucker? Frag doch mal, ob er tauschen möchte.

Mit meinen Freundinnen tausche ich oft Kleidung; viele Stücke, die einer von uns nicht mehr passen oder gefallen, werden von einer anderen mit Freude getragen. Manchmal hängen ja sogar gemeinsame Erinnerungen daran … :)

Wie macht ihr es: Kauft ihr Kleidung oder Werkzeuge lieber neu, oder leiht oder tauscht ihr auch?

Morgen beginnt die dreitägige »Selbermacher-Reihe«!

Tag 1 – Müll reduzieren

Tag 2 – Plastik vermeiden

Tag 3 – Bewusst einkaufen

Tag 4 – Reparieren

Mehr Tipps und Tricks findet ihr im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“

Teile diesen Beitrag