Interview mit Ricardo Orlando und Melanie Lahmer

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Neulich war ich zu Besuch bei Fotograf und Videograf Ricardo Orlando im Studio DiWerk in Netphen. Wir hatten einen ziemlich witzigen Vormittag und Ricardo hinterher ganz schön viel Arbeit, um das Video zu schneiden!

Interview mit Ricardo Orlando im DiWerk

Wenn ihr also schon immer mal wissen wolltet, wie das bei mir mit dem Schreiben und Veröffentlichen so läuft und euch überhaupt mal ein Bild davon machen wollt, wer sich hinter diesem Blog verbirgt – dann schaut euch das Video auf YouTube an!

Nehmt ein bisschen Zeit mit oder lasst es als Podcast ohne Bild laufen – viel Vergnügen mit Ricardo und mir!


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Recherche I – Erlebnisse im Zonenrandgebiet

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Wie im Nachwort meines neuen Krimis schon erwähnt, habe ich für „Unter der Mauer“ ausführlich recherchiert.
Die Welt ist so spannend, es gibt so viel zu entdecken und herauszufinden, und oft ergeben sich durch die Recherche ganz neue Impulse für die Geschichte oder die Figuren.

Im Hintergrund: Herleshausen

Interzonenzüge

„Unter der Mauer“ hat auch mit mir und meiner eigenen Biografie zu tun. Ich bin im Zonenrandgebiet aufgewachsen, die innerdeutsche Grenze war nur wenige Kilometer entfernt und immer präsent. Mein Heimatort Bebra war einer von sieben Grenzübergängen für Bahnreisende zwischen der DDR und der BRD. Transitreisende mussten in Bebra Halt machen, die Züge wurden umfangreich kontrolliert. Doch von all dem bekamen wir Kinder natürlich nicht viel mit, der Bahnsteig für die Interzonenzüge war nicht so ohne Weiteres für uns zugänglich.

Bebra platzt aus allen Nähten

Da Bebra der erste West-Bahnhof für Reisende aus Thüringen war (also aus Gerstungen, Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar, in der Verlängerung auch Leipzig), platzte unser kleines Städtchen aus allen Nähten. Ich sah Bilder, die sich fest eingebrannt haben und die ich nie wieder vergessen werde.
Ich war gerade fünfzehn geworden, wir hatten Samstagsunterricht, und zusammen mit meiner Freundin wollte ich – wie immer – nach der Schule durch die Stadt nach Hause bummeln.
Doch wir kamen nicht weit. Die Stadt war übervoll mit Menschen – kein Stadtfest vermag so viele Leute in die Stadtmitte zu locken wie dieser erste Samstag nach dem Mauerfall. Es war so eng, dass wir unsere Fahrräder tragen mussten, weil schieben nicht möglich war. Man kam weder vorwärts noch zurück und wir waren völlig geplättet. Natürlich hatten wir vom Mauerfall gehört – aber hier haben wir ihn erlebt.
Es war so unbeschreiblich, dass mir heute noch die passenden Worte fehlen.

Am Folgetag, einem Sonntag, waren außerplanmäßig die Geschäfte geöffnet. Für Fünfzehnjährige aus der Provinz war das in den 1980ern noch spannend genug, um in Erwartung eines Bummels in die Stadt zu gehen.
Nun ja, zu bummeln gab es da nicht mehr viel.
Die Regale im Supermarkt waren bei vielen Artikeln komplett leer geräumt, was ich in diesem Ausmaß weder vorher noch nachher wieder gesehen habe. Es war surreal.
Die Bahnhofsunterführung, normalerweise eine Abkürzung in die Innenstadt, war tagelang nicht passierbar, weil man zwischen all den Menschen überhaupt nicht durchkam. Der reguläre Bahnverkehr fand ja trotzdem statt.

Menschen, die an Zügen hängen

Das krasseste Bild jedoch erlebte ich etwas außerhalb von Bebra.
Die Züge Richtung Gerstungen/Eisenach fuhren in einem Bogen um die Stadt herum, der auch durch den Ortsteil Weiterode führte. Die Schienenführung verlief teilweise oberhalb der Straße, über Brücken.
Ich fuhr gerade mit dem Rad auf der Hauptstraße, als sich von hinten langsam ein Zug näherte. Sehr langsam. Warum?
Weil an diesem Zug Menschen hingen. Außen, auf den Stufen der Zugtüren! Andere quetschten sich an den heruntergelassenen Fenstern, hingen ebenfalls halb draußen. Ein Bild, wie man es aus Filmen und Dokumentationen über z.B. Indien kennt – aber eigentlich undenkbar in unserem mit Regeln und Gesetzen durchorganisierten Land. Und doch war es so.

Im Laufe der Zeit wurde es in Bebra wieder ruhiger, kurz darauf war es klein, gemütlich und schläfrig wie eh und je. Dafür begannen nun wir „Wessis“ unsererseits, den Osten zu erkunden.
Und damit begann für mich die Faszination für die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Leben in der DDR und der BRD.
In „Unter der Mauer“ erzähle ich einen Teil davon.

Na sowas!

Tja – eigentlich wollte ich etwas über meine Recherche erzählen, nicht über meine Kindheit. *lach*
Aber irgendwie gingen beim Schreiben die Pferde mit mir durch, deshalb erzähle ich den anderen Teil eben später …

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Zeit? Was ist das nochmal?

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Foto: Valentin Bachem – http://www.vbachem.de
„CC-BY-SA 2.0“ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/ …

Jakobsweg

Ich weiß, dass viele von euch auf die Fortsetzung meiner Jakobsweg-Beiträge warten. Wenn ich ehrlich bin: ich auch!

Aktuell fehlt mir allerdings etwas, von dem ich auf dem Caminho Portugues ausreichend hatte, nämlich Zeit.

Der neue Siegerland-Krimi liegt in den letzten Zügen; die Überarbeitung nimmt einige Zeit in Anspruch. Es soll ja immerhin ein guter Start für Nike Klafeld werden!

11 Schritte ins Glück

Vergangene Woche hatte ich einen tollen Vortrag in Hilchenbach in der Buchhandlung Bücher buy Eva. Dort habe ich meinen Nachhaltigkeits-Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“ vorgestellt und eine sehr interessierte und diskussionsfreudige Runde erlebt.

Sarah Engelhard von der Westfalenpost war auch dabei und hat einen schönen Artikel über den Abend geschrieben:

11 Schritte ins Glück mit Autorin Melanie Lahmer

Literaturcamp Heidelberg

Zwei Tage später war ich in Heidelberg beim Literaturcamp, mittlerweile eine feste Institution in meiner Jahresplanung.

Dort habe ich ebenfalls eine Session zum Thema Nachhaltigkeit angeboten und hatte wieder viel Spaß und neue Erkenntnisse und konnte weitere Ideen mit nach Hause nehmen. Was uns allen von diesem Wochenende wohl am meisten in Erinnerungen bleiben wird: die Hitze. Am Sonntag hatten wir 38 Grad in Heidelberg, was leider auch Zugausfälle und Rückreisestress mit sich führte.

Wenn ich Zeit finde, schreibe ich noch einen ausführlicheren Bericht über das #LitCamp19, aber da möchte ich nicht zu viel versprechen.

Siegerland-Krimi

An erster Stelle steht jetzt erstmal der Siegerland-Krimi, die ersten Lesungen sind geplant, die Testleserinnen und Lektorinnen scharren mit den Hufen und ich hoffe, dass ich mein geplantes Pensum auch schaffe.

Dann geht es auch mit meinen Berichten über den Jakobsweg weiter!

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Lesung und Vortrag in Hilchenbach

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Lesung und Vortrag in Hilchenbach, 26.6.19 um 19 Uhr

Mittwoch, 26. Juni 2019 – 19 Uhr

Buchhandlung Bücher buy Eva
Am Markt 5
57271 Hilchenbach

Kontakt:
02733 7420
info@buecherbuyeva.de

In dem Vortrag geht es natürlich um Minimalismus, Zero Waste, plastikfrei und Nachhaltigkeit ganz allgemein.

Neben vielen Hintergrundinformationen werde ich auch Material mitbringen und vorstellen, mit dem ihr ganz einfach eure Umstellung beginnen könnt.
Mein Augenmerk liegt dabei auf den kleinen Schritten und dem, was man ganz bequem im Alltag umsetzen kann.
Denn jeder Schritt ist wichtig!

Eintritt: 8 Euro

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MädelsKramMarkt in Siegen

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Am kommenden Samstag, 13. April 2019, findet in Siegen der nächste MädelsKramMarkt statt – diesmal im Gebäude der ehemaligen Mayerschen Buchhandlung, also mitten in der Innenstadt!

Diesmal bin ich mit einem Bücherstand dabei und werde nicht nur meine Siegerland-Krimis verkaufen, sondern auch Restauflagen von Kurzkrimi-Anthologien sowie jede Menge Nachhaltigkeits-Ratgeber „11 Schritte ins Glück“.

Selbstverständlich signiere ich die Bücher auch, außerdem bin ich für Fragen oder „einfach so“ für euch da.

Und dass in einer Woche Ostern ist, wisst ihr ja, oder?
*lach*
Jedenfalls könnt ihr den ganzen Tag über ganz viel Selbstgemachtes, Eigenkreationen, leckeres Essen, Kreatives und Dekoratives bestaunen und kaufen.
Ich freue mich auf euch!


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Nachhaltig leben – #11StepsChallenge Tag 11

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Heute ist Tag elf der #11StepsChallenge und damit kommt auch mein letzter Beitrag.

Ich hoffe, ihr konntet etwas für euch mitnehmen und manche Themen vielleicht neu denken und wahrnehmen.
Die gesamte Challenge bleibt online und ist damit jederzeit zum Nachlesen – egal, wann man davon hört oder liest. Einfach den Hashtag anklicken.

Wie wichtig eine Kehrtwende in unserem Konsumverhalten ist, zeigt auch die #fridayforfuture-Bewegung. Es geht nicht nur um uns, sondern auch – und vor allem – um unsere Kinder und alle nachfolgenden Generationen.
Auch unsere Kinder müssen für nachhaltige Themen sensibilisiert werden – und wir sind ihre Vorbilder!

Natürlich muss vor allem die Politik mitziehen, aber wir alle, jede/r einzelne von uns, kann etwas tun. Jeder Schritt zählt!
Wenn man zwischendrin mal eine Flaute hat oder doch wieder zu viel Müll und Kram angesammelt hat: Macht nichts. Einfach die eigenen Fortschritte betrachten und weitermachen. Es ist nicht immer einfach, aber es wird uns an vielen Stellen leichter gemacht als noch vor ein paar Jahren: Es gibt immer mehr Unverpackt-Läden, viele Supermärkte reduzieren Umverpackungen oder verkaufen Wurst, Fleisch und Käse in mitgebrachten Behältern.
Es geht, und es geht voran!

Die meisten Themen konnte ich natürlich nur anreißen, aber wenn ihr euch für die Hintergründe und noch viel, viel mehr Tipps und Tricks interessiert, empfehle ich euch ganz eigennützig den Ratgeber »11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger«. Da findet ihr alles Wesentliche für den Einstieg und könnt vor allem immer offline nachschlagen, wenn ihr Input braucht oder Rezepte sucht.
Außerdem enthält er eine Linkliste und Hinweise auf nützliche Internetseiten.

Wie auch immer: Ich freue mich über jede/n der/die mitmacht und das Konsumverhalten verändert.

Ich bedanke mich ganz herzlich für euer Interesse an der Challenge und für eure Beiträge auf den unterschiedlichen Kanälen!

Tag 1 – Müll vermeiden
Tag 2 – Plastik reduzieren
Tag 3 – bewusst einkaufen
Tag 4 – Reparieren
Tag 5 – Leihen und tauschen
Tag 6 – Selber machen I: Lebensmittel
Tag 7 – Selber machen II: Körperpflege und Kosmetik
Tag 8 – Selber machen II: Reinigung und Haushalt
Tag 9 – Schwangerschaft und Kleinkindzeit
Tag 10 – Ausmisten und entrümpeln

Noch viel mehr Tipps, Tricks und Hintergründe findet ihr im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

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Entrümpeln und ausmisten – #11StepsChallenge Tag 10

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Herzlich willkommen zum zehnten Tag der #11StepsChallenge!

Na, habt ihr schon mal entrümpelt oder ausgemistet?
Und seid ihr weit gekommen?

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich einige Anlaufzeit brauchte, um mich von Dingen trennen zu können. Wirklich »klick« gemacht hat es erst, als nach mehrmonatigem Ausmisten im vergangenen Jahr ein neues Zimmer zur Verfügung stand.
Der Dachboden war – wie es wohl ziemlich typisch ist – randvoll mit Kisten gestellt. Es war so viel und unübersichtlich und wurde Jahr für Jahr mehr, dass ich gar nicht wusste, wo ich anfangen sollte.
Also habe ich mir erstmal eine Kiste vorgenommen. Und dann noch eine. Und noch eine – und versank im Chaos. Ein System musste her.
So habe ich mich mit den unterschiedlichen Declutter-, Entrümpelungs- und Ausmist-Methoden vertraut gemacht.

Eine davon ist das Drei-Kisten-System:

Räume eine Schublade, Schrank, Kiste oder Regal leer. Hol‹ alles raus!
So bist du gezwungen, jedes Teil in die Hand zu nehmen und ihm einen Platz zuzuweisen (wie bei Marie Kondo kannst du dich dann auch gerne bedanken).
Überlege dir gut, in welche der drei Kisten du den Gegenstand legen möchtest:

Kiste 1 für die Dinge, die du auf jeden Fall brauchst oder definitiv behalten willst.
Kiste 2 für die Dinge, die noch okay sind, die du aber nicht brauchst oder nicht mehr haben willst. Diese Dinge kannst du später verschenken oder verkaufen.
Kiste 3 für die Dinge, die kaputt, leer, verdorben oder aus anderen Gründen unbrauchbar sind.

Die Dinge in Kiste 1 bekommen nun einen Platz zugewiesen. Das ist wichtig, damit du beim Aufräumen immer weißt, wo etwas hingehört und du es nicht irgendwo ablegst, wo es Staub ansetzt.

Wichtig: Räume Kiste 2 möglichst schnell weg, damit du nicht Gefahr läufst, die aussortierten Dinge doch wieder hervorzuholen!

Kiste 3 kommt kompromisslos in den (sortierten) Müll.

So kannst du dich durch die einzelnen Räume arbeiten. Das dauert zwar eine Weile, aber nach einiger Zeit hast du Übung im Wegwerfen und es wird dir immer leichter fallen.

Den frei gewordenen Raum auf dem Dachboden haben wir übrigens ausgebaut und hergerichtet, und jetzt habe ich endlich ein eigenes Zimmer und einen Rückzugsraum nur für mich.
Außerdem fällt es mir seitdem viel leichter, auch die anderen Ecken und Zimmer zu entmüllen und mich von Dingen zu trennen.

Das Schönste aber ist: Wir haben jetzt mehr Platz, mehr Zeit und mehr Ruhe.
Das Aufräumen und Saubermachen geht mit weniger Kram viel schneller und die gesamte Familie ist entspannter und weniger gestresst, wenn nicht so viel Zeug herumsteht oder -liegt.
Ich habe von den Effekten natürlich gelesen, aber es ist toll, sie selbst zu erleben. Ja, es funktioniert wirklich!

Also ran an die Kisten!
:)

Morgen ist auch schon der elfte und letzte Tag der #11StepsChallenge …

Tag 1 – Müll reduzieren

Tag 2 – Plastik vermeiden

Tag 3 – Bewusst einkaufen

Tag 4 – Reparieren

Tag 5 – Leihen und tauschen

Tag 6 – Selber machen I: Lebensmittel

Tag 7 – Selber machen II: Körperpflege und Kosmetik

Tag 8 – Selber machen III: Reinigung und Haushalt

Tag 9 – Schwangerschaft und Babyzeit

Noch mehr Tipps, Tricks und interessante Hintergründe findest du im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

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Selber machen III: Reinigung und Haushalt – #11StepsChallenge Tag 8

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Herzlich willkommen zum achten Tag der #11StepsChallenge!

Der dritte und letzte Selbermacher-Teil dreht sich um Reinigungsmittel und Haushalt.

Da schon unsere Großeltern einen sauberen Haushalt und saubere Wäsche hatten, können ihre Methoden nicht die schlechtesten gewesen sein.
Im Grunde braucht man nur drei Basiszutaten, um Küche, Bad und Wohnung zu reinigen. Und ganz einfach beduften lassen sie sich auch noch.

Küche und Bad

Essigreiniger lässt sich denkbar einfach herstellen:
Mische Essig und Wasser im Verhältnis 2:1 und fülle die Flüssigkeit in eine alte Sprühflasche. Wenn du magst, kannst du noch ätherische Öle hinzufügen.

Die Herstellung von Essig-Orangen-Reiniger ist genau so einfach:
Einfach die Schalen von Zitrusfrüchten in einem Schraubglas sammeln und mit Essig auffüllen. Nach zwei bis vier Wochen sollte sich der Essig dunkler verfärben und nach Orangen riechen. Fertig!

Mit den beiden Essigreinigern kannst du nahezu alles in Küche und Bad reinigen. Aufpassen solltest du allerdings bei Naturstein und bei Silikonfugen und Gummidichtungen. Hier entweder noch stärker verdünnen oder auf einen Reiniger auf Natron- oder Zitronensäure-Basis zurückgreifen.

Auf Natron-Basis lassen sich Allzweckreiniger und Spülmittel herstellen:
Raspele zuerst Kernseife mit einer Reibe, dann füge zwei Teelöffel davon in etwa 500 Milliliter Wasser und erwärme beides, bis sich die Kernseife auflöst. Nach dem Abkühlen kannst du noch zwei Teelöffel Natron hinzufügen und ätherische Öle, falls du den Allzweckreiniger beduften willst.

Für einen halben Liter Spülmittel brauchst du einen Teelöffel Natron, 100 Milliliter Flüssigseife (Rezept im Kapitel »Kosmetik«) und etwa 400 Milliliter Wasser. Einfach alles zusammen in eine Flasche geben und kräftig schütteln, fertig.
Wenn du magst, kannst du noch ätherisches Öl hinzufügen.

Essig, Zitronenschalen und Einmachglas

Wäsche

Rosskastanien und Efeu enthalten Saponine, das sind chemische Verbindungen mit seifenartigen Eigenschaften. Deshalb kann man ganz einfach und beinahe kostenneutral gut funktionierende Waschmittel daraus herstellen.

Welche Hausmittel wendest du an? Hast du noch weitere Ideen?

Morgen stehen Schwangerschaft und Babyzeit im Mittelpunkt!

Teil 1 – Müll reduzieren

Teil 2 – Plastik vermeiden

Teil 3 – Bewusst einkaufen

Teil 4 – Reparieren

Teil 5 – Leihen und tauschen

Teil 6 – Selber machen I: Lebensmittel

Teil 7 – Selber machen II: Kosmetik und Körperpflege

Mehr Tipps und Tricks und vor allem viele Hintergrundinfos gibt es im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

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Selber machen II: Körperpflege und Kosmetik – #11StepsChallenge Tag 7

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#11StepsChallenge Tag 7, selber machen: Körperpflege und Kosmetik

Herzlich willkommen zum siebten Tag der #11StepsChallenge!

Gestern ging es in der Selbermacher-Reihe um Lebensmittel, heute widmen wir uns der Körperpflege.

Mangels Platz kann ich an dieser Stelle nur kleine Ausschnitte bieten, aber im Ratgeber »11 Schritte ins Glück« findet ihr noch viel mehr Tipps und Tricks für »Selbermacher«.

Selbstgemachte Seifen und Cremes

Haare

Konventionelle Shampoos enthalten nicht nur (teilweise) Mikroplastik, auch ihre Verpackung ist kritisch. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, die Haare kostengünstig und umweltschonend zu pflegen:

Haarseife und festes Shampoo
Feste Shampoos sehen aus wie Pflegeseifen, sind aber Shampoos. Man kann sie ganz einfach wie eine Körperseife benutzen und entweder das Shampoo in der Hand aufschäumen oder über die Haare reiben, aufschäumen und anschließend wieder wie gewohnt auswaschen.
Anstelle fester Shampoos kann man auch Haarseifen verwenden. Die erfordern aber eine andere Nachbearbeitung, denn man sollte dem Haar immer mal wieder eine »saure Rinse« gönnen. Das ist eine Spülung aus Wasser und Zitronensaft oder Apfelessig, die man nach dem Waschen über die Haare laufen lässt.
So werden die Haare weich und duftig.

Roggenmehl
Haarewaschen mit Roggenmehl klingt erstmal ein wenig seltsam, ist aber in letzter Zeit zu einer der beliebtesten NoPoo-Varianten geworden.
Die im Roggenmehl enthaltene Stärke reinigt die Haare, die Vitamine sowie Mineralien wie Eisen und Zink stärken und kräftigen das Haar. Viele dieser Inhaltsstoffe finden sich in abgewandelter Form auch in herkömmlichen Haarshampoos.
Die Anwendung ist simpel: Man muss einfach nur ein Schälchen voll Roggenmehl mit Wasser vermischen, bis eine cremige Paste entstanden ist. Die Paste verteilt man im Haar, lässt sie einen Moment einwirken und spült sie gründlich wieder aus.
Roggenmehl ist sanft zur Kopfhaut und macht die Haare wunderbar weich und leicht kämmbar. Außerdem fetten sie deutlich seltener nach.

Water only
Bei der »Water only«-Methode werden die Haare nur mit Wasser gewaschen und man verzichtet komplett auf Reinigungs- oder Pflegeprodukte.
Nach dem Waschen bürstet man die Haare mit einer weichen Bürste, um den körpereigenen Talg, das Sebum, in die Haare zu streichen. Anfangs ist das sehr ungewohnt und die Haare fühlen sich fettig an. Die Kopfhaut braucht eine Weile zur Umstellung und um die Talgproduktion zurückzufahren.
Durch chemische Zusätze in gewöhnlichen Shampoos wird die Kopfhaut stark strapaziert und ausgetrocknet, weshalb sie oft mit erhöhter Talgproduktion reagiert. Bei der »Water only«-Methode wird dieser Kreislauf durchbrochen und die Talgproduktion auf ein gesundes Maß zurückgefahren, was allerdings ein wenig Zeit braucht. Doch es lohnt sich, durchzuhalten, denn die Haare sind nach wenigen Wochen gesünder und weicher als je zuvor!
»Water only« ist übrigens für Babys und Kinder besonders geeignet, weil bei ihnen die Talgproduktion noch schwächer ausgeprägt ist als bei Erwachsenen.

Rasierhobel mit Pinsel und Seife

Körper

Zur Körperpflege nutze ich schon seit Jahren Seife, die ich überwiegend auf Mittelalter- und Bauernmärkten kaufe. Die Seifen riechen meist besser und liegen schön in der Hand, neben der Einsparung von Müll und Mikroplastik sind sie für mich also auch ein haptisches Vergnügen.
Ich habe natürlich auch schon selbst Seifen hergestellt; das ist zwar etwas aufwändig, macht aber Spaß und man kann sich die für den eigenen Hauttyp und die eigenen Duftvorlieben passende Seife selbst herstellen. Außerdem hält sie sehr lange und ist ein wunderbares Geschenk!

Deo kann man ganz einfach aus Kokosöl, Natron, Speisestärke – und nach Wunsch einem Duft – herstellen.
Die Variante zum Sprühen ist auf Wasserbasis und kann einfach in einen ausgedienten Deosprüher gefüllt werden.

Morgen geht es um Reinigungsmittel für Küche und Haushalt.

Tag 1 – Müll reduzieren

Tag 2 – Plastik vermeiden

Tag 3 – Bewusst einkaufen

Tag 4 – Reparieren

Tag 5 – Leihen und tauschen

Tag 6 – Selber machen I: Lebensmittel

Noch mehr Tipps und Tricks sowie ausführliche Hintergrundinfos findet ihr im Ratgeber „11 Schritte ins Glück – Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger“.

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