Netphener Keltenweg

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@keltenweg

Der Keltenweg bei Netphen


An einem der letzten heißen Tage im ewigwährenden Sommer 2018 habe ich mir den Netphener Keltenweg vorgenommen.
Der Weg ist 15,1 km lang und bekommt in meinem Wanderführer 3,5 von 4 Punkten für den Anspruch – was ich im Nachhinein genauso bewerten würde.

Parkplatz Leimbachtal

Mein Startpunkt war der Wanderparkplatz im Leimbachtal, kurz hinter Netphen an der B 62. Die Muskulatur konnte ich direkt mit einem kurzen Anstieg aufwärmen, dafür hatte ich einen schönen Blick über das Leimbachtal im Oktobernebel.
Entlang des gut ausgeschilderten Weges erzählen immer wieder Tafeln vom Leben einer fiktiven Keltenfamilie, gezeichnet von Matthias Kringe, der auch die berühmten Dilldappen erschuf.
Wie im Siegerland üblich, führt der Weg auf breiten Pfaden durch die Wälder und ab und an erwischt man tolle Ausblicke.

Mein Frühstück nahm ich nach dreieinhalb Kilometern an einer Keltentafel ein – und wie man sieht, kommt man von hier aus auch nach Santiago de Compostela und Avalon … ;)
Nach einem weiteren kurzen Anstieg und einer ungeplanten Extrarunde ging es erstmal wieder mehr als zwei Kilometer bergab nach Afholderbach. Dort lohnt sich eine Verschnaufpause, denn der Weg auf die Alte Burg hat es in sich. Fast 300 Höhenmeter wollen überwunden werden, meist auf breiten befestigten Wegen, später dann auf schmalen Pfaden durch den Wald.

 

Alte Burg

Auf der Kuppe des Berges (633 m) befindet sich eine alte keltische Wallanlage (aus der La-Tène-Zeit, etwa 500 v. Chr.); zwei Wälle sind deutlich sichtbar und müssen überwunden werden, um das Plateau mit einem wunderschönen Buchenwald zu erreichen. Dieser war im Herbst besonders hübsch, allerdings finden sich dort viele unschöne Zivilisationsspuren: Beinahe jede Buche wurde eingeritzt, was ich sehr schade finde.
Nach kurzer Verschnaufpause ging es in Richtung Eschenbach bergab. Etwas abseits des Weges gibt es einen wunderschönen Aussichtspunkt auf die Obernau-Talsperre, die wegen des trockenen Sommers sehr wenig Wasser führte. Im weiteren Verlauf öffnete sich der Wald und überraschte mich mit einem grandiosen Panoramablick auf die Talsperre und das umgebende Netpher Land. Ich ärgerte mich maßlos, dass ich ausgerechnet an diesem Tag das Fernglas vergessen hatte und dass ich nur Handyfotos machen kann, denn der Bereich unterhalb der Alten Burg ist prädestiniert für tolle Panorama-Bilder.

Schöne Geste

Ein paar Meter weiter musste ich dann vor lauter Glück laut loslachen: Am Weg stand eine Ruhebank, ausgestattet mit Gästebuch, Pflastern, Taschentüchern, Bonbons zur Stärkung, einem Gästebuch – und einem Fernglas!
Sollte der mir unbekannte »Bankspender« irgendwann mal auf dieser Seite landen: Herzlichen Dank für diese tolle Geste, sie macht diesen Ort zu etwas ganz Besonderem!
Der Abstieg nach Eschenbach war danach ein Kinderspiel, und der Weg zurück zum Parkplatz führte mittels Treppe sogar über eine Kuhweide – in den Alpen üblich, hier im Siegerland eher ungewöhnlich.

Fazit

Für mich war es bisher der anstrengendste Wanderhöhepunkt entlang des Rothaarsteigs, aber die Ruhe des Buchenwaldes auf der Alten Burg sowie die teilweise grandiosen Ausblicke auf das Netpher Land sind die Anstrengung definitiv wert.

 

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Der Herzhäuser Panoramaweg

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Der Panoramaweg in Netphen-Herzhausen ist noch relativ neu, er wurde erst im August 2018 eingeweiht.
Der Rundweg ist etwa 9,3 km lang und führt in großen Schleifen um das Dorf am Fuße des Rothaargebirges herum.
Parken kann man am Gemeindezentrum bei der Feuerwehr, hundert Meter entfernt liegt der offizielle Startpunkt.

Um Herzhausen herum

Gleich zu Beginn verlässt man den Ort mit einer zu erwartenden kleinen Steigung. Die Beschilderung des Weges ist insgesamt gut; es gab zwei Stellen, an denen ich unsicher war – das kann aber auch am Schnee gelegen haben. Und davon hatte ich glücklicherweise reichlich, noch dazu strahlenden Sonnenschein.
Der Weg führt in Kurven und Schleifen um Herzhausen herum, an manchen Stellen streift er auch den Unglinghäuser Rundweg. An der großen Hütewiese an der Straße Richtung Unglinghausen informiert ein Schild über die Herzhäuser Hute. Noch bis in die 1970er Jahre hinein wurden die Kühe des Dorfes auf der großen Weide gehütet und abends wieder zu den Bauern zurückgebracht.

Gondach, Dilldappe!

 Dilldappe von M. Kringe am Ortseingang

Nach etwas mehr als der Hälfte erreicht man die Hauptstraße im Dorf und könnte notfalls an dieser Stelle abbrechen. Ich bin natürlich weitergegangen, habe den Dilldappen am Ortsausgang (oder -eingang) mit einem gemurmelten »Gondach« begrüßt und bin den Mannsberg hinaufgegangen. Von dort kann man immer wieder auf die erste Hälfte des Rundweges blicken und schöne Perspektivwechsel einnehmen.
Folgt man dem Weg weiter durch das Dirlenbachtal, erreicht man das Wildgehege mit aufmerksamen Tieren, umrundet es einmal und geht auf der anderen Uferseite weiter in Richtung Ortsmitte.
Nach etwa zwei bis zweieinhalb Stunden erreicht man den Ausgangspunkt.

Fazit

Ein kleiner, aber sehr schöner Rundweg, der wirklich viele Panoramen über das Dreisbachtal bis ins Rothaargebirge bietet. An vielen Stellen stehen Bänke oder Ruhebänke, die ich wegen des Schnees aber ausgelassen habe. Der Weg ist abwechslungsreich, führt nur kurze Strecken durch den Wald und besteht größtenteils aus befestigten Wegen.

 

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Neues vom Schreibtisch

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Vom unspektakulären Romanschreiben …


Bei der oberflächlichen Durchsicht meines Blogs könnte man den Eindruck bekommen, ich ginge nur wandern …
Auch wenn es toll wäre, fürs Wandern Geld zu bekommen, täuschen meine Beiträge aber nur über das manchmal recht ereignislose Romanschreiben hinweg.
Doch, ehrlich: Meistens ist es ziemlich unspektakulär.
Ich sitze mit einer Tasse Kaffee (Apropos Tasse – ach nee, das erzähle ich später noch) und eingestöpselten Ohrhörern vor meinem Laptop und lese entweder das bisher Geschriebene oder verfasse Neues. Häufig lösche ich einzelne Wörter, Sätze oder Passagen oder ich feile daran herum, bis sie besser klingen.
Manchmal muss ich nachrecherchieren oder Fragen notieren, auf die ich später eine Antwort suche.

… und den anderen Tagen

Ja, und dann – dann gibt es noch die anderen Tage.
Schreibtage, an denen es nur so flutscht, an denen mir die Geschichte aus den Fingern fließt und ich mit dem Schreiben kaum hinterherkomme (und das, obwohl ich das Zehn-Finger-System beherrsche!).
Das sind die tollen Momente. Dann wird mein Kaffee kalt und ich merke gar nicht, dass aus den Ohrhörern gar keine Musik mehr kommt, dass das Feuer im Kamin ausgegangen ist und mein Magen schon vernehmlich knurrt. Dann übererfülle ich mein Wortsoll und fühle mich nach ein paar Stunden ausgelaugt, aber glücklich.

Die Siegerland-Krimis-Tasse

Die Siegerland-Krimis-Tasse

Und irgendwo dazwischen sind dann die Tage und Momente, die ich für all die Dinge aufwenden muss, die nichts unmittelbar mit dem Schreiben zu tun haben.
Wenn ich zu viel Zeit bei Facebook, Twitter und Instagram (und neu: Pinterest!) verbringe. Wenn ich Rechnungen schreibe, Termine koordiniere oder mich einfach mit Kolleginnen und Kollegen austausche.
An diesen Tagen designe ich zum Beispiel Tassen, so wie diese auf dem Bild.
Schön schlicht, oder?
Ich habe sie für anstehende Gewinnspiele bestellt, aber auch für die tollen Unterstützer dieses Blogs (auf meiner Steady-Seite – du kannst gerne mal vorbeischauen!).

Buchsatz für 11 Schritte ins Glück

Im vergangenen Jahr habe ich mich in die Kunst des Buchsatzes eingearbeitet.
Das war sehr frickelig, hat mir aber erstaunlich viel Spaß gemacht. Und ich habe erstmals verstanden, welch große Rolle der Buchsatz für das Lesevergnügen bereitet.

Der Probedruck

Der Buchsatz ist ein bisschen mit der Raumtemperatur oder der idealen Beleuchtung zu vergleichen: Wenn sie passt, fühlt man sich wohl, ohne dass man genau sagen könnte, woran es liegt. Man bemerkt es meist erst dann, wenn irgendwas nicht stimmt. Zu heiß, zu kalt, zu hell, zu dunkel. Oder schwierig zu lesen, zu viel Text auf der Seite, zu geringe Abstände, unpassende Schriftart oder -größe.
Aktuell setze ich gerade meinen Nachhaltigkeits-Ratgeber „11 Schritte ins Glück„.
Vor ein paar Tagen kam der Probedruck und ich habe noch einzelne Punkte gefunden, die nicht ganz optimal sind. Also werde ich bis Ende der Woche noch an Satz und Cover feilen, und dann geht es ab in die Druckerei – und damit dann hoffentlich auch bald zu euch!
Spätestens Ende Februar dürfte das – überarbeitete und aktualisierte – Taschenbuch dann im Handel (und bei mir) erhältlich sein.

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Der Kindelsbergpfad

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Herzlich willkommen im neuen Jahr!


Während es in meinem Lieblings-Wandergebiet, den Alpen, ordentlich geschneit hat, müssen wir hier im Siegerland mit Regen und grauem Nebel ausdauern.
Für Januar und Februar habe ich einen neuen Schreibplan ausgeheckt: Immer, wenn ich mein Wochensoll erreiche oder überschreite, belohne ich mich mit einer Wanderung. In der ersten Januarwoche habe ich mir deshalb endlich den Kindelsbergpfad vorgenommen. Den hatte ich schon lange in Planung, aber es ist natürlich zeitlich immer schwierig, eine mehrstündige Wanderung unterzubringen.
Der Kindelsbergpfad ist 14,6 km lang und beinhaltet durchaus ein paar Höhenmeter. Mehr jedenfalls, als die meisten anderen Wanderhöhepunkte entlang des Rothaarsteigs.

Startpunkt Loher Tal

Meine Runde begann ich in Kredenbach in der Nähe des Loher Tals. Die Weiher waren mit einer leichten Eisdecke überzogen und Reste von harschigem Schnee lagen auf und zwischen den Bäumen. Der Boden war leider ziemlich matschig und deshalb nicht ganz einfach zu gehen. Ich war froh, meine Stöcke dabei zu haben.
Außerdem testete ich auf dieser Runde erstmals mein neues Trinksystem. Irgendwann im Sommer habe ich von Trinkflaschen zu einer Wasserblase gewechselt. Das hat den Vorteil, dass ich mehr trinke, weil ich nicht mehr anhalten muss. Dank Trinkschlauch kann ich eigentlich die ganze Zeit kleine Schlucke trinken, was definitiv gut ist. Da aber das Ventil nicht richtig dicht ist und ständig Wasser heraustropft, habe ich mir ein neues System zugelegt. Den Adapter kann ich auf die meisten handelsüblichen Trinkflaschen schrauben und das Ventil ist dicht. Was will man mehr!

Nach Müsen

Vom Loher Tal aus ging es durch den Wald leicht ansteigend in Richtung Müsen. An diesem Tag war es ziemlich neblig und die erhoffte Fernsicht blieb aus, aber die Strecke bietet auch so genügend zum Schauen. So entdeckte ich ganz unerwartet einen aktiven Springbrunnen kurz vor Müsen im Brombachtal. Etwa einen Kilometer vorher sollte eigentlich ein Stollenmundloch in der Nähe des Weges liegen (Grube Brüche), aber irgendwie habe ich es nicht entdeckt. Zugegeben: Richtig gesucht habe ich nicht. Die Geschichte des Siegerländer Bergbaus war eine Zeitlang ein Hobby von mir und ich habe schon wirklich viele Stolleneingänge gesehen. Da spielt einer mehr oder weniger für mich keine Rolle mehr.
In Müsen erwartete mich dann eine Überraschung: An einer exponierten Stelle am Waldrand stand eine Leseinsel – eine Metallbank mit integriertem Staufach, in dem nicht nur einige (Kinder-)Bücher lagen, sondern auch warme und gemütliche Sitzkissen. Eigentlich war mir noch gar nicht nach einer Pause zumute, aber der Platz war dermaßen einladend, dass ich kurzerhand mein Frühstück vorverlegte und mich bei der Gelegenheit auch gleich im Gästebuch verewigte. Eine sehr schöne Idee!

Frisch gestärkt ging es dann an den Aufstieg über die Martinshardt zum Kindelsberg. Doch zuerst kam ich an diesem schönen Kleinod vorbei. Ich weiß nicht, wer dieses kleine Heim gebaut hat, aber es hat mich wirklich erfreut. Und ich hoffe sehr, dass nicht irgendwelche Vandalen kommen und es zerstören.

 

Das Müsener Revier

Der Aufstieg zur Martinshardt ist nicht ohne und ich war froh um meine Wanderstöcke, die meine Knie doch merklich entlasteten. Außerdem wurde der Schnee umso dichter, je höher ich stieg.
Der Weg ist gespickt mit alten Bergbau-Relikten wie Stollenmundlöcher, Pingen und Halden sowie vielen Hinweisschildern.
Man passiert das Grubengelände Wilder Mann und die Müsener Klippen (ein Pingenfeld des Stahlberger Stocks) und auch auf dem Weg talwärts streift man mehrere Gruben. Das Müsener Revier gehörte zu den bedeutendsten des Siegerländer Erzbergbaus, die Grube Stahlberg wurde 1311 erstmals erwähnt und war bis 1931 in Betrieb. Auch heute erinnert in Müsen noch viel an die Zeit des Bergbaus, das Stahlbergmuseum nebst Besucherstollen ist ein Highlight für die ganze Familie.

Gipfelfeeling

Der Weg hinauf zur Martinshardt (616 m) wird zwar teilweise steil, ist aber gut zu gehen. Auf der Martinshardt erwartete mich sogar ein Gipfelkreuz! Vom zugehörigen Gipfelbuch habe ich leider erst hinterher gelesen, sonst hätte ich mich selbstverständlich eingetragen.
Bis zum Kindelsbergturm (617 m) ging es erst ein Stückchen bergab, um dann noch einmal steil bergauf zu gehen. Unterwegs kam ich an dem Parkplatz vorbei, an dem Natascha und Simon aus »Knochenfinder« ihren ersten Geocache machen. Erinnert ihr euch?
Doch diesmal war der Parkplatz verwaist, denn der Nebel wurde zunehmend dichter und lud nicht unbedingt zum Spazierengehen ein.
Auf dem Kindelsberg kehrte ich im gleichnamigen Restaurant ein und gönnte mir einen schönen heißen Kaffee, bevor ich mich an den Abstieg machte. Leider war es dank Nebel nichts mit dem Fernblick, ich ahne aber, dass der an schönen Tagen von dort oben aus sehr beeindruckend sein muss. Also werde ich zumindest dieses Teilstück noch einmal im Frühjahr oder Sommer erwandern.
Die Schneemenge auf dem Kindelsberg war im Vergleich zum Tal beachtlich, nahm aber mit jedem Höhenmeter ab. Als ich nach etwas mehr als einer Stunde wieder in Kredenbach ankam, war es nur noch nass und matschig.

Mein Fazit

Der Kindelsbergpfad ist ein sehr abwechslungsreicher Rundweg, der ein bisschen Trittfestigkeit und Kondition erfordert und an vielen Relikten der Bergbauzeit vorbeiführt. Wer noch nicht so viel über den Siegerländer Erzbergbau weiß, kann sich auf dieser Strecke ein gutes Bild machen und erfährt auch einige historische Fakten. Praktischerweise liegt der Kindelsberg als höchste Stelle in der Mitte des Rundwegs und man kann ganz prima im Restaurant einkehren.

Lust auf weitere Wanderhöhepunkte?

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Der historische Rundweg Achenbach
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Fotografischer Jahresrückblick

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Bevor ich endlich meinen Jahresrückblick online stellen kann (der hier immer noch angefangen herumliegt, für den ich aber aktuell zu wenig Zeit finde), kann ich euch immerhin schon mal zeigen, wie es bei mir auf Instagram aussieht:

Das sind die neun Beiträge mit den meisten Likes.
Ihr seht schon, in welche Richtung es geht: Natur und Wandern.
Wer mir noch folgen möchte: Melanie.Lahmer_Siegenkrimi – ich freue mich immer über neue Follower!
:)

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Knochenfinder – signierte Exemplare verschenken

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Signierte Bücher sind beliebte Geschenke!
:)

Weil Weihnachten immer so plötzlich kommt …
*lach*

Wenn ihr ein signiertes Knochenfinder-Exemplar für euch oder zum Verschenken sucht, meldet euch einfach bei mir.
Ansonsten könnt ihr den Siegerland-Krimi ganz normal im Buchhandel oder als E-Book für Tolino oder Kindle kaufen.
Ich wünsche euch noch eine schöne und besinnliche Vorweihnachtszeit!
🎄

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Die Skriva Autorentagung in Köln

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Autorinnen-Glück

Neulich hatte ich – endlich mal! – grandioses Losglück.
In Köln fand erstmals die Skriva: Autorentagung statt, und ich schlawenzelte auch eine Weile um das Anmeldeformular herum, weil die Vorträge und Workshops einfach super klangen. Da ich aber in diesem Jahr relativ viel unterwegs war und sein werde, habe ich mich letztlich doch gegen eine Teilnahme entschieden.
Allerdings wurde ein paar Tage vor der Veranstaltung ein Platz verlost, weil die vorherige Gewinnerin doch nicht teilnehmen konnte. Da musste ich natürlich nicht lange überlegen – und wurde prompt ein paar Tage später ausgelost.
Hurra!

Von Pferden und Katzen

Die Runde war gut 40 Personen stark, und zu meiner großen Freude traf ich einige Kolleginnen wieder, die ich schon sehr lange nicht gesehen habe – zum Beispiel Sabina Altermatt aus Zürich, die mir in meiner Anfangszeit eine sehr hilfreiche Mentorin war.
Der Samstag bot mit insgesamt fünf Vorträgen ein spannendes Programm:

Schauspielerin und Krimiautorin Isabella Archan zeigte uns gleich zu Beginn der Veranstaltung Übungen, um sowohl die Stimme als auch die Körperhaltung zu stärken.
Anfangs etwas gehemmt, später deutlich gelöst, atmeten wir in unsere Hüften, knurrten unser Gegenüber an und gaben unziemliche Schnarchgeräusche von uns, bevor wir mit Stechmückenlauten und Pferdeschnauben sowohl Lippen als auch Stimmbänder lockerten.
Ich hoffe noch immer, dass niemand heimlich gefilmt hat.
Außerdem hatte sie hilfreiche Tipps für Lesungen – ich wusste beispielsweise nicht, dass kaltes Wasser Gift für angewärmte Stimmbänder ist. Es ist zwar logisch, ich habe aber nie darüber nachgedacht.
Auch gegen Aufregung gibt es allerlei Tricks, wie etwa die „Merkelraute“ oder das Stehen auf einem Bein. Von Lampenfieber vor Lesungen blieb ich bisher verschont, aber solche Tricks kann man ja auch in anderen Situationen anwenden.

Mitorganisatorin Elke Pistor ist nicht nur bekennender Katzen-Fan, sie weiß auch, wie man Blake Snyders „Rette die Katze“ anwendet. Drehbuchautor Blake Snyder hat aus dem in der Plotentwicklung bewährten Drei-Akt-Modell und der klassischen Heldenreise ein neues Handwerkszeug entwickelt: Save the Cat.
Details würden jetzt zu weit führen, ich hatte allerdings einige Aha-Momente, die mir definitiv beim aktuellen Krimi-Projekt weiterhelfen werden.
Zum besseren Verständnis haben wir dabei Passagen von „Zurück in die Zukunft“ geschaut. Ich bin ja immer wieder fasziniert, wie leicht man die meisten Hollywood-Filme, aber natürlich auch Romane, auf die Plot-Modelle herunterbrechen kann. Daraus resultiert sicher auch der Wunsch vieler Kolleginnen und Kollegen, selbst einmal ein Drehbuch zu schreiben.

Lutz Kreutzer, Organisator des Selfpublishing Days, führte kurz ins Thema Selfpublishing ein. Obwohl ich darin natürlich fit bin (schließlich verdiene ich mit meinem Pseudonym mein Geld in dem Bereich), habe ich noch Neues mitnehmen können.

Starke Figuren

Bettina Wüst Schlager stellte uns „Thea Script“ vor, eine Abwandlung der Transaktionsanalyse für Autoren.
Die Transaktionsanalyse ist ein Konzept aus der Psychologie, das auf einer bestimmten Theorie der Persönlichkeit basiert und mittels Kommunikation versucht, eigenes Verhalten zu reflektieren und abzuändern.
Thea Script bietet eine Art Werkzeugkasten für die Figurenerstellung, um ihnen Tiefe, Mehrdimensionalität und damit mehr Charakter zu verleihen.
Ein wahnsinnig spannendes Thema, das auf sehr große Resonanz stieß.
Am Sonntag fand ein dreistündiger Workshop dazu statt, den ich leider nicht besuchen konnte. Ich bin mir aber sicher, dass dort tolle Romanfiguren entstanden sind!

Zuletzt kam noch Volker Kutscher, Autor der Vorlage für Babylon Berlin, zu Besuch.
Mitorganisatorin Angela Eßer führte ein sehr unterhaltsames und sympathisches Gespräch mit ihm auf der Bühne.
Die Verfilmung der Kriminalromane aus den 1920er- und 30er-Jahre machte ihn berühmt, aber „Der nasse Fisch“, sein erster Gereon Rath-Roman, war nicht der Anfang seiner Schriftstellerkarriere. Volker Kutscher hat für sein großes Projekt viel gewagt, und obwohl es lange nicht danach aussah, hat sich sein Einsatz gelohnt.
Das Interview zeigt mal wieder, wie wichtig Ausdauer, Beharrlichkeit und der Glaube an sich selbst sind.
Am Ende habe ich mir natürlich auch ein Buch signieren lassen!

Den Abend ließen wir dann gemütlich in einem Brauhaus in der Kölner Südstadt ausklingen. Ich bin jetzt hochmotiviert, mich noch einmal ganz neu mit meinen Figuren und dem Plot für meinen nächsten Siegerland-Krimi auseinanderzusetzen!

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Crowdfunding für Autoren

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Was ist Crowdfunding?

Im Crowdfunding finanziert die Crowd, also „die Menge“, ein Produkt, ein Projekt oder eine Geschäftsidee.
Die Idee ist nicht nur sehr naheliegend, sondern auch ziemlich alt. Schon der Sockel der Freiheitsstatue wurde mit Einzelspenden finanziert.
In den letzten Jahren hat sich das Crowdfunding für immer mehr Projekte und Gruppen durchgesetzt, zum Beispiel bei Spieleentwicklern, Filmemachern, Musikern, Podcastern, Zeichnern oder Bloggern.
Meist gibt der Projektstarter einen bestimmten Betrag und einen Zweck an, beispielsweise die Produktion einer CD, und hofft, dass er genügend Menschen findet, die an sein Projekt glauben. Gemäß dem Spruch „Kleinvieh macht auch Mist“ helfen auch Kleinstbeträge von wenigen Euro oder Dollars, wenn sie von ausreichend Menschen bezahlt werden.

Was habe ich als Geldgeber davon?

Oft gibt es kleinere oder größere/besondere Geschenke für die Geldgeber oder Vorzugsbehandlungen, wie etwa ein Extrakonzert, besondere Grafiken oder exklusive Inhalte. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, die „Donations“ sollen aber die Hemmschwelle der Spender senken und natürlich auf irgendeine Weise attraktiv sein.
Andere Geldgeber hingegen sind begeisterte und teilweise langjährige oder intensive Nutzer oder Fans eines Angebots (Band, Podcast, digitales Medium). Sie zeigen durch die Unterstützung dem Künstler/Produzenten ihre Wertschätzung, ohne einen zusätzlichen Gegenwert zu erwarten.

Ich habe mich zum Beispiel am Crowdfunding des Unverpackt-Ladens in Siegen beteiligt.
Das Projekt finde ich wichtig und sehe es als Bereicherung meiner Heimatstadt, deshalb habe ich sehr gern einen größeren Betrag gespendet. Ohne die Beteiligung aus der Bevölkerung wäre die Verwirklichung des Unverpackt-Ladens nicht möglich gewesen (die Eröffnung steht kurz bevor).
Mein persönlicher Gewinn ist hier ganz einfach: Ich kann beim Lebensmittelkauf auf noch mehr unnötigen Verpackungsmüll verzichten und hoffe außerdem auf einen Leuchtturmeffekt. Vielleicht verändert der Laden ja das Bewusstsein der Verbraucher oder gar der Geschäfte im Umfeld.
Mehr zu den Themen unverpackt einkaufen, Minimalismus und Entrümpeln könnt ihr übrigens in meinem Ratgeber „11 Schritte ins Glück“ nachlesen.

Crowdfunding für Autoren

Bisher sind mir zwei Variationen bei Autoren begegnet:
– die Vorfinanzierung konkreter Kosten wie etwa Lektorat, Korrektorat oder Covergestaltung im Selfpublishing-Bereich
– die Finanzierung laufender Kosten

Auf Portalen wie etwa Kickstarter oder Startnext findet in der Regel klassisches Crowdfunding statt. Die Aktionen sind vorher genau definiert, man bestimmt Betrag, Ziel und Zeitraum der Aktion. Die Geldgeber können sich mit einem Betrag ihrer Wahl beteiligen und erhalten oft ein Dankeschön, dessen (monetärer oder ideeller) Wert mit dem ausgegebenen Betrag steigt.
Abgebucht wird das Geld in der Regel erst dann, wenn die Aktion erfolgreich war. Kommt der festgesetzte Betrag innerhalb des angegebenen Zeitraums nicht zustande, wird das Geld entweder nicht eingezogen oder zurückgezahlt. Man zahlt also nur im Erfolgsfall.

Portale wie Patreon oder SteadyHQ setzen nicht auf konkrete Aktionen, sondern auf langfristige und regelmäßige Finanzierungen. Dafür sind die monatlich eingesetzten Beträge entsprechend niedrig. Statt einmal 25 Euro zahlt man dann monatlich zwei Euro.
Diese Version ist unter Künstlern und Freischaffenden besonders beliebt und mittlerweile relativ weit verbreitet – insbesondere im englischsprachigen Raum beziehungsweise in „internetaffinen“ Bereichen (Podcasts, Spiele, Blogs).

Meine Seite bei Steady

Nach einigen Überlegungen habe ich mich für Crowdfunding über Steady entschieden. Dort habe ich mir eine Seite eingerichtet – Klick auf Siegenkrimi -, auf der ich meine Arbeit vorstelle und konkrete Ziele definiert habe.
Ziel 1 ist ein monatlicher Betrag von 10 Euro, um die laufenden Kosten für diesen Blog zu decken.
Man kann auf der Plattform verschiedene Pakete buchen, und je nach monatlichem Betrag bekommt man entsprechende Gegenleistungen von mir (z.B. Überraschungspost, die Mitbestimmung meiner nächsten Wanderziele, Vorab-Leseproben oder Platz in der Danksagung meines nächsten Krimis).

Meine Versprechen an euch:
Ich werde regelmäßig über meine Arbeit an den Romanen berichten und euch weiterhin Schönes und Interessantes aus der Region zeigen.
Und dieser Blog bleibt kosten- und werbefrei. Ihr könnt also weiterhin hier lesen und müsst nichts bezahlen – aber ab jetzt habt ihr die Möglichkeit, mich zu unterstützen, wenn ihr wollt.

Eine Anmeldung auf Steady lohnt sich übrigens mehrfach, denn dann könnt ihr mit einem einfachen Klick auch Projekte wie Mimikama, BildBlog oder Der Postillon unterstützen. Außerdem wurde die Plattform von den Krautreportern ins Leben gerufen.

Ich freue mich auf euren Besuch auf meiner Steady-Seite!

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Ende der Sommerpause

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Hier war es in den letzten zwei Monaten relativ still, dafür gibt es aber rückblickend einiges zu erzählen.

Zum Einen war ich gleich zwei Mal im Urlaub – einmal zum Wandern in Vorarlberg in Österreich und einmal zum Abschalten auf der wunderschönen Insel Fanö in Dänemark.
Zum Anderen hat mein Liebesroman-Ich einen neuen Roman veröffentlicht, der natürlich entsprechend viel Aufmerksamkeit und Zeit verdient (und bekommen!) hat.
Und ganz nebenbei war ich natürlich wieder im heimischen Siegerland unterwegs und habe ein paar Wanderwege genossen.

Demnächst erfahrt ihr mehr über den Kinderwanderweg „Der kleine Rothaar“ bei Bad Laasphe, den Wanderhöhepunkt „Auf Bergmannspfaden“ bei Wilnsdorf und eine weitere Etappe des Pilgerweges/Elisabethpfades von Siegen nach Hainchen.

Außerdem plane ich gerade ein völlig neues – und für mich sehr spannendes! – Projekt. Aber auch darüber erfahrt ihr demnächst mehr.

Ich freue mich über euren Besuch und grüße euch bis zum nächsten Mal!

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