Spannungsliteratur unter Erfolgsdruck

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Schneechaos in Leipzig

Die Buchmesse in Leipzig liegt nun hinter mir, und weil ich schon am Freitag Abend wieder abgefahren bin, hat mich auch das Schneechaos nicht erwischt.
Zum Glück, denn auch heute noch lese ich Berichte von Menschen, die Leipzig nicht verlassen können – wegen Schnee oder Eis oder einfach, weil die Züge wegen Überfüllung nicht fahren.
Dabei dachte ich immer, das alljährliche Winterchaos gäbe es nur bei uns im Siegerland …
:)
All jenen, die heute noch einmal die Messe genießen möchten, wünsche ich einen schönen, inspirationsreichen und motivierenden Tag!

Vorspann „Autoren unter Druck“

Die Podiumsdiskussion am Freitag auf der Lesebühne war ein Erfolg. Wir hatten viele Besucherinnen und Besucher und hoffentlich ein paar interessante Punkte. Leider war die halbe Stunde, die uns zur Verfügung stand, viel zu kurz für all das, was sich hinter „Spannungsliteratur unter Erfolgsdruck“ verbirgt.
Deshalb werde ich in den nächsten Tagen einen längeren Artikel zum Thema verfassen (Edit: Es wurde eine dreiteilige und in Autorenkreisen ziemlich erfolgreiche Reihe).
Anbei schon mal ein – leicht verschwommenes – Foto:
Podiumsdiskussion LBM18

Melanie Lahmer, Eva Almstädt, Roman Hocke, Janet Clark, Jens J. Kramer
(Fotografin: Regina Schleheck)

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Podiumsdiskussion auf der Leipziger Buchmesse

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Podiumsdiskussion

Wer von euch ist denn in den kommenden Tagen auf der Leipziger Buchmesse?
Am Freitag, 16. März, findet von 15.30-16 Uhr die Podiumsdiskussion zum Thema  „Spannungsliteratur unter Erfolgsdruck“ statt.
Organisiert wird sie von den Mörderischen Schwestern und dem Syndikat.
Moderiert wird die Diskussion von Janet Clark, und außer mir sitzen noch Autorin Eva Almstädt und Literaturagent Roman Hocke von AVA international auf der Bühne.
Ich bin sehr gespannt und freue mich auf viele neugierige Besucher!

Aus der Ankündigung

Die radikale Öffnung des Buchmarktes für Selfpublisher und der sprunghafte Anstieg von E-Only-Verlagen hat den Markt verändert. Wie wirkt sich dies auf die einzelnen Teilnehmer aus? In wie fern haben sich die Anforderungen/Ansprüche der Verlage/LeserInnen an AutorInnen verändert? Ist der Druck gewachsen? Was entscheidet über Erfolg und Nichterfolg? Welche Rolle spielt die Sichtbarkeit im Buchhandel versus in den sozialen Netzwerken?

Diesen und weiteren Fragen gehen Eva Almstädt (Autorin), Melanie Lahmer (Autorin) und Roman Hocke (Agent, AVA) auf den Grund.

Moderation: Janet Clark (Präsidentin Mörderische Schwestern)

Veranstalter: Mörderische Schwestern/Das Syndikat

Tatort:
Buchmesse Leipzig
Leseinsel
Halle 5
Stand D302

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Buchmesse Frankfurt – Mein Rückblick

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Vom Zaudern

Eigentlich sollte dieser Blogbeitrag schon früher erscheinen, aber ich habe mich ziemlich schwer damit getan. Wie soll man diese Messe rückblickend beschreiben? Soll – oder vielmehr: will – ich politisch werden, will ich die gesellschaftlichen Entwicklungen, die sich auch auf der Buchmesse niederschlagen, thematisieren? Oder will ich einfach so tun, als wäre alles super-duper-erfolgreich und schön?

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich gegen die Politik entschieden. Dies hier ist ein Autoren-Blog und soll vornehmlich das Schreiben beleuchten und das Umfeld, in dem dies geschieht. Mit einem manchmal kritischen, manchmal auch liebevoll-verblendeten Blick auf meine Heimat, das Siegerland, also die Region, in der ich lebe.
Und ja, da schnappt sie schon zu, die Falle: Was ist Heimat? Kann man diesen Begriff überhaupt frei von politischen oder persönlichen Überzeugungen verwenden? Ist er nicht sogar schon schmutzig überlagert durch Positionen, die ihn für ihre Zwecke missbrauchen?

Ihr seht, dass es wirklich nicht einfach ist, sich als Autorin nicht irgendwo politisch zu positionieren. Erst recht, wenn man zeitgenössische Romane schreibt und schon gar nicht, wenn man versucht, die Gesellschaft abzubilden.

Was hat das mit der Buchmesse zu tun?

Alles und nichts, wie mir scheint.
Die Querelen, die durch die Medien und vor allem durchs Social Media quellen, habe ich nicht persönlich mitbekommen. Aber ich habe selbstverständlich die Stände der Rechten gesehen, denn in unmittelbarer Nähe war der Orbanism Space platziert, eine Bühne explizit für bunte und offene Veranstaltungen.
Es war im Übrigen die Idee der Veranstalter, wenn man den Rechten schon einen Raum geben müsse (was sie gar nicht mussten, da es sich um eine GmbH und keine Institution der öffentlichen Hand handelt), dann könne man gleich die Linken daneben platzieren, damit „die“ das Problem unter sich regeln. Das hat ja, wie man jetzt weiß, überhaupt nicht funktioniert.

Freunde

Ich war zum Glück am Donnerstag und am Freitag dort, an Tagen also, an denen es noch nicht so extrem voll war und zum Glück auch keine Besucherrekorde verzeichnet wurden.
Man kann gemütlich durch die Gänge schlendern und sich die Stände anschauen und mit den Menschen dort ins Gespräch kommen.
Das war am Donnerstag allerdings noch einfacher als am Freitag, denn das Publikum an den beiden Tagen unterschied sich enorm voneinander. Am Freitag war es nicht nur voller, sondern alles wirkte ein bisschen legerer und bodenständiger.
Auch wenn einige „Stars“ auf der Buchmesse waren und Interviews und Signierstunden gaben, habe ich mir diese Art von Rummel geschenkt. Personenkult ist ohnehin nicht meines und es ist auch kein Zufall oder Nachlässigkeit, dass es von mir keine Selfies gibt – weder mit Büchertürmen noch mit anderen Menschen.

Mir war es viel wichtiger, mich mit den Menschen um mich herum zu unterhalten, und zwar egal, wer sie sind und warum sie dort waren. So habe ich einige bisher eher lose Internetbekanntschaften vertieft und mit manchen überhaupt das erste Mal im realen Leben gesprochen.
Außerdem habe ich mich mit Freunden zum Essen getroffen, mit anderen im sonnenbeschienenen Innenhof gesessen und ganz, ganz viele Kolleginnen und Kollegen leider nur flüchtig und im Vorbeieilen umarmt – und viele habe ich einfach verpasst.
Es war wie ein großes Familientreffen und ich habe mich unheimlich wohl gefühlt. Wenn man tagein, tagaus am Schreibtisch sitzt und sich meist nur virtuell mit Kolleginnen und Kollegen austauscht, tut so ein echter Kontakt richtig gut. Auch wenn es nur eine kurze Umarmung ist.

Vorträge

Neben unfassbar vielen Büchern gab es auch ziemlich viele und teilweise wirklich gute Vorträge zu allen möglichen Themen rund ums Büchermachen:
Wie erstelle ich ein E-Book? Wie sieht gutes Marketing aus? Wie erreiche ich meine Leser und welche Unterschiede gibt es zwischen Selfpublishing und Verlag?
Letzteres ist natürlich auch ein ganz persönliches Thema für mich, über das ich bereits beim LiteraturCamp in Heidelberg, aber auch kürzlich auf der MinD-Akademie in Köln referiert habe.
Deshalb gab es natürlich kaum Neues für mich, aber einige Vorträge enthielten Ideen, was ich noch verbessern oder verändern könnte.

Die Buchmesse in Frankfurt war also ein voller Erfolg für mich; ich hatte unheimlich viel Spaß und tolle Kontakte und meine Füße taten dank guter Barfußschuhe kaum weh. Das Wichtigste aber war: Ich bekam genug Kaffee.
Ich bin gespannt, wie die Buchmesse Leipzig mit der Bürde umgeht, die sie von den Kollegen aus Frankfurt aufgedrückt bekam. Es ist jedenfalls viel in Bewegung und ich hoffe, dass auch viel Gutes daraus hervorgehen wird.

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Buchmesse Frankfurt – Ausblick

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Frankfurter Buchmesse 2017

Für viele Kolleginnen und Kollegen ist es schon heute soweit, ich werde allerdings erst morgen und übermorgen auf der Frankfurter Buchmesse sein.

Das sind zwei Tage vollgepackt mit Vorträgen und Treffen mit lieben KollegInnen und anderen Büchermenschen, die ich schon mehr oder weniger lange kenne.
Ich werde mich wohl hauptsächlich in Halle 3, der Self-Publishing Area, aufhalten. Natürlich werde ich auch die übrigen Hallen mit all ihren Verlags- und Dienstleisterständen aufsuchen. Mal schauen, was sich so in den letzten Jahren getan hat, denn mein letzter Buchmesse-Besuch liegt schon fünf Jahre zurück.

Frankfurter Buchmesse 2012

Damals habe ich mich nach einem Treffen mit meiner Literaturagentin im „Agenten-Keller“ einfach treiben lassen und mich mit Kolleginnen und Kollegen getroffen. Inmitten der vielen Menschen habe ich diesen großen, bunten und lauten Zirkus auf mich wirken lassen.
Diesmal habe ich einen Hallenplan dabei, Visitenkarten zum Tauschen, eine Powerbank fürs Smartphone, Lutschtabletten für die Stimme, ausreichend Proviant, Klamotten im Zwiebellook und bequeme Barfußschuhe. Und ich habe mich bemüht, meinen Terminkalender nicht allzu voll zu stopfen.

Aber wie heißt es so schön? Erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt.
Und wie es mir wirklich ergangen ist, erzähle ich euch nächste Woche in einem Nachbericht.

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