Willkommen auf der neuen Seite!

Herzlich willkommen auf meiner neuen Siegerland-Krimis-Seite!

Seit April habe ich mich hinter den Kulissen intensiv mit der DSGVO auseinandergesetzt und schnell beschlossen, dass das der Startschuss für den längst überfälligen Umzug meines alten Blogs auf ein neues System sein soll.
Nun ja, ganz so einfach, wie ich mir das vorgestellt habe, war es nicht.
Und weil ich auch an anderen Stellen noch mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, war ich manches Mal wirklich verzweifelt. Aber wie sagt man so schön? Wat mutt, dat mutt.
Trotzdem habe ich es tatsächlich einigermaßen pünktlich geschafft, den neuen Blog mit dem viel handlicheren Titel „Siegerland-Krimis“ aus der Taufe zu heben – und das andere technische Problem konnte ich auch noch zufriedenstellend lösen.

Neue Facebook-Gruppe

Die Beiträge aus dem alten Blog werde ich nach und nach auf diese Seite verlinken, sodass ich ihn erst ausdünne und in absehbarer Zeit ganz aus dem Netz nehmen werde. Aber das macht nichts, denn die Musik spielt ja jetzt hier. Und ich freue mich, wenn ihr weiterhin so zahlreich mitlest.
Außerdem habe ich heute ganz neu eine Facebook-Gruppe Siegerland-Krimis gegründet, die wir hoffentlich bald mit viel Leben füllen werden.
Ich freue mich auf euch!
Zur Facebook-Gruppe

Und jetzt spendiere ich erst mal einen Drink für alle Umzugshelfer und einen Willkommensschluck für alle Besucher.

Nehmt euch, schaut euch um, fühlt euch wie zu Hause!

 

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Die Wisent-Wildnis in Wittgenstein

Wisente in Wittgenstein

Weil ich letzte Woche einen Beigtrag über Fünf Jahre Wisent-Wildnis in Wittgenstein schrieb, musste ich natürlich umgehend zur Wisent-Wildnis bei Bad Berleburg fahren.

Wisent in Wisent-Welt

Das Gelände der Wisent-Wildnis liegt auf 590 m Höhe zwischen den Orten Bad Berleburg-Wingeshausen und Schmallenberg-Jagdhaus. Schon von Weitem erkennt man die zwei riesigen Metall-Wisente im Eingangs-Bereich, kann das Gelände also kaum verfehlen.
Wenn man Glück hat, kann man sogar schon vom Parkplatz aus einen Blick auf die Wisente werfen.

Wer aber die Möglichkeit haben möchte, den imposanten Vierbeinern Aug‘ in Aug‘ gegenüberzustehen, nimmt lieber den etwa 3 km langen Weg durch das Gehege. Der Eintritt ist moderat; 5,50 € für Erwachsene (ab 1,50 m Körpergröße) und 3,50 € für Kinder (unter 1,50 m Körpergröße), Kinder unter 1 m sind sogar kostenlos. Der Weg selbst ist eher anspruchsvoll und für Kinderwagen nicht geeignet, man kann aber am Eingang Kindertragen leihen.

Dachsbau Wisent-WeltDie Wisent-Herde

besteht aktuell aus acht Tieren (fünf Bullen und drei Kühe) und befindet sich auf einem eingezäunten Areal. Die Landschaft ist fürs Rothaargebirge typisch, man wandert auf Waldwegen zwischen Fichten, trifft auf einen riesigen Windbruch (ich tippe auf Kyrill 2007), wandert bergauf und bergab und sollte trittfest sein. Wanderschuhe werden empfohlen.

Wir hatten das Glück, die Wisente ziemlich schnell zu entdecken. Während der Mittagssonne lagen sie im Schatten am Waldrand, rupften ab und zu ein paar Stängel Gras und legten sich zum wiederkäuen nieder. Neben dem Weg lagen geschälte Baumstämme, auf denen man sich niederlassen und die Wisente mit Kamera oder Fernglas beobachten konnte.

 

Ruhende Wisente

Der Rundweg ist sehr abwechslungsreich, und immer wieder gibt es tolle Einblicke in das Wisent-Areal und über die Wipfel des Rothaargebirges. Am Ende des Weges warten die typischen geschwungenen Rothaarsteig-Waldsofas als Schaukeln auf die Wanderer und bieten die Möglichkeit, gemütlich schaukelnd die Wisente zu beobachten.

Wisent ganz nah

Grasende Wisente

Bei dieser Gelegenheit entdeckten wir, dass die Wisente mittlerweile ihren Ruheplatz im Schatten aufgegeben und sich näher an die Zäune begeben haben. Also gingen wir an unseren ersten Aussichtspunkt zurück, und tatsächlich kam ein Wisent ganz dicht an den Zaun. Besonders auffällig ist das laute Schnauben, ansonsten bewegen sich die Tiere trotz ihres massigen Körpers sehr ruhig. Kurz darauf kam noch ein zweites Wisent zu uns, und wäre nicht der Elektrozaun auf ihrer Seite gewesen, dann hätten sie vermutlich noch ihre Zungen durch den Zaun gesteckt. Die zottigen Säugetiere sind zwar groß und mächtig, wirken aber mit ihren dunklen Augen sehr sanft. Trotzdem war ich beruhigt zu wissen, dass es sich bei den Wisenten um Vegetarier handelt, die sich in der Regel von Gras ernähren.

Wisent am Zaun Wisent-Welt

Nach und nach kamen alle acht Wisente dicht an den Zaun und trotteten dann gemütlich über die für sie erstellte, „Dachsbau“ genannte Naturbrücke. So konnte ich mehrere Fotos und Videos machen und habe mich mal wieder geärgert, keine gute Kamera zu haben. So muss ich eben mit den Handy-Fotos Vorlieb nehmen.
Die Tiere ließen sich von den menschlichen Beobachtern überhaupt nicht beeindrucken und stampften schnaubend und grasend zwischen den Fichtenstümpfen umher, die an den großen Sturm Kyrill vom Januar 2007 erinnern.

Die Wisent-Wildnis

ist ein Erlebnis für die ganze Familir und bewegungsintensive Kinder kommen auf ihre Kosten. Die Wahrscheinlichkeit, die Wisente zu entdecken, ist sehr hoch, und am Ende kann man sich noch gemütlich in der Wisent-Hütte niederlassen. Außerhalb des Bezahlgeländes befindet sich ein toller Kinderspielplatz mit riesiger Wasserbaustelle und vielen Kletter- und Balancier-Möglichkeiten. Alles ist naturbelassen, und sogar Gummistiefel in unterschiedlichen Größen gibt es zum kostenlosen Verleih.

Fazit:
Der Tag in der Wisent-Wildnis war wie ein Tag Urlaub, und ich komme gerne wieder!

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Fünf Jahre Wisent-Wildnis in Wittgenstein

Wisent-Wildnis

Heute vor fünf Jahren, am 11. April 2013, startete ein ganz besonderes Artenschutzprojekt: die „Wisent-Wildnis“ in Wittgenstein.
Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit wurden insgesamt acht Wisente (Europäischer Bison) in den Wäldern rund um Bad Berleburg im Rothaargebirge ausgewildert.

Das 20 Hektar große umzäunte Auswilderungsgehege wurde zu einem Schaugehege ausgebaut, in dem eine aktuell aus acht Tieren bestehende Herde lebt. Die Wittgensteiner Wisent-Wildnis zieht jährlich mehr als 30.000 Besucher an und wird von der Wisent-Welt Wittgenstein e.V. betrieben.

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Wisente in Europa

1921 starb in Polen der letzte freilebende Wisent in Europa, 1922 waren alle freien Wildbestände erloschen, in Gefangenschaft lebten nur noch 56 reinblütige Wisente. Deutsche und polnische Zoologen taten sich zusammen, um den Wisent in Europa vor dem Aussterben zu bewahren. Daraus entstand 1928 das Wisentprojekt im Saupark Springe (südlich von Hannover). Anfangs nur als Gehege für die Wisente gedacht, trieb die Parkleitung ab den 1950er Jahren den Umbau zu einem Wildgehege für Besucher voran.

Ursprünglich gab es zwei Wisent-Unterarten: den Bergwisent und den Flachland-Wisent.
1927 hat man im Kaukasus der letzte Bergwisent erschossen, womit die Bergwisente endgültig ausstarben. Die heute lebenden Wisente sind entweder „Mischformen“ aus Berg- und Flachland-Wisent oder reine Flachland-Wisente.
In der Zucht unterscheidet man heute zwischen reinerbigen Flachland-Wisenten, einer Kreuzung aus Flachland- und Bergwisenten (Flachland-Kaukasus-Linie) und einer Kreuzung aus Flachland- und Bergwisenten mit amerikanischen Bisons (Hochland-Linie).

Die im Rothaargebirge lebenden Wisente gehören der Flachland-Kaukasus-Linie an.

Auswilderungen

1952 wurden im Gebiet des heutigen Bialowieza-Nationalparks an der polnisch-weißrussischen Grenze erstmals wieder Wisente ausgewildert. Im Jahr 2004 lebten dort 1955 Wisente in 31 Populationen und machten etwa 60% der Weltpopulation aus.

Bereits in den 1940er Jahren siedelte man eine Hybridlinie im Kaukasus an, die eine Zeitlang mit 1400 Tieren die weltgrößte Population darstellte. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verringerte sich auch der Wisentbestand auf 240 Tiere, doch die Population wächst wieder deutlich an.

1998 hat man Wisente in der Sperrzone von Tschernobyl ausgewildert, wo sie sich nun langsam vermehren. Weitere Auswilderungen gab es 2004 in der Slowakei, 2012 in Rumänien und 2013 wurden mit den Wittgensteiner Wisenten die vorerst letzten Tiere ausgewildert (Wikipedia).

2014 schätzte man den Weltbestand an Wisenten auf 5.200 Tiere, von denen etwa zwei Drittel in freier Wildbahn oder in Großreservaten leben. Im Jahr 2009 gab es weltweit etwa 4.000 Wisente (Wikipedia).

In Brandenburg, im Schweizer Jura, in den Niederlanden, Dänemark und in Frankreich diskutieren Naturschützer und Zoologen Auswilderungen und bereiten sie teilweise bereits vor.

Wisent in Mecklenburg-Vorpommern

Die Wisent-Wildnis in Wittgenstein

Die Wittgensteiner Wisente lebten ab 2010 in einem 20 Hektar großen Auswilderungsgehege, bevor sie dann am 11. April 2013 endgültig in Freiheit entlassen wurden. Mehrere Hochschulen begleiten das Projekt wissenschaftlich.

Die Wisentgruppe bestand aus Wisentbulle Egnar, fünf Wisentkühen und zwei Jungtieren.
Im Mai und Juni 2013 kamen im Rothaargebirge die ersten frei lebenden Wisentkälber seit mehreren hundert Jahren zur Welt.
Durch weitere Geburten – aber auch Abgänge – leben derzeit 17 Tiere in den Wäldern des Rothaargebirges. Sie sind nach wie vor die einzige Wisent-Population Deutschlands, die in freier Wildbahn lebt.

Aufgrund des riesigen Areals ist es sehr unwahrscheinlich, die Tiere bei Wanderungen oder Spaziergängen anzutreffen.
Das ehemalige Auswilderungsgehege ist mittlerweile Schaugehege für eine aus acht Tieren bestehende Population, die man mit ein wenig Glück auch beobachten und fotografieren kann und die jährlich mehr als 30.000 Menschen ins Rothaargebirge lockt.

Konflikte

Wisente sind die größten und schwersten Landsäugetiere Europas.
Ausgewachsene, freilebende Bullen bringen bis zu 500 kg auf die Waage, Wisentkühe etwa 400 kg. Die Kopf-Rumpf-Länge eines Wisentbullen kann bis zu drei Metern betragen, die Widerristhöhe etwa 1,80 Meter.
Es ist klar, dass diese imposanten Tiere – vor allem als Herde – Spuren in den Wäldern hinterlassen.
Vor allem Schälschäden brachten einige Waldbauern gegen die wilden Tiere auf.
Schon mehrmals mussten sich Gerichte mit den Wisenten beschäftigen, weshalb das Wisent-Projekt immer wieder auf der Kippe steht.
Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 wird vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe über die juristischen Auseinandersetzungen zwischen den privaten Waldbauern und dem Wisent-Verein als Träger entschieden.
Im Grunde geht es um die Frage, ob die Wisentgruppe als „herrenlos“ eingestuft wird und die Schäden deshalb von den Waldbauern hingenommen werden müssen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich auf der Seite der Wisent-Welt umschauen und sein Glück im Schaugehege in Bad Berleburg versuchen.
Im vergangenen Winter wurde ein sehr sehenswertes Video veröffentlicht, in dem die frei lebende Herde eine verschneite Straße im Rothaargebirge überquert: Wisente in Südwestfalen.

Nachtrag Ende Mai 2018:
Aktuell scheint sogar der Abschuss der Wisente aus Sicht der Kläger denkbar: Waldbauern sehen Abschuss der Wisente als letztes Mittel in der Westfalenpost.

Beeindruckend, oder?

Wisent-Familie

Die Bilder sind von @pixabay und zeigen unter anderem Wisente in Mecklenburg-Vorpommern

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Rund um den Wellersberg und die Panzerwiese

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Meine zweite Genesungswanderung führte mich rund um den Wellersberg.

Als ich am Morgen aufwachte, lag schöner frischer Schnee über der Landschaft. Da für den nächsten Tag schon wieder Tauwetter angesagt war, wollte ich diese Gelegenheit nutzen, um noch mal ein bisschen Winterfeeling abzubekommen. Dieser Winter ist irgendwie gar kein richtiger Winter, finde ich. Dabei liebe ich Schnee wirklich sehr!

Die Panzerwiese

Startpunkt war der Wanderparkplatz oberhalb der Kinderklinik.
Von dort aus führen viele längere und kürzere Wege rund um den Wellersberg. Da man von dort oben einen schönen Blick auf Siegen und Weidenau hat, ist es ein beliebter Tummelplatz für Hundebesitzer, Jogger und andere Sportler.
Die Kuppe des Wellersberges ist als Panzerwiese bekannt, weil sich dort oben der Truppenübungsplatz der belgischen Garnison befand. Noch heute findet man dort viele Spuren und Hinweise auf die militärische Vergangenheit. Der Hauptweg, der vom Parkplatz bis zum nahe gelegenen Wald führt, besteht teilweise aus Asphalt, teilweise aber auch aus alten Betonplatten. Von Maschendraht umzäunt sind noch die alten Munitionsdepots zu erkennen: Flache, hinter Erdwällen verborgene Langhäuser. Mittlerweile befindet sich dort ein Hundeverein.
Ich finde die Geschichte der Panzerwiese und der belgischen Garnison in Siegen so spannend, dass ich einen eigenen Blogbeitrag darüber schreiben werde. Dafür muss ich aber noch ein bisschen recherchieren. Heute soll es außerdem nur um meine kleine Wanderung rund um den Wellersberg gehen.

Der Historische Tiergarten

IMG_20180122_100619Von der Panzerwiese aus gelangt man beinahe automatisch in den Historischen Tiergarten – genau genommen ist sie sogar ein Teil davon. Die etwa 100 ha große Anlage wurde im 17. Jahrhundert von Fürst Johann Moritz zu Nassau-Siegen angelegt. Er diente zur Jagd und der Zerstreuung. Auf diese Zeit gehen auch die meisten der heute noch bestehenden Wege zurück. In den letzten Jahren hat die Stadt Siegen den Wert dieses Geländes entdeckt und als Naherholungsgebiet attraktiv gemacht. Dazu gehören unter anderem ein Waldlehrpfad und ein Pilzlehrpfad, Ruhebänke und verschiedene Spielstationen für Kinder. Auch Kunstobjekte kann man dort finden.

Mir war der Rundgang durch den Historischen Tiergarten allerdings zu kurz, weshalb ich vom Hauptweg der Panzerwiese hinunter zum Hermelsbacher Friedhof ging. Dort kann man sich gut im Tal des Hermelsbaches aufhalten. Ein Teil des Weges gehört noch zum Historischen Tiergarten und ist deshalb gut ausgeschildert. Mehrere Hinweistafeln verweisen auf Besonderheiten des Waldes. Der Weg steigt dann an und führt in Richtung Trupbacher Heide, ich habe aber eine steile Wende genommen und bin dann in Richtung Tiergehege gegangen. Dabei kam ich am Hirschsprung und einem der schönen Kunstprojekte vorbei. Wegen des Sturms Friederike war ein Teil des Weges gesperrt, sodass ich wieder umkehren und rund um das Tiergehege laufen musste. So verließ ich am Studentenwohnheim, das früher ein Altenheim beherbergt hat, für kurze Zeit den Wald. Da ich so auch automatisch wieder ein Stückchen Richtung Tal ging, verlor sich der Schnee dann völlig im Matsch, und es regnete.

 

Der Historische Friedhof

IMG_20180122_110842Es dauerte nicht lange, und ich kam wieder oben an den Munitionshäusern an. Da ich aber trotz des Wetters noch ein wenig laufen wollte, ging ich erneut hinunter zum Hermelsbacher Friedhof. Dort ging ich dann nach links und mehrere Meter am Friedhofszaun entlang. Diesen Weg kannte ich noch nicht, wusste aber, dass ich im Wohngebiet am Wellersberg herauskommen werde.

Was ich aber nicht ahnte:
Dieser Weg führte mich zu einem schönen Kleinod, das ich ohne diesen Umweg vermutlich nie entdeckt hätte. Es handelt sich um ein alten Friedhof aus dem 19. Jahrhundert, der zur ehemaligen Hüttensiedlung Buschgotthardshütten gehörte. Buschgotthardhütten war ein Teil von Weidenau, das aber im Zuge des Baus der Hüttentalstraße (HTS), der Stadtautobahn, abgerissen wurde. Viele Menschen trauern diesem kleinen Stadtteil heute noch nach, was ich verstehen kann, wenn ich mir die alten Bilder anschaue. Einige der alten Fachwerkhäuser sollen abgebaut und zwischengelagert worden sein, eines davon steht wohl im Lippischen Landesmuseum in Detmold. Ein weiteres Gebäude wurde neben der Ginsburg bei Hilchenbach aufgebaut, zumindest Teile des Ursprungsgebäudes wurden dafür verwendet.

 

IMG_20180122_111143Dieser alte Friedhof lag bis 2013 unter Gestrüpp verborgen und war kaum jemandem bekannt. Auf Initiative einiger Privatpersonen wurde der Friedhof dann freigelegt und so natürlich wie möglich erhalten. Als Besonderheit sind die vielen Kindergräber anzusehen, denn auf vielen alten Friedhöfen sind die Gräber der Kinder längst verschwunden. Seit 2013 steht der Friedhof unter Denkmalschutz.

Der Friedhof gefällt mir so gut, dass ich ihn noch mehrmals besuchen werde, um auch Fotos bei schönem Wetter und mit mehr Grün zu machen.

Im Schneematsch

Hinter dem Friedhof ging es dann noch ein Stück in den Wald und von dort aus in Richtung Kinderklinik, wo mein Auto stand. Diese Runde war etwa 7 km lang, und als ich beim Auto ankam, war vom Schnee schon nichts mehr zu sehen. Alles war geschmolzen, die Erde hatte sich in einen schlammigen Untergrund verwandelt, und Jogger und Hundebesitzer waren im Nebel nur als Schemen zu erkennen.

Die Runde war ganz nett, barg aber natürlich nur wenig Neues für mich, weil sowohl Panzerwiese als auch Historischer Tiergarten stadtbekannt sind und ich schon mehrmals dort oben war. Dennoch freue ich mich, dass ich den alten Friedhof entdeckt habe!

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Historischer Rundweg Achenbach

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Achenbach

Wie schon erwähnt, hindert mich gerade eine Sehnenscheidenentzündung am Schreiben.
Davon lasse ich mich aber nicht unterkriegen und nutze die Zeit einfach für schöne Dinge, zum Beispiel Wandern.
Also habe ich neulich meine Wanderschuhe geschnürt, mir Proviant eingepackt und bin in Regensachen nach Achenbach gefahren. Der Historische Rundweg Achenbach ist knapp 12 km lang und stand schon ewig auf meiner Wunschliste.

Die belgische Garnison

IMG_20180111_095109Start- und Endpunkt befinden sich am Denkmal für die belgische Garnison in der Nähe des Kreisels auf dem Weg zu Ikea. Geparkt habe ich bei Edeka (und habe mir dort erst mal frisches Obst gekauft).
Es lohnt sich, das Denkmal für die belgische Garnison genauer in Augenschein zu nehmen, denn eine Schautafel erläutert die Zusammenhänge zwischen Siegen und Belgien. Im Laufe des Rundwegs stößt man ohnehin noch mehrmals auf belgische Spuren.
Siegen war von 1946-1994, also fast 50 Jahre lang, belgische Garnisonsstadt. Die Kasernen standen dort, wo sich heute das Gewerbegebiet Heidenberg mit Ikea befindet. Die Erinnerungsstätte gibt es seit 2006, die Geschichte zwischen Siegen und Belgien ist aber so interessant, dass ich darüber vielleicht mal einen eigenen Blogeintrag schreibe.

Die Friedenskirche

Bevor man rechts in das Waldstück abbiegt, führt der Weg ein paar Meter an der Hauptstraße entlang. Kaum ist man im Wald, steht man vor der hölzernen Friedenskirche mit ihrer für Siegerländerverhältnisse ungewöhnlichen Bauweise. Sie ist eine Spende der Zionsgemeinde in Evansville in Indiana in den USA und steht seit 1959 in Achenbach. Zur Zeit scheint sie bewohnt zu sein.

Die Kelten

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Dort, wo sich ein Stückchen weiter im Wald der Rennofen-Nachbau befindet, hat man in den 1930er-Jahren die Überreste alter Schmelzöfen gefunden. Das Betonmodell wirkt unspektakulär, zeigt aber, wie fortschrittlich die Kelten damals waren. Eines der Original-Fundstücke steht heute im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss.
Danach ging es erst mal eine Weile auf und ab, allerdings mehr auf, und mir taten erstmals die Füße weh (das wird im weiteren Verlauf noch eine Rolle spielen).

Erfahrungsfeld Panzer-Schießplatz

IMG_20180111_103234Das Erfahrungsfeld SCHÖNUNDGUT ein paar hundert Meter weiter war für mich eine der größten Überraschungen auf der Runde. Ich kannte das Gelände auf dem Fischbacherberg noch aus der Zeit, als es ein Schießplatz für Bundeswehr und Polizei war.
Gebaut in den 1930er-Jahren, diente der Schießstand zuerst der Wehrmacht, später der belgischen Garnison, der Bundeswehr, der Polizei und den Bundeswehrreservisten.

 

IMG_20180111_104013Natürlich war das Gelände als militärisches Gebiet immer ordentlich abgeriegelt gewesen.
Umso erstaunter war ich, hinter den Zäunen bunte Gebäude, eine Bühne, einen riesigen Park und sogar den Bauspielplatz von Rabauki zu finden. Toll, was aus diesem Gelände gemacht wurde!

 

Aussichten

IMG_20180111_130611Vom Starken Buberg aus hatte ich trotz diesiger Sicht einen schönen Blick ins Wendener- und Olper Land. Vom Buberg aus aus ging es fast nur nur noch bergab, was mir aber wegen der schmerzenden Füße keine Freude bereitete. Dafür ließ es sich im Wiesental parallel zur Hauptstraße gut laufen.
Genau in dem Moment, als ich im Auto saß, kam der Regen – aber das kennt man als Siegerländerin nicht anders.

Der Ausflug endete dann bei Feinbier unterwegs, weil ich dringend neue Wanderschuhe brauchte. Mit denen bin ich dann die nächste Runde laufen, aber davon berichte ich euch später!
:)

Fun fact

Dieser Blogbeitrag wurde ausschließlich diktiert. Da ich wegen der Sehnenscheidenentzündung immer noch nicht richtig tippen kann, habe ich mir Dragon NaturallySpeaking gegönnt. Es dauert sehr lange und ist ziemlich anstrengend, ich hoffe aber, dass es mit ein wenig Übung besser wird. Außerdem habe ich den Eindruck, dass meine Sätze fremd klingen. Aber das kann auch täuschen.

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Zwangspause

 

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Leider bin ich seit mehr als einer Woche außer Gefecht gesetzt – ich habe eine verschleppte und ziemlich schmerzhafte Sehnenscheidenentzündung an der rechten Hand.
Betroffen sind alle vier Finger-Sehnen auf dem Handrücken, was es mir nahezu unmöglich macht, die Finger zu bewegen. So kann man natürlich weder tippen noch die Computermaus bedienen.
Deshalb werde ich die längst geplanten (aber noch nicht geschriebenen) Blogbeiträge nach hinten verschieben.
Was aber noch viel schlimmer ist: So kann ich auch nicht am aktuellen Siegerland-Krimi weiterarbeiten, und der für Juni anvisierte Veröffentlichungstermin ist für mich wahrscheinlich nicht zu halten. Noch ist nicht abzusehen, wann meine Hand abgeheilt sein wird …
Dann müsst ihr eben mit älteren Beiträgen vorlieb nehmen!

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Wisente in Südwestfalen

Egnar und sein Gefolge

Im März 2010, also vor beinahe acht Jahren, wurde mit Bulle „Egnar“ der erste Wisent im Wisent-Wald bei Bad Berleburg am Rothaarsteig angesiedelt. Ihm folgten Wisent-Kühe und weitere Bullen.
Drei Jahre später wurde die zwischenzeitlich auf acht Wisente angewachsene Herde in die Freiheit entlassen. Mittlerweile leben mehr als zehn Wisente in freier Wildbahn in den Wäldern des Sauerlandes und Wittgenstein.
Die von den ausgewilderten Wisenten bewohnte Fläche ist riesig, weshalb man den Tieren nur mit außerordentlich viel Glück begegnen kann. Umso bemerkenswerter sind dann private Filmaufnahmen wie die nachfolgende, auf der die gesamte Herde zu sehen ist.
Mit gemächlicher Ruhe und großer Erhabenheit überqueren die imposanten Tiere eine verschneite Straße. Ein beeindruckendes Dokument!
Das Video habe ich auf der Facebook-Seite der Ranger Südwestfalen entdeckt, leider ohne Quellenangabe. Trotzdem ein großes Dankeschön an den unbekannten Filmer!

Die freien Wisente

Die freien Wisente.Wie auch immer man zu den Wisenten steht. Der Faszination dieser Tiere können wir uns nur schwer entziehen. Und irgendwie passen sie auch in unsere Landschaft.

Gepostet von Ranger Südwestfalen Wald und Holz NRW am Sonntag, 10. Dezember 2017

Ärger um die Wisente

Das Wisent-Projekt ist teilweise sehr umstritten und stand schon mehrmals vor dem Aus.
Hintergrund sind die Fraßschäden der Tiere an den Bäumen, die den Zorn der Waldbauern auf sich ziehen und vor Gericht verhandelt werden. Außerdem soll eine Wanderin angegriffen worden sein.
Im Mai 2017 entschied das Oberlandesgericht Hamm, dass die Wisente im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes als besonders schützenswert gelten und deshalb geduldet werden müssen.

Die zweite Herde

Neben der ausgewilderten Wisent-Herde gibt es auch eine zweite, die in einem 20 Hektar großen Areal, der Wisent-Wildnis, lebt. Da diese Tiere in einem eingezäunten Gebiet leben, ist die Wahrscheinlichkeit, dort einem Wisent zu begegnen, natürlich deutlich größer.
Das Wisent-Projekt wird übrigens wissenschaftlich von mehreren Universitäten begleitet, weil es in dieser Form einmalig in Europa ist.
Wer also mal bei uns in der Region zu Besuch ist, sollte unbedingt einen Abstecher in die Wisent-Wildnis nach Bad Berleburg machen!

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Weihnachtskrimi „Siegtropfen“ Gewinnspiel

Geheimnisvolles geschieht auf der Weihnachtszeitreise, dem historischen Weihnachtsmarkt im Bad Berleburger Schlosshof …

Unter allen Abonnenten meines neuen Newsletters verlose ich 10 E-Books* von „Siegtropfen“, dem Siegerlandkrimi, der es in sich hat …

Das lohnt sich in mehrfacher Hinsicht, denn man kann das E-Book nicht kaufen, sondern nur bei mir gewinnen! :)

Zur Anmeldung geht es hier entlang, der Newsletter erscheint am 01.12.2017.
Auf der Seite der Weihnachtszeitreise könnt ihr euch schon mal auf den historischen Weihnachtsmarkt (und meinen Krimi! ;) ) einstimmen!

Ich drücke euch allen die Daumen und wünsche euch viel Vergnügen!

*im Wunschformat: ePub, mobi oder pdf, man kann das E-Book auf jedem elektronischen Gerät lesen (Reader, Smartphone, Tablet, PC …)

Achtung! 
Es gab wohl bei jemandem Schwierigkeiten mit der Anmeldung. Wenn das bei euch der Fall ist: Schickt mir einfach eine Mail an info(ät)wort-farben.de. Ich trage euch dann ein und schicke euch eine Bestätigungsnachricht!

Das Kleingedruckte:
Das Gewinnspiel endet am 01.12.2017 um 12 Uhr. Teilnehmen kann jeder, der sich für den Siegerlandkrimis-Newsletter einträgt. Der Gegenwert des E-Books kann nicht in Euro ausgezahlt werden. Die Gewinner werden nach dem Zufallsverfahren ausgelost und schnellstmöglich benachrichtigt und erklären sich damit einverstanden, mit ihrem Vornamen (und ggf. dem Ort) im Newsletter erwähnt zu werden.
Es besteht keine Verpflichtung, den Newsletter nach der Auslosung noch zu abonnieren.

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Songs über Siegen und Wittgenstein

Provinz voll Leben?

Manchmal stolpert man ja sprichwörtlich über ein Thema, und so ging es mir auch mit den folgenden Songs.
Ja, ich gebe zu: Siegen kann polarisieren.
 „Zu viel Beton“ sagen die Einen, „die grünste Großstadt Deutschlands“ die Anderen.
„Was ist schlimmer als verlieren? Siegen!“ war einer der ersten Sprüche, den ich hier gehört habe, und in den ersten Jahren habe ich auch ein klein wenig daran geglaubt.
Mit dem Leitspruch „Provinz voll Leben!“ wollte man sich selbst ein wenig auf die Schippe nehmen, aber erst, als man „Siegen zu neuen Ufern“ ausrief, wurde es hier wirklich schön.

Die Stadt Siegen hat eben ihren ganz eigenen Charme, und wie der aussieht, könnt ihr euch selbst anschauen und -hören!

Sarah Böttcher hat ein wunderschönes Liebeslied über ihre Heimatstadt geschrieben:

Der Rapper Haboob lebt mittlerweile in Köln, hat sein Herz aber trotzdem an Siegen verloren:

Matthias Merzhäuser hat sich eher mit Wittgenstein beschäftigt und nimmt die Natur in den Fokus:

Im Gegensatz dazu gibt es einen schon etwas älteren Song von 2012, der eher die Betonstadt im Blick hat:

Es gibt noch mehr Songs über Siegen und Wittgenstein, die zeige ich euch in einem späteren Beitrag.
Bei diesen hier haben mir die Bilder bzw. Filme gefallen, und wer die Stadt noch nicht kennt, kann sich ein eigenes Bild machen. Und wer sie kennt, freut sich bestimmt über die eine oder andere Einstellung!

Viel Vergnügen!

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Der Siegerland-Krimi-Newsletter

Am 1. Dezember ist es endlich soweit: Mein Newsletter startet!

Da ich eine Verlosung für die Abonnenten (also euch!) plane, gibt es im Hintergrund ein bisschen zu werkeln und zu basten. Da kommt das Schreiben am neuen Krimi zwar aktuell zu kurz, aber ich hole die verlorene Zeit garantiert wieder auf.
Außerdem plane ich einen Artikel aus der Siegen für InSIder – Reihe, der erstmal nur den Newsletter-Abonnenten zur Verfügung steht.
Schließlich soll es sich ja für euch lohnen!
Und keine Angst: Der Newsletter ist für etwa drei bis vier Mal im Jahr geplant und wird euch garantiert nicht das E-Mail-Postfach vollmüllen!
Spam mag ich nämlich genau so wenig wie ihr.

Ihr könnt euch schon mal hier eintragen, dann bekommt ihr alles zeitnah mit!

Ich freue mich auf euch!

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