„Tod unterm Krönchen“ – der neue Siegerland-Krimi!

Stell dir vor, du bist die Hauptfigur in einem Kriminalroman.
Als Privatdetektiv:in ermittelst du in einem Mordfall, dein Nachbar ist ein neugieriger Reporter, deine Freundinnen sind Zeuginnen, deine Eltern sind Polizisten und für das Opfer fällt dir bestimmt auch noch jemand ein.

Der personalisierte Siegerland-Krimi Tod unterm Krönchen
Der neue Siegerland-Krimi „Tod unterm Krönchen“

Ein personalisierter Krimi

Klingt witzig?
Ist es auch!
In meinem neuen Krimi bestimmst du allein, wer welche Rolle übernimmt.
Jedes Buch wird individuell geschrieben und gedruckt, auf Wunsch auch gerne signiert.
„Tod unterm Krönchen“ ist also ein wunderbares Geschenk zum Geburtstag, zum Jahrestag, zum Firmenjubiläum, Hochzeit oder einfach so.
Für dich oder für andere.

Wie funktioniert der personalisierte Krimi?

Du meldest dich bei mir, ich schicke dir einen Fragebogen zu den Figuren, und nach Erhalt beginne ich mit der Arbeit.
Im Normalfall dauert der ganze Prozess zwei bis drei Wochen, du solltest also nicht gerade unter Termindruck stehen.
Dafür bekommst du aber auch ein ganz besonderes und vor allem wirklich individuelles Geschenk!

Melde dich einfach unter info@siegerland-krimis.de oder schicke mir eine persönliche Nachricht.

Ein Taschenbuch kostet 30 Euro, ein Hardcover 35 Euro, jeweils zuzüglich Porto. Zusätzliche E-Books im Wunschformat kosten je 8 Euro.
Ich freue mich auf deine Nachricht!

Das Covermotiv mit dem Krönchen in Blau stammt übrigens von Ricardo Orlando vom DiWerk in Siegen.
Ricardo OrlandoDiWerk – Foto-/Filmstudio

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Signierte Siegerlandkrimis als Weihnachtsgeschenke

Selbst Weihnachtsmuffeln wird langsam bewusst, dass es nur noch einen guten Monat bis Weihnachten dauert.
Damit das Schenken nicht in Stress ausartet, könnt ihr einfach jetzt schon Überraschungen für eure Freunde, Familie, Nachbarn oder Arbeitskolleginnen bestellen: signierte Siegerlandkrimis!

Signierte Siegerlandkrimis verschenken

Egal, ob „Knochenfinder“ mit Kommissarin Natascha Krüger, „Unter der Mauer“ mit Psychologin Nike Klafeld oder der Nachhaltigkeitsratgeber „11 Schritte ins Glück„:
Wenn Ihr euch bis Mitte Dezember meldet, gehen die besonderen Buchgeschenke noch rechtzeitig vor Weihnachten in die Post.

Selbstverständlich könnt ihr die Bücher auch ganz normal und ohne Signatur im Buchhandel erwerben und dann selbst etwas hineinschreiben.

Meldet euch einfach unter info@siegerland-krimis.de

Ihr wollt immer auf dem Laufenden bleiben, was es Neues oder Besonderes gibt? Dann freue ich mich über euch in meinem Newsletter!

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Das 1. Siegerländer Krimifestival

Ich bin ehrlich: Sehr lange war ich unsicher, ob das Siegerländer Krimifestival von Radio Siegen wie geplant stattfinden kann. Erst ab Donnerstag stellte sich Vorfreude bei mir ein, die dann aber bis Samstag schön anstieg.
Aber letztlich hat alles geklappt, wir hatten ein tolles Lesefest und auch die Gäste waren begeistert.
Das Heimhof-Theater in Burbach ist ein ganz besonderes Theater und bot die perfekte Kulisse für das Krimifestival. Hier ist die Zeit stehen geblieben, das Ambiente der Fünfzigerjahre hat einen ganz besonderen Charme und die Titelmusik von Miss Marple, die in Dauerschleife vorher und nachher lief, hat das Flair perfekt gemacht.
Der Abend konnte einfach nur gut werden!

„Der Siegerländer Krimi ist weiblich“

Ralf Strackbein, den meisten vermutlich bekannt, eröffnete das Festival mit einem Ausschnitt seines aktuellen Buches.
Im Anschluss stellte Sinje Beck ihre drei Romane über und mit Heiner Himmel, den leicht chaotischen Privatdetektiv, vor.
Nach einer kurzen Lüftungspause, die wir direkt schon zum Büchersignieren nutzen konnten, stand ich auf der Bühne.

Ausverkauftes Haus, noch vor dem Einlass

Ursprünglich hatte ich geplant, den Nachfolger von »Unter der Mauer« vorzustellen, den zweiten Fall der Psychologin Nike Klafeld.
Doch leider machte mir Corona einen Strich durch die Rechnung, und statt mit einem Mordfall durfte ich mich wochenlang mit Homeschooling beschäftigen. Da meine Romane immer relativ rechercheintensiv sind und ich keinen Schnellschuss abliefern möchte, muss die Veröffentlichung eben verschoben werden: Der zweite Teil erscheint also voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2021.
Stattdessen habe ich mein »Geheimprojekt« vorgestellt: Tod unterm Krönchen, der personalisierte Siegerland-Krimi!

„Tod unterm Krönchen“ – das Geheimprojekt

Dieses Buch kann man nicht im Handel kaufen, sondern nur bei mir bestellen. Jedes Buch ist ein Unikat und wird individuell von mir bearbeitet, denn Ihr bestimmt die Figuren in der Geschichte – eure Freunde, Familie, Arbeitskolleginnen, Nachbarn …
Ihr sucht aus, wer die Hauptrolle des Privatdetektivs oder der Privatdetektivin bekommt, wer Opfer ist, wer die Zeugen sind und wer die Polizei.
Dafür brauche ich ein paar wenige Angaben von euch über die Figuren, alles Weitere klären wir dann per E-Mail.
Beim Siegerländer Krimifestival habe ich den Anfang vorgelesen und dabei schon mal ein paar handelnde Figuren vorgestellt. Und so war Steffen Ziegler der Privatdetektiv, Tanja Maage das Opfer, Annette Schäfer, Micha Krämer, Sinje Beck und Ralf Strackbein waren Zeugen. Auch für einen Hund war noch Platz.
Mein Figurenensemble sorgte allgemein für Erheiterung und ich bekam – und bekomme immer noch! – viel positives Feedback für die Idee und auch schon einen Stapel Bestellungen. Damit werde ich mich ranhalten, damit alles bis Weihnachten fertig ist.
Leider hatte ich leichtes Chaos in meinen Ausdrucken, sodass ich ein wenig improvisieren musste. Das ist mir aber, glaube ich, ganz gut gelungen.

Geschichte im Backstage-Bereich

Nach mir war Annette Schäfer dran und stellt ihren neuen Siegerland-Krimi vor. Annette Schäfer schreibt zu jedem ihrer Bücher einen Song, und einen davon präsentierte sie uns an diesem Abend. Eine tolle und besondere Idee!
In der zweiten Lüftungspause gab es noch mehr Bücher zu signieren, bevor der dritte und letzte Teil begann.
Micha Krämer ließ diesmal die Gitarre zu Hause und las aus seinem neuen Krimi vor. Dafür wählte er einen Teil aus, den man eigentlich niemals auf einer Lesung präsentiert: den Schluss. Aber natürlich sparte er die entscheidenden Stellen aus, so dass man erst recht neugierig auf die Geschichte wird. Ich würde sagen, das Experiment ist gelungen.

Mitmach-Krimi auf der Bühne

Das Finale gestaltete Tanja Maage mit einem ihrer Mitmach-Krimis.
Die funktionieren nach dem Prinzip eines Krimidiners, nur ohne Essen. Wir anderen schlüpften also in vorgegebene Rollen, bekamen dafür Requisiten und ein Textheft und durften spontan auf der Bühne improvisieren.
Das hat nicht nur uns auf der Bühne Spaß gemacht, sondern offensichtlich auch dem Publikum.
Für mich war das »Improtheater« ein sehr gelungener Schluss, bei dem wir alle noch einmal gemeinsam auf der Bühne standen und uns von einer anderen Seite zeigen konnten.
Radio Siegen sammelte Stimmen von uns sowie aus dem Publikum, und den Rückmeldungen kann man entnehmen, dass sich ein zweites Festival definitiv lohnt.

Ich bin froh, dass ich dabei war und alles wie geplant durchgeführt werden konnte, und dass Abstand halten, Masken tragen und Lüften völlig normale Bestandteile des Abends waren.
Ein großes Lob also auch noch mal an das Heimhof-Theater, die uns sogar Plexiglasscheiben während der Signierstunden zur Verfügung stellten.
Das zeigt, dass man mit gutem Willen und pfiffigen Ideen auch in einer Zeit wie der Corona-Krise Kultur live erleben kann.

Die Signiertische mit Plexiglasscheiben
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Das Geheimprojekt

Wer mir auf Facebook folgt, weiß, dass ich gerade an einem #Geheimprojekt sitze.
So viel kann ich schon mal verraten: Es ist ein Siegerland-Krimi. Aber ein ganz besonderer!

Siegerland-Krimi Buchgeschenk
Uah, ein Buchgeschenk!

Ich werde ihn morgen beim Krimifestival von Radio Siegen vorstellen – und ich bin soo gespannt, wie er ankommt!

Morgen kann also die erste Welle bestellt werden, in meinem Newsletter werde ich in den nächsten Tagen eine zweite Welle lostreten. Und wenn alles gut läuft, starte ich vor Weihnachten noch eine dritte Welle.

Wer also morgen nicht nach Burbach ins Heimhof-Theater kommen kann, hat noch die Chance auf einen Platz in der zweiten Welle für die Newsletter-Abonnentinnen.
Hier könnt ihr den Newsletter abonnieren: Klick, und hier könnt ihr mir bei Facebook folgen: Klick.

Wir sehen und wir lesen uns!


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Das Krimifestival von Radio Siegen

Endlich ist wieder Lesungszeit!

Dieses Jahr hat nicht nur den Buchmarkt allgemein ziemlich gebeutelt, sondern auch uns Autorinnen und Autoren.
Leider könnte ich davon ein Lied singen, wenn ich singen könnte.
Keine Angst – ich werde definitiv nicht versuchen, mir mit Gesang ein zweites Standbein zu verschaffen!

Auf die Bühne gehe ich aber trotzdem, sogar im altehrwürdigen Heimhof-Theater in Burbach-Würgendorf.
Da veranstaltet Radio Siegen nämlich ein Krimifestival mit insgesamt sechs heimischen Krimi-Autorinnen und Autoren.
Jede/r von uns bekommt eine halbe Stunde zur freien Verfügung und ich bin schon ganz gespannt!

Wann?
Am 17.10.2020 um 19.00 Uhr
Heimhof-Theater
Heimhofstr. 7a
57299 Burbach

Für meine dreißig Minuten habe ich mir eine ganz besondere Überraschung überlegt, die ich gerade mit viel Spaß vorbereite.
Ich verrate schon mal so viel: Es hat etwas mit Krimis zu tun. Und mit Weihnachten.
Den Rest erfahrt ihr dann vor Ort oder in meinem Newsletter, für den ihr euch gerne jederzeit anmelden könnt.
Wie weit die Kapazitäten darüber hinaus noch ausreichen, muss ich mal schauen.
Aber ich will hier ja niemandem den Mund wässrig machen …
(Oder doch?)

Achtung!
Karten gibt es nur im Vorverkauf!
Klick hier






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Ein Siegerland-Krimi auf der Siegerlandhütte

Manche Wünsche kann man sich nur selbst erfüllen …

Ein großer Wunsch von mir war es, einmal einen meiner Siegerland-Krimis auf die Siegerlandhütte zu bringen.
Die liegt in den Stubaier Alpen, irgendwo im Nirgendwo, und mein Weg dorthin war eines meiner Ziele für 2020.
Dass dieses Jahr dann doch völlig anders wurde als erwartet, muss ich ja niemandem erzählen. Entsprechend lange stand mein Plan auch auf der Kippe, bis ich mich zu einer endgültigen Entscheidung durchringen konnte.

Die Siegerlandhütte thront auf 2720 Metern über dem wunderschönen Windachtal bei Sölden im Tiroler Ötztal.
Egal, aus welcher Richtung man sich ihr nähert: Sie ist nur durch einen mehrstündigen Fußmarsch erreichbar – oder per Hubschrauber, aber das gilt natürlich nur für die Lebensmittel und alles andere, was dort ver- und gebraucht wird.
Entsprechend ihrer exponierten Lage ist sie auch nur etwa drei Monate im Jahr bewirtschaftet.
Ich wusste zwar vorher schon, dass die letzte Stunde hart wird – aber es war wirklich eine Herausforderung für uns Mittelgebirgswanderer!
Schneefelder und mannshohes Geröll gehören normalerweise nicht zu unseren bevorzugten Sommererlebnissen …

Aber wie ihr seht: Wir haben es geschafft!

Siegerland-Krimi auf der Siegerlandhütte – mit erschöpfter Autorin

Nach sechs Stunden Aufstieg inklusive Pausen zum Essen und Staunen waren wir endlich oben, total im Eimer, aber echt stolz.
Und so habe ich dem Hüttenteam einen signierten Siegerland-Krimi überreicht, der hoffentlich vielen Besuchern der Siegerlandhütte ein paar angenehme Momente bescheren wird.
Und wenn irgendwann mal jemand von euch dort oben ist, freue ich mich über eine kurze Rückmeldung, ein Bild oder einen Gruß, gerne auch als Kommentar unter diesem Beitrag.

Außerdem habe ich noch einen #SiegerlandStone dort hinterlegt – ob der wohl irgendwann wieder den Weg nach unten findet?

Ein SiegerlandStone, ein Wanderstein.
Finden – posten – weitertragen!

PS: Die Siegerlandhütte war nicht meine erste Hütte, aber definitiv die mit dem anspruchsvollsten Weg. Wegen der Corona-Pandemie mussten wir normale Schlafsäcke statt der üblichen Hüttenschlafsäcke mitnehmen, was das Gepäck volumen- und gewichtstechnisch direkt vervielfacht hat.
Aber wie heißt es so schön?
Nur die Harten kommen in den Garten!

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Die nächsten Veranstaltungen

Seit Anfang des Jahres war es hier ziemlich ruhig, das hat aber auch Gründe – ich arbeite für ein ganz tolles Projekt, das ich euch demnächst noch präsentieren werde.

Jetzt möchte ich euch aber erstmal die nächsten beiden Veranstaltungen vorstellen:

11 Schritte ins Glück – Minden

Kommenden Montag, also am 03. Februar 2020, bin ich in Minden in Ostwestfalen zu Gast und werde dort einen Vortrag zu Nachhaltigkeit, Zero Waste und plastikfrei halten.

Victoria Hotel
Markt 10
32423 Minden

Mehr Infos erhaltet ihr hier: DHB-Netzwerk-Haushalt Minden.

11 Schritte ins Glück, Ratgeber Zero Waste, plastikfrei und Minimalismus für Einsteiger
Ratgeber

Unter der Mauer – Hilchenbach

Eine Woche später bin ich in heimischen Gefilden unterwegs, und zwar in Hilchenbach.
In der Buchhandlung Bücher buy Eva lese ich aus meinem aktuellen Krimi „Unter der Mauer“. Da bis ins späte Frühjahr hinein erstmal keine weiteren Lesungen geplant sind, solltet ihr die Chance nutzen!

Montag, 10.02.2020, um 19 Uhr
Markt 5
57271 Hilchenbach
Tel. 02733-7420

Krimi-Lesung in Hilchenbach

Ich freue mich auf euch!

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Nikolaus-Überraschung!

E-Book Knochenfinder für 99 Cent
Super-Schnapp!

Es mag ja noch vereinzelte Leserinnen und Leser geben, die „Knochenfinder“ nicht kennen. Dem kann jetzt Abhilfe geleistet werden, denn für eine Woche ist das E-Book bei Thalia im Deal der Woche. Das heißt, dass ihr das E-Book vom 06.-12. Dezember 19 auf jeder Plattform für schlappe 99 Cent runterladen könnt.
Wenn das mal kein Argument für Neugierige ist!
:)
Das Taschenbuch gibt es natürlich wie gehabt im gut sortierten Buchhandel.
Viel Vergnügen mit Natascha Krüger und ihren Kollegen von der Siegener Kripo!

Bei Amazon: Klick
Bei Thalia: Klick

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Interview mit Ricardo Orlando und Melanie Lahmer

Neulich war ich zu Besuch bei Fotograf und Videograf Ricardo Orlando im Studio DiWerk in Netphen. Wir hatten einen ziemlich witzigen Vormittag und Ricardo hinterher ganz schön viel Arbeit, um das Video zu schneiden!

Interview mit Ricardo Orlando im DiWerk

Wenn ihr also schon immer mal wissen wolltet, wie das bei mir mit dem Schreiben und Veröffentlichen so läuft und euch überhaupt mal ein Bild davon machen wollt, wer sich hinter diesem Blog verbirgt – dann schaut euch das Video auf YouTube an!

Nehmt ein bisschen Zeit mit oder lasst es als Podcast ohne Bild laufen – viel Vergnügen mit Ricardo und mir!


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Recherche – Erlebnisse im Zonenrandgebiet

Wie im Nachwort meines neuen Krimis schon erwähnt, habe ich für „Unter der Mauer“ ausführlich recherchiert.
Die Welt ist so spannend, es gibt so viel zu entdecken und herauszufinden, und oft ergeben sich durch die Recherche ganz neue Impulse für die Geschichte oder die Figuren.

Im Hintergrund: Herleshausen

Interzonenzüge

„Unter der Mauer“ hat auch mit mir und meiner eigenen Biografie zu tun. Ich bin im Zonenrandgebiet aufgewachsen, die innerdeutsche Grenze war nur wenige Kilometer entfernt und immer präsent. Mein Heimatort Bebra war einer von sieben Grenzübergängen für Bahnreisende zwischen der DDR und der BRD. Transitreisende mussten in Bebra Halt machen, die Züge wurden umfangreich kontrolliert. Doch von all dem bekamen wir Kinder natürlich nicht viel mit, der Bahnsteig für die Interzonenzüge war nicht so ohne Weiteres für uns zugänglich.

Bebra platzt aus allen Nähten

Da Bebra der erste West-Bahnhof für Reisende aus Thüringen war (also aus Gerstungen, Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar, in der Verlängerung auch Leipzig), platzte unser kleines Städtchen aus allen Nähten. Ich sah Bilder, die sich fest eingebrannt haben und die ich nie wieder vergessen werde.
Ich war gerade fünfzehn geworden, wir hatten Samstagsunterricht, und zusammen mit meiner Freundin wollte ich – wie immer – nach der Schule durch die Stadt nach Hause bummeln.
Doch wir kamen nicht weit. Die Stadt war übervoll mit Menschen – kein Stadtfest vermag so viele Leute in die Stadtmitte zu locken wie dieser erste Samstag nach dem Mauerfall. Es war so eng, dass wir unsere Fahrräder tragen mussten, weil schieben nicht möglich war. Man kam weder vorwärts noch zurück und wir waren völlig geplättet. Natürlich hatten wir vom Mauerfall gehört – aber hier haben wir ihn erlebt.
Es war so unbeschreiblich, dass mir heute noch die passenden Worte fehlen.

Am Folgetag, einem Sonntag, waren außerplanmäßig die Geschäfte geöffnet. Für Fünfzehnjährige aus der Provinz war das in den 1980ern noch spannend genug, um in Erwartung eines Bummels in die Stadt zu gehen.
Nun ja, zu bummeln gab es da nicht mehr viel.
Die Regale im Supermarkt waren bei vielen Artikeln komplett leer geräumt, was ich in diesem Ausmaß weder vorher noch nachher wieder gesehen habe. Es war surreal.
Die Bahnhofsunterführung, normalerweise eine Abkürzung in die Innenstadt, war tagelang nicht passierbar, weil man zwischen all den Menschen überhaupt nicht durchkam. Der reguläre Bahnverkehr fand ja trotzdem statt.

Menschen, die an Zügen hängen

Das krasseste Bild jedoch erlebte ich etwas außerhalb von Bebra.
Die Züge Richtung Gerstungen/Eisenach fuhren in einem Bogen um die Stadt herum, der auch durch den Ortsteil Weiterode führte. Die Schienenführung verlief teilweise oberhalb der Straße, über Brücken.
Ich fuhr gerade mit dem Rad auf der Hauptstraße, als sich von hinten langsam ein Zug näherte. Sehr langsam. Warum?
Weil an diesem Zug Menschen hingen. Außen, auf den Stufen der Zugtüren! Andere quetschten sich an den heruntergelassenen Fenstern, hingen ebenfalls halb draußen. Ein Bild, wie man es aus Filmen und Dokumentationen über z.B. Indien kennt – aber eigentlich undenkbar in unserem mit Regeln und Gesetzen durchorganisierten Land. Und doch war es so.

Im Laufe der Zeit wurde es in Bebra wieder ruhiger, kurz darauf war es klein, gemütlich und schläfrig wie eh und je. Dafür begannen nun wir „Wessis“ unsererseits, den Osten zu erkunden.
Und damit begann für mich die Faszination für die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Leben in der DDR und der BRD.
In „Unter der Mauer“ erzähle ich einen Teil davon.

Na sowas!

Tja – eigentlich wollte ich etwas über meine Recherche erzählen, nicht über meine Kindheit. *lach*
Aber irgendwie gingen beim Schreiben die Pferde mit mir durch, deshalb erzähle ich den anderen Teil eben später …

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