Crowdfunding für Autoren

Was ist Crowdfunding?

Im Crowdfunding finanziert die Crowd, also „die Menge“, ein Produkt, ein Projekt oder eine Geschäftsidee.
Die Idee ist nicht nur sehr naheliegend, sondern auch ziemlich alt. Schon der Sockel der Freiheitsstatue wurde mit Einzelspenden finanziert.
In den letzten Jahren hat sich das Crowdfunding für immer mehr Projekte und Gruppen durchgesetzt, zum Beispiel bei Spieleentwicklern, Filmemachern, Musikern, Podcastern, Zeichnern oder Bloggern.
Meist gibt der Projektstarter einen bestimmten Betrag und einen Zweck an, beispielsweise die Produktion einer CD, und hofft, dass er genügend Menschen findet, die an sein Projekt glauben. Gemäß dem Spruch „Kleinvieh macht auch Mist“ helfen auch Kleinstbeträge von wenigen Euro oder Dollars, wenn sie von ausreichend Menschen bezahlt werden.

Was habe ich als Geldgeber davon?

Oft gibt es kleinere oder größere/besondere Geschenke für die Geldgeber oder Vorzugsbehandlungen, wie etwa ein Extrakonzert, besondere Grafiken oder exklusive Inhalte. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, die „Donations“ sollen aber die Hemmschwelle der Spender senken und natürlich auf irgendeine Weise attraktiv sein.
Andere Geldgeber hingegen sind begeisterte und teilweise langjährige oder intensive Nutzer oder Fans eines Angebots (Band, Podcast, digitales Medium). Sie zeigen durch die Unterstützung dem Künstler/Produzenten ihre Wertschätzung, ohne einen zusätzlichen Gegenwert zu erwarten.

Ich habe mich zum Beispiel am Crowdfunding des Unverpackt-Ladens in Siegen beteiligt.
Das Projekt finde ich wichtig und sehe es als Bereicherung meiner Heimatstadt, deshalb habe ich sehr gern einen größeren Betrag gespendet. Ohne die Beteiligung aus der Bevölkerung wäre die Verwirklichung des Unverpackt-Ladens nicht möglich gewesen (die Eröffnung steht kurz bevor).
Mein persönlicher Gewinn ist hier ganz einfach: Ich kann beim Lebensmittelkauf auf noch mehr unnötigen Verpackungsmüll verzichten und hoffe außerdem auf einen Leuchtturmeffekt. Vielleicht verändert der Laden ja das Bewusstsein der Verbraucher oder gar der Geschäfte im Umfeld.
Mehr zu den Themen unverpackt einkaufen, Minimalismus und Entrümpeln könnt ihr übrigens in meinem Ratgeber „11 Schritte ins Glück“ nachlesen.

Crowdfunding für Autoren

Bisher sind mir zwei Variationen bei Autoren begegnet:
– die Vorfinanzierung konkreter Kosten wie etwa Lektorat, Korrektorat oder Covergestaltung im Selfpublishing-Bereich
– die Finanzierung laufender Kosten

Auf Portalen wie etwa Kickstarter oder Startnext findet in der Regel klassisches Crowdfunding statt. Die Aktionen sind vorher genau definiert, man bestimmt Betrag, Ziel und Zeitraum der Aktion. Die Geldgeber können sich mit einem Betrag ihrer Wahl beteiligen und erhalten oft ein Dankeschön, dessen (monetärer oder ideeller) Wert mit dem ausgegebenen Betrag steigt.
Abgebucht wird das Geld in der Regel erst dann, wenn die Aktion erfolgreich war. Kommt der festgesetzte Betrag innerhalb des angegebenen Zeitraums nicht zustande, wird das Geld entweder nicht eingezogen oder zurückgezahlt. Man zahlt also nur im Erfolgsfall.

Portale wie Patreon oder SteadyHQ setzen nicht auf konkrete Aktionen, sondern auf langfristige und regelmäßige Finanzierungen. Dafür sind die monatlich eingesetzten Beträge entsprechend niedrig. Statt einmal 25 Euro zahlt man dann monatlich zwei Euro.
Diese Version ist unter Künstlern und Freischaffenden besonders beliebt und mittlerweile relativ weit verbreitet – insbesondere im englischsprachigen Raum beziehungsweise in „internetaffinen“ Bereichen (Podcasts, Spiele, Blogs).

Meine Seite bei Steady

Nach einigen Überlegungen habe ich mich für Crowdfunding über Steady entschieden. Dort habe ich mir eine Seite eingerichtet – Klick auf Siegenkrimi -, auf der ich meine Arbeit vorstelle und konkrete Ziele definiert habe.
Ziel 1 ist ein monatlicher Betrag von 10 Euro, um die laufenden Kosten für diesen Blog zu decken.
Man kann auf der Plattform verschiedene Pakete buchen, und je nach monatlichem Betrag bekommt man entsprechende Gegenleistungen von mir (z.B. Überraschungspost, die Mitbestimmung meiner nächsten Wanderziele, Vorab-Leseproben oder Platz in der Danksagung meines nächsten Krimis).

Meine Versprechen an euch:
Ich werde regelmäßig über meine Arbeit an den Romanen berichten und euch weiterhin Schönes und Interessantes aus der Region zeigen.
Und dieser Blog bleibt kosten- und werbefrei. Ihr könnt also weiterhin hier lesen und müsst nichts bezahlen – aber ab jetzt habt ihr die Möglichkeit, mich zu unterstützen, wenn ihr wollt.

Eine Anmeldung auf Steady lohnt sich übrigens mehrfach, denn dann könnt ihr mit einem einfachen Klick auch Projekte wie Mimikama, BildBlog oder Der Postillon unterstützen. Außerdem wurde die Plattform von den Krautreportern ins Leben gerufen.

Ich freue mich auf euren Besuch auf meiner Steady-Seite!

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One thought on “Crowdfunding für Autoren

  1. In vielen Bereichen wird zwischenzeitlich auf Crowdfunding zurückgegriffen, warum sollte dies also auch nicht für Autoren eine Chance sein. Das sollte auch genutzt werden, denn Crowdfunding Plattformen bieten eine tolle Möglichkeit der Finanzierung. Das ist und bleibt eine große Hilfe, insbesondere wenn Eigenkapital dafür fehlt.

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